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Wissenschaft und Forschung 26.06.2019

Atembeschwerden: Was hat Parodontitis damit zu tun?

Atembeschwerden: Was hat Parodontitis damit zu tun?

Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes sind nur einige der Erkrankungen, die bereits durch diverse Untersuchungen mit Parodontitis in Verbindung gebracht werden konnten. Wie eine aktuelle Studie zeigt, geht die Liste weiter.

Die chronische Parodontitis (CP) zählt insbesondere mit steigendem Alter zu den häufigsten chronischen Entzündungserkrankungen. Daher ist es wenig verwunderlich, dass CP vermehrt Gegenstand der Forschung ist. Im Fokus steht dabei nicht nur der Zahnerhalt, sondern vor allem das Wechselspiel mit dem gesamten Organismus.

Wissenschaftler der Queen's University Belfast bringen nun eine bisher unbeachtete Verbindung ins Spiel. Ihnen gelang es, einen Zusammenhang zwischen CP und verminderter Atemfunktion aufzudecken. Die Ergebnisse veröffentlichten sie im Journal of Clinical Periodontology.

Sie untersuchten insgesamt 1.380 Männer zwischen 58 und 72 Jahren aus Nordirland. Allesamt wurden einer parodontalen Untersuchung unterzogen. Daneben wurden die Studienteilnehmer angehalten, einen umfassenden Fragebogen auszufüllen. Darin wurden Angaben zur Krankengeschichte, zum demografischen und sozialen Hintergrund sowie zum Tabakkonsum abgefragt.

Die Analyse der Daten erfolgte anhand der mehrfach linearen Regression, einem statistischen Mittel, das Korrelationen zwischen mehreren Variablen ermittelt. Bei Männern mit CP stellte das Team ein signifikantes Auftreten von Atembeschwerden fest.

Wie die Verbindung genau zustande kommt, dem sollte in weiterführenden Studien nachgegangen werden.

Foto: beeboys – stock.adobe.com

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