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Branchenmeldungen 22.04.2018

Pluradent Symposium gibt Ausblick in die dentale Zukunft

Pluradent Symposium gibt Ausblick in die dentale Zukunft

Unter dem Motto „Wissen. Erfolgreich. Anwenden“ fand am 20. und 21. April das Pluradent Symposium 2018 statt. Charmant moderiert von Prof. Dr. Dr. Nils-Claudius Gellrich und Miriam Lange vermittelte das Symposium ausgewählte Inhalte, die Zahnärzten und Zahntechnikern das Rüstzeug für eine erfolgreiche berufliche Zukunft mit auf den Weg gaben.

Zur feierlichen Eröffnung der Veranstaltung richtete Vorstand (Sprecher) Uwe Jerathe herzliche Begrüßungsworte an das Publikum des nahezu voll besetzten Bonhoeffer-Saals im Lufthansa Training & Conference Center in Seeheim-Jugenheim. An den kommenden beiden Veranstaltungstagen sollten drei Kernbereiche besonders im Fokus des vielfältigen Vortragsprogramms stehen: die Gestaltung der dentalen Zukunft, die Personalentwicklung und das unternehmerische Wachstum. 
Nur wer sich seiner Chancen in Praxis und Labor bewusst sei und diese proaktiv ausforme, könne die passenden Praxiskonzepte erstellen und auf deren Basis die richtigen Investitionsentscheidungen treffen. Dabei darf jedoch der Faktor Mensch nicht außer Acht gelassen werden: Das Praxispersonal muss unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Wissensstände eingewiesen und ausgebildet werden, damit es die Digitalisierung mitträgt. Das Ziel sollte eine ideale Verknüpfung digitaler und analoger Prozesse sein. Nicht zuletzt wachse gerade eine neue Generation heran, die andere Ansprüche und Erwartungen an ihr Arbeitsleben hat – aber dem Zahnarzt als Arbeitgeber durch den selbstverständlichen Umgang mit neuen Technologien auch viel Potenzial eröffne. Dieser muss sich in der heutigen Zeit seiner Rolle als Unternehmer mehr als je zuvor stellen und neben der Personalentwicklung auch ein Augenmerk auf das Wachstum und den wirtschaftlichen Stand seiner Praxis legen.

Impressionen

Sich der Zukunft erfolgreich stellen

Bereits die beiden ersten Keynote-Vorträge fesselten das Auditorium: Zukunfts- und Trendforscher Sven Gábor Jánszky nahm die Teilnehmer mit auf eine spannende Reise in die unmittelbare Zukunft ihrer Lebens- und Arbeitswelten. Diese werden zunehmend vom Vertrauensverlust in menschliche Experten geprägt, an deren Stelle intelligente digitale Assistenten und Algorithmen treten. Schon in den kommenden zehn Jahren halten nach Aussage des Zukunftsforschers künstliche Intelligenzen unübersehbar Einzug in unseren Alltag, wodurch sich neue Fragen aufwerfen und bestehende verschärfen. Wie sich diese Entwicklungen zum Beispiel auf den Umgang mit persönlichen Daten auswirken und wie eine Gesellschaft aussehen könnte, in welcher der Mensch nur noch die zweitintelligenteste Spezies ist, stellte Jánszky in seinem mitreißenden Vortrag mit vielen Brückenschlägen zur Dentalbranche dar.
Anschließend beleuchtete Zahnarzt Dr. Peter Bongard die Implementierung des digitalen Workflows sowie die Themen Personal- und Unternehmensführung aus berufspraktischer Sicht. Der Inhaber des Zahn+Zentrum Moers gab den Teilnehmern interessante Einblicke in den Aufbau und die Struktur seines Unternehmens, erklärte die wichtigsten Erfolgsfaktoren und ließ seine Zuhörer auf inspirierende Weise an seinen eigenen Erfahrungen teilhaben. Sein Weg, um dem akuter werdenden Personalmangel zu begegnen, war die Verwandlung seiner Praxis in einen „Best place to work“: von individuellen Vorsorgeleistungen für die Mitarbeiter bis zur eigenen Köchin. Neben der Personalentwicklung stellte Bongard die Bedeutung einer definierten Marke und deren Transports nach außen, eines gemeinsamen Wertekatalogs sowie einer durchdachten Marketingstrategie inklusive funktionierender Controlling-Tools heraus. 
Ein weiteres Highlight der Veranstaltung boten die über 20 mySymposium-Vorträge an beiden Tagen, aus denen sich die Teilnehmer die für sie besonders interessanten Themen individuell auswählen konnten. 
Am Freitagabend luden dann zunächst ein Get Together in der Zukunftsausstellung der Industriepartner und anschließend die Pluranight zu fachlichem und kollegialem Austausch in entspannter Atmosphäre ein.

Neue Materialien und bewährte Konzepte

Den zweiten Veranstaltungstag leiteten die Moderatoren Prof. Dr. Dr. Nils-Claudius Gellrich und Miriam Lange durch eine kurze Gesprächsrunde mit den Referenten der mySymposium-Vorträge des Vortages ein. Einer von ihnen betrat direkt im Anschluss noch einmal als Vortragender das Podium: Zahntechnikermeister Vincent Fehmer sprach über die Herausforderungen und Limitationen des computergestützten Workflow. Wo die Grenzen und Möglichkeiten dieser Technologien, die ja oft mit nicht unerheblichen Investitionen verbunden sind, liegen, wie sie sich im Alltag bewähren und insbesondere wann sie die Zusammenarbeit von Zahnmedizin und Zahntechnik erleichtern, erfuhr das Publikum in einem spannenden und praxisnahen Vortrag. Der Referent wog konventionelle und digitale Therapie- und Planungsschritte gegeneinander ab und zollte den konservativen Verfahren dort Respekt, wo sie noch immer der Goldstandard sind.
Ebenfalls einen prothetischen Fokus hatte der Folgevortrag von Prof. Dr. Daniel Edelhoff. Er widmete sich insbesondere der Materialkunde und zeigte dabei neue Werkstoffgruppen auf, deren Eigenschaften eine Erweiterung des bisherigen Indikationsspektrums zur Folge haben. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Behandlungsoptionen vor allem im minimalinvasiven Bereich. Untermalt von vielen klinischen Beispielen und Fällen konnte das interessierte Publikum verschiedenste Einsatzmöglichkeiten der neuen Materialien in der festsitzenden Prothetik verfolgen.
Mit einem sprichwörtlichen Paukenschlag beschloss Dirigent und Musikpoduzent Christian Gansch den zweiten Symposiumstag unter dem Motto „Vom Solo zur Sinfonie – das Orchester als Erfolgsmodell“. Während seiner Ausführungen lernten die Zuschauer, dass auch und gerade starke Persönlichkeiten nur dann einen Teamerfolg erzielen können, wenn sie sich wechselseitig unterstützen und stets die Gesamtharmonie eines gemeinsamen Projektes im Auge haben.
Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung dankte Uwe Jerathe den Teilnehmern und dem Organisationsteam des Symposiums für ihre Beteiligung an zwei sehr lehr- und erlebnisreichen Tagen.


Foto: OEMUS MEDIA AG
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