Branchenmeldungen 25.03.2026

VDDS fördert einheitlichen digitalen Standard eLABZ

VDDS – Mit eLABZ (elektronischer Datenaustausch zwischen zahntechnischen Laboren und Zahnarztpraxen) wird erstmals ein abgestimmter Standard für die digitale Kommunikation im Dentalbereich in Deutschland eingeführt. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI), der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und des Verbandes Deutscher Dental-Softwareunternehmen (VDDS). 

VDDS fördert einheitlichen digitalen Standard eLABZ

Foto: VDDS; Generiert mit KI

Ziel ist es, den Austausch von Auftrags- und Abrechnungsdaten im Bereich der zahntechnischen Versorgung zu standardisieren und zu digitalisieren.

eLABZ knüpft an die Erfahrungen aus dem elektronischen Beantragungs- und Genehmigungsverfahren (EBZ) im Bereich der zahnärztlichen Versorgung an und überträgt das Prinzip strukturierter, digitaler Datensätze auf die Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxen und Dentallabor.

Standardisierte digitale Kommunikation zwischen Praxis und Labor

In der täglichen Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxen und Dentallaboren werden zahlreiche Informationen ausgetauscht – darunter Laboraufträge, zahntechnische Leistungsdaten, Begleitinformationen zu Arbeiten sowie abrechnungsrelevante Daten. Dieser Austausch erfolgt bislang häufig noch papiergebunden oder über unterschiedliche, nicht standardisierte digitale Wege.

Mit eLABZ wird hierfür erstmals ein einheitlicher technischer Standard geschaffen. Dieser ermöglicht es, relevante Informationen strukturiert aus Praxisverwaltungssystemen und Laborsoftware zu erzeugen und digital zwischen den beteiligten Einrichtungen zu übermitteln.

Durch den standardisierten Datenaustausch können Arbeitsabläufe zwischen Zahnarztpraxen und Dentallabor effizienter gestaltet werden. Strukturierte Datensätze erleichtern die Weiterverarbeitung der Informationen in den jeweiligen Softwarelösungen und tragen dazu bei, administrative Prozesse zu vereinfachen und Medienbrüche zu reduzieren.

Sichere Übertragung über Telematikinfrastruktur und KIM

Die Übertragung der eLABZ-Datensätze erfolgt über die Telematikinfrastruktur (TI) des deutschen Gesundheitswesens. Als technischer Kommunikationsdienst wird KIM (Kommunikation im Medizinwesen) genutzt.

Durch die Nutzung der Telematikinfrastruktur profitieren Zahnarztpraxen und Dentallabore von einer rechtssicheren, authentifizierten und verschlüsselten Übertragung von Gesundheitsdaten. Gleichzeitig stellt die Nutzung von KIM sicher, dass die Kommunikation zwischen eindeutig identifizierten Teilnehmern des Gesundheitswesens erfolgt.

Die Einbindung der Dentallabore in die Telematikinfrastruktur bildet daher eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des elektronischen Datenaustauschs zwischen Praxis und Labor.

Gemeinsame Entwicklung von Selbstverwaltung und Industrie

Die Entwicklung von eLABZ ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen den zentralen Akteuren der dentalen Versorgung.

  • Der VDZI vertritt die Interessen der zahntechnischen Meisterlabore und definiert die Anforderungen aus Sicht der zahntechnischen Versorgung.
  • Die KZBV bringt die Anforderungen der zahnärztlichen Versorgung ein.
  • Der VDDS verantwortet die technische Standardisierung der Schnittstellen und unterstützt die Umsetzung in Praxisverwaltungssystemen und Laborsoftware.

Durch diese Zusammenarbeit konnte ein interoperabler Standard entwickelt werden, der sowohl die organisatorischen Abläufe in Zahnarztpraxen als auch die Anforderungen der Dentallabore berücksichtigt.

Digitalisierung der Zusammenarbeit im dentalen Gesundheitswesen

Mit eLABZ wird ein weiterer Baustein für die Digitalisierung der Zusammenarbeit im dentalen Gesundheitswesen geschaffen. Der neue Standard ermöglicht es, Laboraufträge und relevante Informationen künftig strukturiert und digital über etablierte Kommunikationswege des Gesundheitswesens auszutauschen.

Der Verband Deutscher Dental-Softwareunternehmen unterstützt die Implementierung des eLABZ-Standards in den Praxisverwaltungssystemen seiner Mitgliedsunternehmen und trägt damit dazu bei, dass Zahnarztpraxen und Dentallabore die Vorteile des standardisierten digitalen Datenaustauschs künftig in ihren Arbeitsabläufen nutzen können.

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