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Branchenmeldungen 29.01.2018

Unfall oder nicht? Zahn ruiniert nach „knochiger“ Bolognese-Sauce

Unfall oder nicht? Zahn ruiniert nach „knochiger“ Bolognese-Sauce

Knochensplitter in der Hackfleischsoße: Eine Oberländerin trägt einen gespaltenen Molar im Oberkiefer davon. Handelt es sich um einen Unfall? Das Bundesgericht diktiert, wer die Kosten trägt.

Bei Zahnverletzungen, die durch Kauunfälle hervorgerufen werden, stellen sich Krankenversicherungen häufig quer. Betroffene müssen überzeugend darlegen, dass es sich um einen Unfall handelt – beispielsweise mit Beweisstücken. Können sie das nicht, wird der Fall nicht als Unfall eingestuft und Betroffene bleiben auf den Zahnarztkosten sitzen.

So erging es auch einer Frau aus dem Kanton Oberland, wie die Berner Zeitung berichtet. Anfang vergangenen Jahres hatte sie sich beim Verzehr einer Hackfleischsoße einen Molar im linken Oberkiefer ruiniert. Der Übeltäter – ein unentdeckter Knochensplitter. Dieser hatte den Zahn bis zur Wurzel gespalten. Die Versicherung sah sich jedoch nicht in der Leistungspflicht, woraufhin die Oberländerin Einspruch einlegte. Der Fall landete vor dem Verwaltungsgericht.

Doch auch das Gericht urteilte zugunsten der Versicherung. So fehlte es dem Gericht an eindeutigen Belegen, um den Fall als Unfall einstufen zu können. Die Kosten der Zahnbehandlung muss damit die Betroffene selbst tragen. Hätte sie den Knochensplitter aufgehoben, wäre das Verfahren womöglich anders ausgegangen.

Foto: koss13 – stock.adobe.com
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