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Branchenmeldungen 11.04.2018

Schweizer Dentalassistenten verdienen schlechter als Bäcker

Schweizer Dentalassistenten verdienen schlechter als Bäcker

In vielen Berufsgruppen hat sich der informelle Mindestlohn von 4'000 Franken bereits durchgesetzt. Wie das kürzlich erschienene Lohnbuch 2018 verrät, gehört der Beruf der Dentalassistenten nicht dazu.

Das vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich herausgegebene Lohnbuch 2018 legt offen, welche Berufe in diesem Jahr die Gewinner und Verlierer sind. Insgesamt wurden die Löhne von rund 9'600 Berufen erfasst. Demnach verdienen Diplomaten mit einem Monatslohn von 13'555 am besten und Taxifahrer am schlechtesten, so 20min.ch. Der Chefarzt ist mit 12'888 Franken der drittbest bezahlte Beruf des Jahres.

Wie das Lohnbuch aufdeckt, gibt es noch immer Berufe, die unterhalb des seit einiger Zeit diskutierten Mindestlohns von 4'000 Franken liegen. Neben Coiffeuren, Tierpflegern, Unterhaltsreinigern oder Taxifahrern sind auch Dentalassistenten dabei. Sie verdienen – erst nach Abschluss der Ausbildung – im Schnitt 3'700 Franken. Das entspricht einem Jahreslohn von ca. 44'400 Franken.

Keine optimalen Voraussetzungen für Wohlbefinden, wenn man der internationalen Studie des Marktforschungsinstituts Gallup Glauben schenkt. Dieses hat aus rund 1,7 Millionen Daten das optimale Nettoeinkommen für emotionales Wohlbefinden ermittelt, wie bluewin.ch berichtet. Das liegt laut der Untersuchung umgerechnet zwischen 58'000 und 72'000 Franken pro Jahr.

Ein Wachstum in diese Richtung sei vorerst aber nicht zu erwarten, wie die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich der Aargauer Zeitung erklärt. So werden trotz eines prognostizierten Wirtschaftsaufschwungs von 2,5 Prozent viele Löhne in diesem Jahr stagnieren.

Foto: andriano_cz – stock.adobe.com
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