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Branchenmeldungen 04.04.2017

Fortbildung: Antibiotika in der Zahnmedizin

Fortbildung: Antibiotika in der Zahnmedizin

Die Nehrener Hain Lifescience GmbH ist Hersteller und Vertreiber von In-vitro-Diagnostika, die weltweit in medizinischen Laboren zum Einsatz kommen. Speziell für den dentaldiagnostischen Sektor bietet das von den Brüdern David und Tobias Hain 1986 gegründete Unternehmen mit den Diagnostiksystemen micro-IDent® und micro-IDent® plus Markerkeimanalysen an, die Auskunft geben über Vorkommen und Konzentration von fünf bzw. elf parodontopathogenen Spezies und deren Zugehörigkeit zu „Bakterienkomplexen“. Die Testergebnisse dienen als optimale Grundlage für eine auf jeden einzelnen Patienten bezogene Therapieplanung. Sie ermöglichen die Auswahl adjuvanter Antibiotika ebenso wie die Festlegung sinnvoller Recall-Intervalle. Zudem unterstützen die Ergebnisse eine sichere Dokumentation des Behandlungserfolges.

Am ersten Aprilwochenende lud die Hain Lifescience GmbH zu einer Fortbildungsveranstaltung nach Stuttgart unter der Themenstellung: „Update Antibiotika: Rationaler Einsatz in der Parodontologie“. Zu den Referenten gehörten Dr. Sylke Dombrowa, ZÄ Anne Priewisch und der Schweizer Prof. Dr. Dr. H. C. Niklaus P. Lang. Mehr als 200 Fachkräfte der Dentalbranche, darunter Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Dentalhygienikerinnen, nahmen an der Fachveranstaltung teil und waren sichtlich zufrieden mit Programm und Referenten. In einer abschließenden Podiumsdiskussion reihten sich zu den drei Vortragenden noch Prof. Dr. Johannes Einwag (Stuttgart) und Prof. Dr. Holger Jentsch (Leipzig) ein. Begleitet wurde die Fortbildung durch eine überschaubare Industrieausstellung, die den Teilnehmern die Möglichkeit bot mit Vertretern der Firmen Kulzer, DZR, TePe und Johnson & Johnson ins Gespräch zu kommen.

In ihrem Beitrag unter der Titelgebung „Antibiotika in der PA-Therapie? So treffen Sie die richtige Entscheidung!“ umriss Dr. Sylke Dombrowa die Grundproblematik, die mit einem unreflektierten Einsatz von Antibiotika einhergeht: Zunehmende Antibiotikaresistenzen führen dazu, dass die Wirksamkeit dieser Art der Behandlung und Therapie immer geringer wird und sich in Folge dessen eine immer größere Zahl an Todesfällen einstellt. Es gilt daher, jetzt zu handeln und das Bewusstsein für einen gezielten Antibiotika-Einsatz zu schärfen: Ein Antibiotika-Einsatz in der Parodontitis- wie Periimplantitistherapie muss diagnostisch abgesichert sein, um unnötige, ggf. falsche Therapien zu vermeiden. Zudem muss der Einsatz spezifisch auf den Erreger ausgerichtet sein und immer dem Prinzip folgen: „so viel wie nötig und so wenig wie möglich“. Schlussendlich müssen Antibiotika unter den richtigen Voraussetzungen verabreicht werden, um eine maximale Wirksamkeit zu gewährleisten und Resistenzbildungen, wie sie in zunehmenden Maßen in Erscheinung treten, zu vermeiden.

Zu konkreten Fällen aus ihrer Praxis sprach hingegen ZÄ Anne Priewisch und erläuterte dabei anschaulich den Einsatz der Markerkeimanalysen von Hain Lifescience, micro-IDent® und micro-IDent® plus, und die sich daraus ergebende patientenbezogene, gezielte Antibiotika-Therapie.

Prof. Dr. Dr. Niklaus P. Lang betonte u.a. in seinen Ausführungen unter dem Titel „Wann und wie sind unterstützende Antibiotika im Rahmen der Parodontal- und Periimplantitistherapie angezeigt“, dass die Therapie einer Parodontitis als einer opportunistischen Infektion nie alleinig auf Antibiotika beruhen darf. Dies wäre ein Behandlungsfehler. Während man bei einer klassischen Infektion ein Antibiotikum appliziert, das auf den pathogenen Keim gerichtet ist und diesen eliminiert, ist dies bei einer opportunistischen Infektion nicht möglich, da man hierbei davon ausgeht, das bestimmte Bakterienarten sich auf Grund von begünstigenden Faktoren innerhalb der Plaque optimaler vermehren können als andere. Bei der Parodontitis geht es somit nicht darum, die pathogenen Keime zu eradizieren, sondern diese zu vermindern und unter das tolerable Niveau zu reduzieren. Daher muss einer gezielt auf die individuelle, orale Ökologie eines jeden Patienten bezogenen Antibiotika-Therapie immer eine mechanische Therapie vorangehen, um so den Biofilm zu zerstören. Nur wenn dies erfolgt, macht die Verabreichung von unterstützender Antibiotika nach Abschluss der mechanischen Therapie Sinn. Grundsätzlich sollte aber gelten: es gibt keine Notwendigkeit, bei einer generalisierten, chronischen Parodontitis Antibiotika zu applizieren, da dies nur eine temporäre Verbesserung der klinischen Situation zur Folge hat und keine wirkliche Therapie der Grundursache darstellt. Vielmehr bedarf es nur bei einer Indikation – die der aggressiven Parodontitis – den unterstützenden Einsatz von Antibiotika, da allein ein rein mechanisches Debridement als Therapie nicht ausreichend wäre.

Die Anwendung der Markerkeimanalysen micro-IDent® und micro-IDent®plus ist einfach und schnell: fordern Sie die kostenfreien Entnahmesets bei der Hain Lifescience GmbH an. Der Probeentnahme am Patienten folgt die Rücksendung an das Unternehmen und innerhalb von 2-3 Werktagen liegen Ihnen und Ihren Patienten die Resultate per E-Mail oder Fax vor.

Im Fazit der Veranstaltung lässt sich feststellen: es ist höchste Zeit, den Einsatz von Antibiotika in der Zahnmedizin genau abzuwägen und anhand mikrobiologischer Diagnostika eine gezielte, unterstützende Antibiotika-Therapie einzusetzen. Es sollte immer im Sinne der Patienten hinterfragt werden: Wo ist der Einsatz von Antibiotika wirklich gerechtfertigt und wieviel bringt er? Markerkeimanalysen von Hain Lifescience unterstützen eine optimale Behandlung von Parodontitis und Periimplantitis, indem sie eine Vielzahl an paropathogener Spezies identifizieren, somit eine individuelle Therapieplanung ermöglichen und den Einsatz von Antibiotika auf ein Minimum beschränken lassen.

Foto: OEMUS MEDIA AG
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