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Branchenmeldungen 12.10.2017

Österreichs Zahnärzte trafen sich zum Jahreskongress in Innsbruck

Österreichs Zahnärzte trafen sich zum Jahreskongress in Innsbruck

„Wissen. Strategien. Lösungen.“ Der 42. Österreichische Zahnärztekongress fand vom 28. bis 30. September in Tirol statt.

Heuer traf man sich Ende September in der Tiroler Landeshauptstadt, um der wichtigsten dentalen Fachveranstaltung des Jahres, dem 42. Österreichischen Zahnärztekongress, beizuwohnen. Das erste Mal seit acht Jahren lag die Organisation wieder in den Händen des Vereins Tiroler Zahnärzte. Knapp 700 Teilnehmer sowie zahlreiche namhafte Referenten aus dem In- und Ausland kamen im Congress Innsbruck zusammen, um sich unter dem Motto „Wissen. Strategien. Lösungen.“ aktuellen Fragestellungen in der Zahnmedizin zu widmen.
Ebenfalls wurde den Besuchern eine umfangreiche Dentalausstellung geboten, die, den baulichen Gegebenheiten des Congress Innsbruck Rechnung tragend, auf drei Ebenen stattfand.

Kongresseröffnung

Zur feierlichen Kongresseröffnung im Saal Tirol, die musikalisch vom Duo Da Chara begleitet wurde, begrüßte der Präsident des Vereins Tiroler Zahnärzte, Univ.-Prof. Dr. Adriano Crismani, die angereisten Kol­legen zur dreitägigen Veranstaltung.

Anschließend übernahmen Dr. Walter Keidel, Präsident der ÖGZMK, der Tiroler Landesrat Bernhard Tilg (per Videobotschaft) und MR Dr. Thomas Horejs, Generalsekretär des ZIV, das Wort und wünschten dem Kongress viel Erfolg und lobten das hohe Fortbildungsniveau der österreichischen Zahnärzte.

Die Eröffnung bot auch den würdigen Rahmen für die Über­reichung der Ehrenmitgliedschaft der ÖGZMK an Univ.-Prof. DDr. Michael Rasse aus Innsbruck und an MR DDr. Johannes Kirchner aus Wien.

Wissenschaftsprogramm

Gleich im Anschluss an die Eröffnung wurde in den Sälen Tirol, Innsbruck, Strassburg und Brüssel das anspruchsvolle und breit gefächerte wissenschaftliche Programm gestartet. Das diesjährige Angebot reichte von Vorträgen zu Zahner­haltung, Endodontie, Traumatologie, KFO, Gerostomatologie, Prothetik, Gnathologie, Parodontologie, Kinderzahnheilkunde, Implantologie und Implantatprothetik über Referate zu Infektologie, Forensik und Werkstoffkunde bis hin zu Beiträgen zur Psychosomatik und ganzheitlicher Zahnheilkunde.

Einen überaus interessanten Querschnitt durch die Zahnmedizin boten auch die jeweils 12-minütigen Kurzvorträge, die sowohl von Nachwuchs- als auch von gestandenen Wissenschaftlern präsentiert wurden.

Weit über 100 Referenten und Moderatoren aus der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein und Österreich trugen mit ihrem Wissen, ihrem Know-how und ihren Erfahrungen dazu bei, den Teilnehmern einen Mehrwert für ihre tägliche Arbeit mit auf den Weg zu geben.

Um nur einige Beiträge der dreitägigen Veranstaltung herauszugreifen: Am Donnerstagnachmittag sprachen MR DDr. Gerhard Kreyer über „Psychosomatische Aspekte alternativer und komplementärer Heilverfahren“ und Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz über „CAD/CAM in der festsitzenden Prothetik“. Gleichzeitig standen im Saal Innsbruck Zahnerhaltung und Endodontologie im Mittelpunkt – hier seien die Beiträge „Moderne Diagnostik und Therapie im Frühstadium der Karies“ von PD Dr. Alexander Welk und „Glide Path Management: A critical step before shaping“ von Prof. Dr. Pierre Machtou erwähnt.

Am Freitag informierte u. a. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Graninger über „Infektionen der Mundhöhle/des Zahnapparates und Antibiotika­prophylaxe“, PD Dr. Gerlig Widmann sprach über „Guided Surgery in der oralen Implantologie – Wie genau ist sie wirklich?“ und Univ.-Prof. Dr. Kurt Ebeleseder beantwortete die Frage: „Zahntrauma: Wann Chirurgie und wie viel?“. Beim Nachmittagsblock zur „Ganzheit­lichen Zahnheilkunde“ referierte u. a. Dr. Andreas Oberhofer zu „CMD und das biothermische Feld des Menschen“.

Am letzten Kongresstag ging es dann auch um die Grundlagenforschung. Prof. Dr. Kamal Mustafa erläuterte „Stem cells in augmentative procedures“ und Univ.-Prof. Dr. Reinhard Gruber widmete sich der „Oralen Biologie“. Die Prothetik bildete den Abschluss des Kongresses im Saal Tirol – das Schlusswort hatte hier Univ.-Prof. DDr. Herbert Dumfahrt, der sich und die Zuhörer fragte: „30 Jahre Vollkeramik – eine Erfolgsgeschichte?“ Mit der Kinderzahnheilkunde und „Restaurativen Therapiekonzepten in der Kinderzahnheilkunde“ beschloss Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes den Kongress im Saal Innsbruck.

Sowohl am Freitag als auch am Samstag wurde das ZAss/PAss Fortbildungsprogramm der Österreichischen Zahnärztekammer angeboten.

Workshops

Teilnehmer der Workshops erhielten am Donnerstag und Frei­tag praktische Fortbildung. Von „Wissen und Lösungen: Kiefer­gelenk – Ostheopathie – Akupunktur“ unter der Leitung von DDr. Irmgard Simma bis hin zur „Umsetzung des chirurgisch-prothetisch digitalen Workflows im Ordinationsablauf“ mit Univ.-Prof. DDr. Werner Zechner wurde ein breites thematisches Spektrum abgedeckt.

Drei Tage mit einem erstklassigen Wissenschaftsprogramm garantierten den Teilnehmern, informierter, klüger, erfahrener und sachverständiger die Heimreise anzutreten und mit „Wissen. Strategien. Lösungen“ am Montag wieder in den Berufsalltag einzusteigen.

Save the date

„Wie viel Chirurgie braucht die Zahnheilkunde?!“ Unter diesem Generalthema findet vom 4. bis 6. Oktober 2018 der 43. Österreichische Zahnärztekongress im Palais Kaufmännischer Verein in Linz statt. 

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