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Branchenmeldungen 28.04.2020

Reibach mit der Angst: Vorsicht vor Corona-Abzockmaschen

Reibach mit der Angst: Vorsicht vor Corona-Abzockmaschen

Während die einen besorgt um Gesundheit und Existenz auf das baldige Ende der Krise hoffen, machen andere das Geschäft ihres Lebens. Wirkungslose Schutzmaterialien, Fake-Shops oder Phishing-Mails – die Bandbreite der Betrugsmaschen ist so groß wie die Verunsicherung in der Bevölkerung. Und genau deshalb sind sie auch so erfolgreich.

Der wohl dankbarste Sektor dieser Krise ist der der Schutzmaterialien. Heiß begehrt, aber überall Mangelware. Überteuerte Angebote in dubiosen Onlineshops sind hierbei noch die harmlosen Kandidaten. Erst kürzlich wurden Anbieter wirkungsloser Atemschutzmasken durch Europol entlarvt. Nach Berichten von Spiegel online sollen diese in Brasilien produziert und an Kliniken sowie staatliche Stellen in ganz Europa angeboten worden sein. Vielerorts wurden die Masken bereits beschlagnahmt. Daneben kursieren zig Online-Kleinanzeigen mit Sparangeboten sowie Fake-Shops für Masken. Vorauszahlung ist Bedingung, aber die angepriesenen Produkte kommen niemals an.

Im Ruhrgebiet hatte sich vor wenigen Tagen ein aus deutscher Produktion und landesweit vertriebenes Handdesinfektionsmittel als unwirksam herausgestellt. Wie ein Apotheker mithilfe einer Laboranalyse feststellte, stimmte die Zusammensetzung nicht. Der Alkoholgehalt war zu gering, sodass das Mittel auch gegen Coronaviren nichts ausrichten kann. Mehrere Tausend Flaschen sollen von dem „Apothekers Handdesinfektionsmittel“ im Umlauf sein. Der Wittener Pharmazeut hat Strafanzeige wegen Warenbetrugs gestellt, wie der WDR berichtete.

Auch unechte Bluttests, mit denen COVID-19 angeblich nachgewiesen werden kann, sind ein beliebtes Mittel, mit denen Betrüger in Zeiten der Pandemie das schnelle Geld machen wollen.

Hinzu kommen die klassischen Maschen, die nun auch auf den Corona-Zug aufgesprungen sind. Dazu gehören Phishing-Mails, die es unter dem Deckmantel von Banken auf die Zugangsdaten der Nutzer abgesehen haben. Auch Anrufe von angeblichen Microsoft-Servicemitarbeitern oder Hausbesuche von Betrügern, die sich als Gesundheitsamt ausgeben, gehören dazu, wie das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt.

Foto Teaserbild: Animaflora PicsStock – stock.adobe.com

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