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Branchenmeldungen 13.05.2013

Tod eines Patienten nach oralchirur­gischem Eingriff

Tod eines Patienten nach oralchirur­gischem Eingriff

Im Zusammenhang mit einer Narkose können Risiken – im schlimms­ten Fall – tödlich sein. Der BDO veranstaltet hierzu am 13. September 2013 in Köln ein auf dieses Thema abgestimmtes Symposium, bei dem Betroffene, Juristen, Gutachter und Sachverständige zu Wort kommen.

Die Schnittstelle Chirurgie – Anästhesie spielt eine wichtige Rolle im Tätigkeitsfeld einer oralchirurgischen Praxis. Oralchirurgische Eingriffe unter Vollnarkose durch einen Anästhesisten unterliegen technischen und rechtlichen Besonderheiten. Grundsätzlich bestehen wie bei jedem medizinischen Eingriff allgemeine Risiken. Kommen im Einzelfall besondere Risiken hinzu, wird es komplizierter. Muss man aber jede seltene Erkrankung kennen? Inwieweit muss man sich fachlich weitergehend informieren? Kann man verlangen, dass man alle internationalen Veröffentlichungen zur Kenntnis genommen und auf den konkreten Patienten übertragen hat? Was muss der Oralchirurg wissen und verantworten – was der Anästhesist?

Im Zusammenhang mit einer Narkose können Risiken – im schlimms­ten Fall – tödlich sein. Kommt es zu einem Todesfall, brechen unabhängig davon, ob tatsächlich eine objektive Fehlbehandlung seitens des Oralchirurgen und/oder des Anästhesisten vorgelegen hat, auf die Beteiligten eine Vielzahl von existenziellen Bedrohungen ein, deren Ausmaß man sich vorher nicht vorstellen möchte. Nicht nur für die Patienten ist das Geschehen einschneidend und folgenschwer.
Vor einiger Zeit gab es einen vielen sicher bekannten Vorfall, bei dem ein zehnjähriges Mädchen, welches unter einem Williams-Beuren-Syndrom (WBS) litt, nach einem erfolgreich in Anwesenheit eines ­Anästhesisten unter Narkose durchgeführten Eingriffs durch einen Oralchirurgen zu Tode gekommen ist. Presse und Fachleute haben diesen Fall aufgegriffen und bis heute nicht fallengelassen. Wegen der aktuellen Bedeutung für die oralchirurgische Praxis begleitet der BDO ein genau auf dieses Thema abgestimmtes Symposium, bei dem nicht nur Betroffene, Juristen, Gutachter und Sachverständige zu Wort kommen sollen, sondern Raum für Diskussionen mit dem Ziel einer sich entwickelnden gegenseitigen Verständigung zu schaffen. In Fortführung hieraus sollen – langfristig – Ergebnisse, praxisnahe Orientierungsmöglichkeiten für alle und ein breiter ­Rücken gegenüber der Öffentlichkeit geschaffen werden.

Im kommenden Oralchirurgie Journal folgt ein ausführlicher Beitrag von den Juristen, die den Fall begleitet haben (Fachanwälte für ­Medizinrecht Frank Heckenbücker und Prof. Dr. Karsten Fehn).

Foto: © reborn55 - Fotolia.com
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