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Branchenmeldungen 28.08.2017

Augsburger Zahnarzt muss schlechte Google-Bewertung dulden

Augsburger Zahnarzt muss schlechte Google-Bewertung dulden

Das Landgericht Augsburg hat entschieden, dass ein Zahnarzt eine Ein-Punkt-Bewertung seiner Praxis bei der Suchmaschine dulden muss, da es sich um eine Meinungsäußerung handelt.

Anfang 2016 vergab ein Nutzer für die Praxis die niedrigst mögliche Bewertung, einer von fünf Sternen, woraufhin der Zahnarzt Google zu deren Löschung aufforderte. Auf Googles Weigerung hin reichte er Klage ein. Das Landgericht urteilte nun, dass es sich bei der Ein-Stern-Bewertung, die keine Begründung umfasste, um eine zulässige Meinungsäußerung handele, zudem das Persönlichkeitsrecht des Zahnarztes nicht verletzt werde. Der Suchmaschinen-Konzern wurde außerdem darin bestätigt, die Nutzerdaten nicht herausgegeben zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Für Zahnärzte und Patienten sind Nutzerbewertungen im Internet ein wichtiger Mittler. Laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom vom Jahresanfang, die von den Ergebnissen einer Umfrage unter jameda-Nutzern bestätigt wird, beachten mehr als 60 Prozent der Verbraucher die Bewertungen anderer Nutzer für die Entscheidungsfindung.

Quelle: Augsburger Allgemeine

Foto: Rawpixel.com - stock.adobe.com
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