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Branchenmeldungen 21.05.2013

WID 2013: Wurden die Versprechen gehalten?

WID 2013: Wurden die Versprechen gehalten?

Erfolgreicher Start des neuen WID-Forums. Besucher und Aussteller zeigten sich überwiegend zufrieden.

Am 24. und 25. Mai 2013 veranstaltete der Österreichische Dentalverband die Wiener Internationale Dentalausstellung (WID). Zum 7. Mal fand in der Messe Wien in Halle D die wichtigste Messe für Produktpräsentationen und Wissensaustausch im Dentalbereich in Österreich statt. Nach Angaben des Österreichischen Dentalverbandes (ODV) kamen heuer 3.977 Besucher aus Österreich und dem Ausland. 135 namhafte Aussteller aus Herstellung, Handel und Import aus dem In- und Ausland boten Zahnärzten und Zahntechnikern, Dentalhygienikerinnnen sowie Prophylaxe-und Dentalassistentinnen umfassende und aktuelle Produktinformationen. Erst vor zwei Monaten fand die Internationale Dentalschau in Köln statt. Da nach allgemeiner Einschätzung nur wenige Zahnärzte und Zahntechniker nach Köln reisen, bot die WID 2013 entsprechend die Möglichkeit, den gegebenen Informationsbedarf abzudecken. Im Zentrum der Dentalausstellung standen bewährte CAD/CAM-Technologien, digitale Abformungssysteme mittels intraoralen Scannern, Verfahren und Systeme in der Implantologie, 3-D-Röntgen, Technologien zur Kariesdiagnostik und Parodontitis-Früherkennung sowie biokompatible und bioaktive Dentinersatzmaterialien.

Impressionen aus Wien

Zukunftsorientierte Technologien

Erstmals auf der WID vorgestellt wurde ein professionelles Managementsystem, mit dem (Zahn)-Ärzte Termine bestmöglich und effizient organisieren können. Durch die online-Terminvergabe sollen die Mitarbeiter an der Rezeption entlastet werden und mehr Zeit für andere Aufgaben erhalten. Der Patient kann rund um die Uhr schnell und einfach Termine von der homepage aus vereinbaren. Zusätzlicher Service wird u.a. durch eine Recall- Funktion zur Terminerinnerung oder den (Zahn)- Arzt-Kalender als APP am Smartphone geboten.

Ebenfalls präsentiert wurde eine innovative Therapieoption bei der zahnmedizinischen Behandlung von Entzündung und Schmerz. 9 Jahre Forschung an der TU Wien bilden hierfür die Grundlage. Hochintensives, gepulstes kaltes Rotlicht dringt mittels eines Tiefenstrahlers in das entzündende Gewebe ein und beschleunigt so die postoperative Regeneration. Das Gerät ist mobil einsetzbar.

WID-Informationsforum mit Interesse angenommen

Mit dem WID-Forum bot der Österreichische Dentalverband (ODV) erstmals eine spezielle Form der Orientierungsunterstützung in Form von Vorträgen und workshops namhafter Referenten an. „Die Informationsmöglichkeit durch das WID-Forum wurde sehr gut angenommen. Auch wenn nicht alle Vorträge gleich gut besucht waren, ist dennoch festzuhalten, dass der Start dieses neuen Angebotes von Fachvorträgen sehr erfolgreich war. Gleiches gilt für die Idee der Workshops. Die Idee, den Ausstellern die Möglichkeit zu bieten, den Besuchern auf „3 Ebenen“ – Ausstellung, Vortrag und Hands-on-Kurs – die Produktnutzen zu demonstrieren, wurde sehr positiv aufgenommen“, schlussfolgert Dr. Gottfried Fuhrmann, Präsident des ODV.“

