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Branchenmeldungen 07.11.2013

Weisheitszahn-OP – die Zeit danach

Katja Kupfer
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Auf der Website Weisheitszaehne-op.de wurde jüngst eine Umfrage zum Thema „Schmerzen nach der Weisheitszahn-OP“ durchgeführt. In der Zeit zwischen Juli und Oktober 2013 haben mehr als 700 Besucher Fragen wie „Welches Mittel hat wirklich geholfen?“ oder „Nach wievielen Tagen wurden die Fäden gezogen?“ beantwortet. Erste Ergebnisse zur Studie wurden nun veröffentlicht.

Die Frage wie sehr und wie lange man nach dem Eingriff Schmerzen hat, hängt sicherlich von der Art und Dauer der OP ab und natürlich auch vom Verhalten des Patienten. Die Hinweise und Verhaltensregeln des Zahnarztes helfen dabei, die Schmerzen und auch die Infektionsgefahr zu minimieren.

Ganz schmerzfrei sind danach die wenigsten. Betrachtet man Statistiken zum Thema, so klagen die meisten Patienten zwischen einem und drei Tagen über Schmerzen. Manche leiden bis zu sieben Tage und länger. Hier gilt es jedoch zu beachten, dass meistens die OP im Oberkiefer als unangenehmer empfunden wird und auch schwierigere Entfernungen natürlich mehr Beschwerden danach verursachen. Weisheitszähne werden, soweit möglich minimalinvasiv, also patienten- und gewebeschonend, entfernt. Wenn Ihnen also jemand von sehr großen und langen Beschwerden berichtet, fragen Sie nach dem OP-Ablauf, ehe Sie Angst vor dem eigenen Eingriff entwickeln. Die zugrunde liegende Statistik gibt leider nicht her, ob die Befragten einen schon durchgebrochenen Zahn mit chirurgischer Erweiterung des Zahnfaches entfernt bekamen (Ost1), der Zahn noch komplett im Knochen war und freigelegt werden musste (Ost2) oder gar eine Teilung und chirurgische Freilegung der Wurzeln (Ost3) vonnöten war.

Welche Medikamente helfen am besten?

Zumindest in den ersten Tagen nach der Operation brauchen viele Patienten Schmerzmittel. Dabei sind die Medikamente mehr oder minder geeignet. Am besten fragen Sie Ihren Zahnarzt. Absolut ungeeignet ist etwa Aspirin. Der Wirkstoff in diesem Präparat wirkt blutverdünnend. So kann die Einnahme Nachblutungen verursachen, die ihrerseits wieder das Infektionsrisiko anheben. In der zugrunde liegenden Statistik machten die Patienten mit Ibuprofen 600 die besten Erfahrungen. Der Wirkstoff wirkt nicht nur schmerzlindernd sondern bekämpft auch etwaige Entzündungen. Auch in niedrigeren Dosierungen wird das Medikament von sehr vielen Patienten als hilfreich bewertet. Das Präparat kann Magenbeschwerden auslösen, deshalb sollte ein Magenschutzmittel, etwa ein Mittel gegen Sodbrennen, bei längerer Anwendung mit eingenommen werden. Am wenigsten hilfreich wurden Präparate wie Dolormin und auch Diclofenac empfunden. Unter den homöopathischen Mitteln wurden die besten Erfahrungen mit Arnica Globuli gemacht.

Wann werden die Fäden gezogen?

Diese Frage hängt von der Größe der Operationswunde, ob Drainagen oder Schwämmchen gelegt wurden und zu guter Letzt auch vom Ort der Wunde, also im Oberkiefer oder Unterkiefer, ab. Meist werden die Fäden im Unterkiefer etwas früher gezogen, da im Oberkiefer die OP-Wunde möglicherweise einen Zugang zur Kieferhöhle zulässt. Auch wenn der Boden der Alveole (Zahnfach) geschlossen ist, ist die knöcherne Abgrenzung gegen die Kieferhöhle nur sehr dünn.

In aller Regel werden die Fäden sieben Tage nach dem Eingriff entfernt. So war es auch bei den allermeisten Befragten in der Statistik. Bei einigen wenigen kamen die Nähte schon nach fünf Tagen heraus. Nach 10 oder mehr Tagen wurden bei etwa 6 Prozent bis 11 Prozent der Befragten die Fäden gezogen. Hier können Gründe vorhanden sein wie Nachblutungen oder auch die Notwendigkeit der sogenannten plastischen Deckung, also eines zusätzlichen Verschlusses des Knochenfaches.

Und wie wird es bei mir?

Die Angaben hier geben einen ungefähren Überblick, was auf Sie zukommt, wenn die Weisheitszähne raus müssen. Letztlich ist aber der Ablauf bei jedem Patienten sehr individuell. Fragen wie Wundheilung, Schmerzempfinden, Regenerationsfähigkeit und der tatsächliche Ablauf der Operation sind so individuell wie Sie selbst. Daher können diese Ausführungen sicherlich einen guten Überblick verschaffen, nehmen aber nicht Absolutheit im Ablauf für sich in Anspruch. Mit den Weisheitszähnen können auch Beschwerden wie Kopfschmerzen, diffuse Zahnschmerzen (weil die Weisheitszähne auf ihre Nachbarn drücken) und auch die Gefahr, dass sich der Weisheitszahn im Kiefer entzündet, endgültig der Vergangenheit angehören. Bei den Beschwerden nach der Operation fühlen sich die meisten Patienten von Tag zu Tag besser, und in spätestens zwei Wochen ist die Heilung komplett.

Weitere Details zur Studie finden Sie hier.

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Foto: © psdesign1 - Fotolia.com
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