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Branchenmeldungen 13.11.2017

Zahnarztpraxis wird über ein Jahr von Patient terrorisiert

Zahnarztpraxis wird über ein Jahr von Patient terrorisiert

In Leverkusen musste sich eine Zahnarztpraxis mehr als ein Jahr lang mit einem ehemaligen Patienten herumärgern. Der Mann terrorisierte die Praxis mit Anrufen sowie Besuchen und bedrohte sogar Mitarbeiterinnen. Aktuell wird der Fall vor dem Kölner Landgericht verhandelt.

Wie der Leverkusener Anzeiger berichtete, leidet der Angeklagter unter einer drogeninduzierten Psychose. Ausgelöst wurden seine terroristischen Taten wahrscheinlich durch den Praxiswechsel seiner behandelnden Zahnärztin. Aus Datenschutzgründen erfuhr er nicht, in welche Praxis sie wechselte. Damit wollte sich der psychisch kranke Patient nicht abfinden und terrorisierte seine ehemalige Zahnarztpraxis erst mit Drohanrufen und zahlreichen Besuchen, später kam es sogar zu Hausfriedensbruch und tätlichen Übergriffen auf Mitarbeiterinnen.

80 Taten haben sich so in den rund anderthalb Jahren angehäuft, die dem Angeklagten derzeit am Kölner Landgericht vorgeworfen werden. Seit März dieses Jahres sitzt er bereits in der geschlossenen Abteilung eines Landeskrankenhauses, im Falle einer Verurteilung käme er dauerhaft in die Psychatrie.

Foto: fpic – stock.adobe.com
Urteil des Landesgerichts Köln

Das Urteil gegen den 33-jährigen Angeklagten ist in Köln gefallen: Der Mann, der über ein Jahr eine Zahnarztpraxis in Leverkusen mit Drohanrufen, Sachbeschädigungen und tätlichen Angriffen gegenüber Mitarbeiterinnen terrorisierte, wurde aufgrund seines geistigen Zustandes von allen Anklagepunkten freigesprochen. Da der psychiatrische Sachverständige aber davon ausgeht, dass der ehemalige Patient in Freiheit auch weiter Straftaten begehen wird, ordnete das Landgericht Köln die Einweisung in die Psychiatrie an, in der der Mann dauerhaft verbleiben muss.

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