Objetive Ästhetik und CAD/CAM-Systeme in der Diskussion

Im ersten Vortrag präsentierte Zahntechniker Christoph Zobler, Innsbruck, eine effiziente Umsetzung der Press on Metall/Zirkon sowie Lithium Dysilikat Technik in eine hochwertige Keramikversorgung. ZTM Otto Prandtner, München, beantwortete die Frage: Gibt es eine objektive Ästhetik? anhand einer Behandlungsplanung aus zahntechnischer Sicht. ZTM Vanik Kaufmann-Jinoian, Liestal, zeigte in seinem Vortrag, warum Dentallabore in Zukunft nicht auf CAD/CAM Systeme verzichten können. Kaufmann-Jinoian präsentierte dem Zahntechniker anschaulich Wege, wie man sich für ein CAD/CAM System entscheiden sollte und was für Hindernisse und Probleme auf die Betriebe zukommen können.

Nach der Mittagspause gab Priv.-Doz. Dr. Florian Beuer, München, eine Anleitung - basierend auf wissenschaftliche Daten und eigenen Erfahrungen - über die Auswahl keramischer Werkstoffe und Hochleistungspolymere für verschiedene restaurative Indikationen. Dr. Philip Jesch, Wien, präsentierte Behandlungsfälle, bei denen neben den Vorteilen einer präoperativen Diagnostik, präzisen Platzierung oder einfachen Handhabung auch die Verschmelzung der navigierten Implantologie mit Materialise und CAD/CAM Prothetik betont wird. Die präsentierten Fälle gaben einen Vorgeschmack davon, was in den nächsten Jahren Alltag wird. Mit dem neuen Abform-Scansystem „3D FAX“ lässt CADstar ohne großen Umrüstaufwand den bestmöglichen dentaltechnischen Workflow Realität werden. Hierzu stellte ZA ZT Peter Neumeier, Marquartstein, eine Fallstudie vor.

Den 2.Teil bildete ZTM Rudolf Hrdina, Guntramsdorf, zum Thema: Ist Ästhetik sichtbar? und veranschaulicht die Priorität der engen Kooperation zwischen Zahnarzt, Implantologen und Zahntechniker. Schließlich gab Dr. med. Dr. med. dent. Lutz Ritter, seine in der Abteilung für Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirugie der Uniklinik Köln gesammelten wissenschaftlichen Erfahrungen zur Computer-unterstützte Implantologie weiter.  

Die Wahl der Qual: eine Entscheidungsfindung

Vollkeramiksysteme haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Das Forum am Samstag eröffnete Univ.-Prof. Dr. Gerwin Arnetzl, Graz, mit dem Versuch einer idealen Zuordnung von Materialien für unterschiedlichste Indikationsstellungen unter Abwägung von Für und Wider. Dr. Thomas Euler, praktizierender Zahnarzt aus Bludenz, sprach erstmals über seine Investition zu DVT und wie sich das in seiner allgemein zahnärztlichen Ordination vereinbaren liess. Den letzten Vortragsteil bestritten Univ. Prof. DDr. Siegfried Jank, Hall in Tirol, mit einem Vortrag zum Thema „Versorgung von komplexen Fällen mit Southern-Implants Co-Axis Implantaten“ sowie Univ.-Prof. Dr. Georg Mailath-Pokorny, Akademie für Orale Implantologie Wien, zu „10.000 Implantate - Langzeiterfahrung und Risikoanalyse“.

Vinothek und ODV-Party

Alle Besucher konnten an der Vinothek Fachdiskussionen mit der Degustation attraktiver Weinproben verbinden. Auch die ODV Party Night am Freitagabend des ersten Messetages mit Häppchen, Drinks und Livemusik unter dem Motto „The Show must go on“ war bestens bis Mitternacht besucht. „Die gut besuchte ODV-Vinothek und die Stimmung bei der ODV-Party haben gezeigt, dass das Messeangebot gut gewählt und gerne angenommen wurde. Aussteller und Besucher zeigten sich überwiegend sehr zufrieden. Anerkennung fand die bewährte gute Organisation der Ausstellung und jetzt auch des WID-Forums“, resümiert ODV-Präsident Dr. Gottfried Fuhrmann. Neue Wege zu gehen, versprach Fuhrmann und diese Zusage wurde gehalten.

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