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Branchenmeldungen 16.10.2018

ZFA-Ausbildung auf dem Prüfstand: Ergebnis mangelhaft

ZFA-Ausbildung auf dem Prüfstand: Ergebnis mangelhaft

Von Vergütung bis Arbeitszeiten – im aktuellen Ausbildungsreport 2018 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) beurteilen Azubis diverse Kriterien ihrer Ausbildung. Demnach sind angehende Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) eher unzufrieden.

Im Ausbildungsreport 2018 der DGB-Jugend wurden Einschätzungen von knapp 15.000 Auszubildenden, die derzeit in den 25 am stärksten frequentierten Ausbildungsberufen lernen, ausgewertet. Die Befragung erfolgte schriftlich und beinhaltete die vier Kategorien Arbeitszeit, Ausbildungsvergütung, fachliche Qualität im Betrieb sowie die persönliche Beurteilung der Ausbildung. Besonderes Augenmerk wurde in diesem Jahr auf die Arbeitszeit gelegt.

Der Ausbildungsberuf zur ZFA hat neben Tischler, Friseur, Fachverkäufer Lebensmittelhandwerk und Hotelfachmann am schlechtesten abgeschnitten. Insbesondere das Thema Überstunden scheint eine große Rolle zu spielen. Knapp die Hälfte der Auszubildenden gab an, für geleistete Überstunden keinen Ausgleich – weder finanziell noch zeitlich – zu erhalten.

In Bezug auf die persönliche Beurteilung, in der unter anderem die korrekte Behandlung, Über- bzw. Unterforderung und Erholung in Freizeit abgefragt wurden, wurde die ZFA-Ausbildung am schlechtesten bewertet. So haben rund 45 Prozent der Auszubildenden Schwierigkeiten, sich in ihrer Freizeit zu erholen. Während in anderen Berufen sich ca. 15 Prozent der Befragten unter- oder überfordert fühlen, sind es unter den Zahnmedizinischen Fachangestellten mehr als ein Drittel. Ein Fakt, der sich ebenfalls negativ auf die Zufriedenheit auswirkt.

Die fachliche Qualität, bei der es um die Einhaltung des Ausbildungsplans, ausbildungsfremde Tätigkeiten, Vorhandensein des Ausbilders und Erklärung von Arbeitsabläufen geht, wurde besser bewertet und findet sich im Mittelfeld wieder.

Auf die Frage, ob es sich bei der Ausbildung auch um den Wunschberuf handelt, antworteten nur 17,7 Prozent der ZFA-Azubis mit „ja“.

Foto: Tierney – stock.adobe.com
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