Wissenschaft und Forschung 10.04.2026

Marginaler Knochenverlust erhöht Risiko endodontischer Komplikationen



Marginaler Knochenverlust erhöht Risiko endodontischer Komplikationen

Foto: Destina – stock.adobe.com

Eine aktuelle Untersuchung im Journal of Endodontics kommt zu dem Schluss, dass parodontale und endodontische Erkrankungen enger miteinander verknüpft sind. Das Team um Xavier-Fructuós Ruiz von der Universitat Internacional de Catalunya in Barcelona ging der Frage nach, ob die Schwere einer marginalen Parodontitis Einfluss auf das Risiko einer apikalen Parodontitis in bereits wurzelbehandelten Zähnen hat.1

Dafür wurden mehr als tausend endodontisch behandelte Zähne über einen Zeitraum von zwei Jahren radiologisch ausgewertet. Der Knochenabbau wurde dabei in vier Stufen eingeteilt, normal, mild, moderat und schwer. Anschließend wurde geprüft, in welchem Maß sich periapikale Läsionen entwickelt hatten. Während bei normalem oder mildem Knochenverlust nur wenige Prozent der Zähne betroffen waren, zeigte sich bei moderatem Abbau bereits ein rund achtfach erhöhtes Risiko, bei schwerem Knochenverlust sogar ein mehr als vierzigfaches. Dabei wiesen Personen, die regelmäßig rauchten, eine mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit auf, dass sich an wurzelkanalbehandelten Zähnen eine apikale Parodontitis entwickelte. Rauchen sei dabei ein zusätzlicher assoziierter Faktor, so die Autoren. Sie wiesen eine mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit auf, dass sich an wurzelkanalbehandelten Zähnen eine apikale Parodontitis entwickelte.

1 Xavier-Fructuós Ruiz, Fernando Duran-Sindreu, Milous Snijders, Leslie Elenbass, Hagay Shemesh, Juan Gonzalo Olivieri, Association between Apical Periodontitis and the Severity of Marginal Periodontitis in Root Canal-treated Teeth: A Retrospective Cohort Study, Journal of Endodontics, 2025, https://doi.org/10.1016/j.joen.2025.08.014.

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