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Branchenmeldungen 09.06.2018

Die Zukunft im Blick: 6. Prophylaxe-Symposium von CP GABA

Die Zukunft im Blick: 6. Prophylaxe-Symposium von CP GABA

Einmal im Jahr veranstaltet CP GABA seine Fortbildungsveranstaltung für Zahnärzte/-innen und ihre Teams. In diesem Jahr fand das Prophylaxe-Symposium bereits zum sechsten Mal statt. Am 8. und 9. Juni lud das Unternehmen ins pentahotel Leipzig ein. Das diesjährige Treffen stand unter dem Motto „Zukunft der Zahnmedizin – Mundgesundheit im Fokus“ und reichte von breit gestreuten Themen aus den Bereichen der Kinder- und Jugendzahnmedizin über Implantologie und Prophylaxe bis hin zu Kieferorthopädie, Praxismanagement und Seniorenzahnmedizin. Den rund 120 Teilnehmern standen namhafte Referenten mit informativen Vorträgen und für Diskussionen zur Verfügung. Zudem wurden neun Fortbildungspunkte vergeben.

Am frühen Freitagnachmittag begrüßte Dr. Marianne Gräfin v. Schmettow (Scientific Affairs Manager CP GABA) die zahlreichen Teilnehmer zur diesjährigen Veranstaltung. Neben der Vielfältigkeit der Vorträge betonte sie auch die Möglichkeit, im „Meet & Talk“ mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Zudem gibt es für die Teilnehmer die Möglichkeit, interaktiv an den Vorträgen teilzunehmen und Fragen zu den Beiträgen unmittelbar an die Referenten am Ende der Präsentationen zu richten und zugleich Fragen der Referenten zu beantworten.

Impressionen vom 6. Prophylaxe-Symposium

Prof. Dr. Dragana Seifert/Hamburg startete mit der wichtigen, jedoch bisher wenig diskutierten Thematik „Die Zahnarztpraxis als Anlaufstelle bei häuslicher Gewalt“. Ihr Ziel war es, Hilfestellung zu geben, wie man Zeichen häuslicher Gewalt gerade im Bereich des Kopfes, Gesichts und Mundes erkennt und wie man reagieren und helfen kann. Prof. Dr. Reiner Mengel/Marburg schloss sich mit seinem Vortrag unter dem Titel „Implantate und Prophylaxe – alles wie üblich?“ an und widmete sich den in der Leitlinie zur Kariesprophylaxe (AWMF) empfohlenen Maßnahmen und stellte sie im Hinblick auf ihre Effizienz in Bezug auf entzündliche periimplantäre Erkrankungen dar. Dabei erklärte er, welche Prophylaxemaßnahmen am Implantat wirklich helfen. „Industrie und Behandlungsteam müssen Hand in Hand arbeiten, gerade für die Aufgaben, die in der Zahnmedizin auf uns warten“, betonte der Referent bei seinem Fazit und gleichzeitig Ausblick.

Erfahrungsaustausch im „Meet & Talk“

Nach einer kurzen Pause ging es mit dem Block „Meet & Talk“ weiter. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, aufbauend auf den Vorträgen, mit Referenten und Experten die dargestellten Fälle zu diskutieren oder selbst Fragen aus dem Praxisalltag zu stellen. An drei separaten Tischen wurde jeweils ein ausgewähltes Thema diskutiert. DH Sabrina Dogan/Mauer betreute die Gesprächsrunde „Prophylaxe und Implantate in der Praxis“. Houma Kustermann und Sybille van Os-Fingberg/Rottweil gingen auf ein Praxiskonzept im Zusammenhang mit Pädagogik ein. Dabei stellten sie das Konzept „Dentropia“ vor, das es bereits seit 14 Jahren gibt und gezielt dabei hilft, zahnmedizinisches Fachpersonal beispielsweise für die sog. „soft skills“ zu sensibilisieren oder Prophylaxemaßnahmen gezielt für Kinder und Jugendliche durchzuführen. Dr. Ilse Weinfurtner/Detmold stieß das Thema der mobilen Zahnarztpraxis an und wie dadurch Zahnmedizin in einer immer älter werdenden Gesellschaft flächendeckend ermöglicht werden kann. Dabei nutzten die Referentinnen auch Instrumente aus dem Praxisalltag und sprachen Empfehlungen aus.

