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Wissenschaft und Forschung 08.10.2019

Immer weniger Patienten sterben an Kopf-Hals-Tumoren

Immer weniger Patienten sterben an Kopf-Hals-Tumoren

Aktuellen Statistiken zufolge nimmt die Zahl der Neuerkrankungen von Plattenepithelkarzinomen im Kopf- und Halsbereich stetig zu. Wie eine kürzlich veröffentlichte Studie jedoch zeigt, werden die Patienten immer älter. Die Zahl der über 80-Jährigen ist in den vergangenen 40 Jahren von knapp vier Prozent auf rund ein Drittel gestiegen. Demgegenüber hat die Mortalität deutlich abgenommen – insgesamt ist sie um 70 Prozent gesunken.

Australische Wissenschaftler haben die Daten von ca. 1.300 Patienten, die zwischen 1980 und 2017 in Behandlung waren, untersucht. Auffallend ist der hohe Anteil an Männern, der bei 85 Prozent lag. Die Patienten, von denen 80 Prozent Tumore im Stadium IV hatten, waren im Schnitt 73 Jahre alt.

In der Analyse wurden drei verschiedene Therapieformen einbezogen: Drei Viertel der Patienten erhielten nach der operativen Entfernung des Tumors eine adjuvante Bestrahlung, sechs Prozent eine Radiochemotherapie und knapp ein Fünftel wurde ausschließlich operiert.

Der Vergleich mit dem Referenzzeitraum 1980–1989 zeigte, dass sich die Überlebensrate kontinuierlich verbesserte. Zum Zeitraum 1990–1999 war die Mortalität um mehr als die Hälfte gesunken, zwischen 2010 und 2017 war sie um 70 Prozent zurückgegangen. Allerdings mussten die Forscher feststellen, dass die Sterberate ab dem Zeitraum 2000–2009 stagnierte. Sie vermuten, dass dies ein Indiz für die Grenzen der Krebstherapie sei.

Die Studie ist im Journal of the Sciences and Specialties of The Head and Neck erschienen.

Foto: Andrey Popov – stock.adobe.com

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