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Branchenmeldungen 08.10.2018

„Wieviel Chirurgie braucht die Zahnheilkunde?!“

„Wieviel Chirurgie braucht die Zahnheilkunde?!“

Vom 4. bis 6. Oktober fand im Linzer Palais des Kaufmännischen Vereins der diesjährige Österreichische Zahnärztekongress statt. Rund 700 Teilnehmer waren beim 43. Jahreskongress dabei.

Die veranstaltende Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Oberösterreich sowie Kongresspräsident Prim. DDr. Michael Malek, Vorstand der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Kepler Universitätsklinikum Linz, luden für drei Tage in die oberösterreichische Landeshauptstadt ein, um die Frage „Wieviel Chirurgie braucht die Zahnheilkunde?!“ und somit auch die Möglichkeiten zwischen konservativen und invasiven Therapieoptionen im Spektrum der Zahnheilkunde zu diskutieren.

Wissenschaftsprogramm

Besonderes Augenmerk legte die wissenschaftliche Kommission bei der Zusammenstellung des Programms auf den direkten Praxisbezug, d.h. auf die Umsetzbarkeit der Themen in den zahnärztlichen Alltag.

Bei herrlichem Herbstwetter startete der 43. Österreichische Zahnärztekongress am Donnerstagmittag. Im Festvortrag „Damit die Zähne etwas zu beißen haben!“ zeigte Mag. Werner Gruber auf recht humorvolle Art auf, was er unter gutem Essen und dessen perfekter Zubereitung versteht.

Danach begannen die wissenschaftlichen Vorträge in den verschiedenen Sektionen, u.a. zu Medikamentenassoziierten Kiefernekrosen, Koagulopathien, NNH Chirurgie oder zu Orthodontie und Dysgnathiechirurgie. Groß war die Anzahl der Referenten bei den freien Vorträgen: 13 Beiträge zu unterschiedlichsten Themen wurden am Donnerstag und fünf Vorträge am Samstag im Blauen Saal geboten.

Der Freitag und der Samstag standen ganz im Zeichen von Implantologie, Endodontie, Parodontologie, Forensik, Ganzheitlicher und Kinderzahnheilkunde. Referenten aus Aschach, Attnang-Puchheim, Bregenz, Gleisdorf, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Krems, Kumhausen, Langenlois, Linz, Purkersdorf, Rheinfelden, Ried, Salzburg, Steyr, Tulln, Vöcklabruck, Wels, Wien und Zeltweg, aber auch aus London, Basel und Zürich sowie aus Colditz, Großhabersdorf, Hannover, Köln, München, Sulzbach-Rosenberg, Troisdorf, Tutzing und Zschadraß informierten über Bewährtes und Neues aus ihren Fachdisziplinen, hinterfragten die Themen aber auch kritisch und regten zu kontroversen Diskussionen an.

Workshops

Begleitend zum wissenschaftlichen Vortragsprogramm wurden an allen drei Tagen in Workshops die aktuellsten Inhalte der Zahnheilkunde mit hoher Praxisrelevanz sowohl für Zahnärzte als auch für Assistentinnen behandelt. Schwerpunktmäßig beschäftigten sich die Teilnehmer dieser Kurse u.a. mit Notfallmedizin, der validierten Instrumentenaufbereitung, Mundakupunktur, Kommunikation, Prophylaxe, Dentalfotografie, iTop und der Piezochirurgie.

Ein Highlight am späten Donnerstagnachmittag war hier die Präsentation der zahnärztlich relevanten Anatomie mittels Cinematic Rendering in einer 8K-Projektion im Deep Space des Ars Electronica Centers, dem sogenannten „Museum der Zukunft“, in Linz-Urfahr.

Rahmenprogramm

Traditionsgemäß bestand an beiden Kongressabenden die Möglichkeit, am offiziellen Rahmenprogramm des Zahnärztekongresses teilzunehmen. Am Donnerstag gab es zwei Optionen: den Abendempfang im Skyloft Ars Electronica Center oder den Besuch in der Liedl Rolex Lounge in der Linzer Landstraße.

Am Freitag fand der große Galaabend des Zahnärztekongresses im Schloss Linz statt, der musikalisch vom singenden Zahnarzt Johnny M. und seiner Band The Toothbreakers begleitet wurde. Das Schloss steht auf einer Anhöhe über dem Altstadtviertel von Linz direkt an der Donau und erlaubt einen beeindruckenden Blick über die oberösterreichische Landeshauptstadt. 200 Gäste erlebten hier einen stimmungsvollen Abend.

Dentalausstellung

In der kongressbegleitenden Dentalausstellung mit 77 Ausstellern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz – von A wie ACTEON bis Z wie ZPP Dentalmedizintechnik – erhielten die Teilnehmer in gewohnter Weise ausführliche Informationen zu aktuellsten Entwicklungen und technischen Innovationen.

Fazit

Der 43. Österreichische Zahnärztekongress in Linz bot den Teilnehmern neben einem umfassenden Programm mit zahlreichen wissenschaftlichen Vorträgen und Workshops vor allem auch die Möglichkeit, sich mit Kollegen auszutauschen und von deren Erfahrungen zu partizipieren. Viele Kollegen haben sich in Linz schon zum nächsten Österreichischen Zahnärztekongress 2019 in Villach verabredet. Das Generalthema des von der Landeszahnärztekammer Kärnten organisierten 44. Jahreskongresses – „Über den Tellerrand“ – verspricht vielfältige Beiträge zu unterschiedlichsten Themen.

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