Im zweiten Teil des Vortragsblocks ging Dr. Michael Schneider/Therwil (Schweiz) der Frage „Zahnpasta – mehr als Alchemie?“ nach. Dabei standen vor allem die Inhaltsstoffe im Mittelpunkt. „Sie sollen nach meinem Vortrag eine Zahnpasta anders ansehen“, so der Referent. Er informierte nicht nur über die verschiedenen Zahnpasten und ihre Zusammensetzung, sondern zeigte auch, welche Bestandteile wirklich helfen. Die Teilnehmer konnten so wichtige Hinweise mitnehmen, wenn sie den Patienten in der Praxis Zahnpasten empfehlen. Zum Abschluss der Vortragsreihe zeigte Dr. Anna Plaumann/Kiel wie erfolgreiche Prophylaxe in der Kieferorthopädie gelingt. Dabei ging sie auf viele verschiedene Beispiele von festsitzenden und herausnehmbaren Apparaturen ein. In allen Fällen gilt, dass „der Kieferorthopäde mit dem Hauszahnarzt zusammenarbeitet“, betonte Dr. Plaumann. Zudem gab sie nützliche Tipps, welche Zahnpflegeprodukte sich für die Mundhygiene in der Praxis und zu Hause eignen.

Bevor der erste Symposiumstag endete fragte Frau Dr. v. Schmettow noch nach einem ersten Feedback. Dieses fiel fast durchweg positiv aus. Nach diesem ersten sehr informativen Tag lud CP GABA zur angeregten (weiterführenden) Diskussion und kollegialem Austausch ins Palmenhaus des Zoos Leipzig ein. Zudem konnten sich die Teilnehmer nach dem erfolgreich beendeten ersten Symposiumstag bei einer Führung durch den Zoo die Beine vertreten.

Von MIH bis zur mobilen Praxis

Im zweiten Block am Samstag standen die aktuellen Probleme der Kinder- und Jugendzahnmedizin sowie der Seniorenzahnmedizin im Fokus. Prof. Dr. Jan Künisch/München eröffnete die Vortragsreihe mit dem aktuell sehr brisanten Thema Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH). Er ging dabei auf das klinische Erscheinungsbild sowie die Ursachen ein, bot aber auch Überlegungen für Therapiemethoden. „Wenn wir über restaurative Maßnahmen reden, dann nur, wenn wir einen Schmelzeinbruch sehen“, betonte Prof. Dr. Künisch beim Aspekt der Therapie, sagte aber auch, dass „wir modifizierte Methoden brauchen“. Non-invasiv, direkte adhäsive und indirekte Restaurationen je nach Schweregrad der MIH wurden dabei vom Referenten unter Einbezug eigener Erfahrungen vorgestellt.

Dr. Sonja Sälzer/Kiel widmete sich im Anschluss der „Dentinhypersensibilität und Lebensqualität“. Die Referentin ging dabei auf die Therapiemethoden anhand der unterschiedlichen Symptomatik und Ursachen ein und stellte Produkte vor, welche sich bei Dentinhypersensibilität eignen. Während ihres Vortrags stellte sie auch Fragen an das Publikum.

Zum Abschluss der zweiten Vortragsreihe zeigte Prof. Dr. Ina Nitschke/Zürich (Schweiz), wie man in einer immer älter werdenden Gesellschaft mit Patienten im fortgeschrittenen Alter richtig umgeht, (zahn)medizinisch betreuen kann und welche Anforderungen sich für den Zahnarzt und sein Team ergeben. „Wir müssen daran arbeiten, die ältere Bevölkerung stärker in unsere Gesellschaft zu integrieren“, so die Referentin. Ihr Vortrag widmete sich nicht nur der Behandlung älterer Menschen, sondern auch dem Umfeld, angefangen vom Weg zur und von der Praxis bis hin zur Mundhygiene zu Hause oder im Pflegeheim. Dabei ging sie auch auf die mobile Pflege ein. „Zwei wichtige Faktoren sind außerdem die Vorsorgediagnose und Nachsorgekompetenz“, betonte Prof. Dr. Nitschke weiterhin die Wichtigkeit der Patientensituation und die Einbindung von Angehörigen und Betreuern.

Diskussionsrunde am „Round Table“

Während der beiden Symposiumstage hatten die Teilnehmer Zeit, Fragen für die Referenten abzugeben. Zum Abschluss des Symposiums wurden diese dann im Rahmen eines „Round Table“ beantwortet. Dieses Angebot wurde von den anwesenden Zahnärzten/-innen und ihren Mitarbeiter/-innen dankbar genutzt. Das 6. CP GABA Prophylaxe-Symposium endete mit sehr positiver Resonanz und machte Lust auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Foto: OEMUS MEDIA AG
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