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Branchenmeldungen 08.02.2019

Kreative Stellenanzeige: „5 fleißige männliche ZFA oder 1 weibliche ZFA“

Kreative Stellenanzeige: „5 fleißige männliche ZFA oder 1 weibliche ZFA“

Getreu dem Motto: „Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“ hat ein Zahnarzt aus Halle (Westfalen) eine ganz besondere Stellenanzeige geschaltet, um die kritische personelle Lage der Praxis zu entschärfen.

Kritisch ist der Personalnotstand nicht nur in der Hallenser Zahnarztpraxis – deutschlandweit hat sich der Mangel an Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) weiter verschärft. Viele Praxen suchen händeringend nach Personal, um sowohl Patientenbetreuung als auch organisatorische Aufgaben gewährleisten zu können. Bei der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit 1.600 offene Stellen für ZFA gelistet, wie die Neue Westfälische berichtet.

Da bisherige Stellenanzeigen – selbst überregional – keine Früchte getragen hatten, griff ein Zahnarzt aus Halle kurzerhand zu einer eher unkonventionellen Stellenausschreibung. Er versucht derzeit Personal mit folgenden Worten zu locken: „Wir suchen ab sofort 5 fleißige männliche ZFA oder 1 weibliche ZFA. Wenn du Lust an deinem Job hast, Schnick, Schnack, Schnuck um die Assistenz einer Behandlung spielen oder du den Fluchtwagen nach praxisinternen Kinoabenden fahren möchtest, dann bist du bei uns genau richtig.“

Dass der Zahnarzt keine fünf ZFAs finden wird – und schon gar keine männlichen – ,ist ihm durchaus bewusst. Die Anzeige, die vielmehr als Hilferuf denn als Scherz zu verstehen ist, soll einfach Aufmerksamkeit erregen. Das scheint zumindest schon mal gelungen. Er hofft, dass er mit der guten Stimmung im Team, das gern auch den Feierabend miteinander verbringt, punkten kann. Zudem bietet er seinen zukünftigen Mitarbeiterinnen Tariflohn. Keine Selbstverständlichkeit: In Deutschland erhält circa jede fünfte ZFA lediglich Mindestlohn, 39 Prozent werden unter Tarif bezahlt.

Foto: Sergey Nivens – stock.adobe.com

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