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Wissenschaft und Forschung 28.08.2019

Profisportler haben trotz guter Zahnputzroutine schlechte Zähne

Profisportler haben trotz guter Zahnputzroutine schlechte Zähne

Längst haben Studien bewiesen, dass sich eine unzureichende Mundhygiene negativ auf die sportliche Leistung von Spitzenathleten auswirken kann (ZWP online berichtete). Eine neue Studie, die jetzt im British Dental Journal vorgestellt wurde, unterstreicht erneut – unabhängig von einer optimalen Zahnputzroutine – den negativen Einfluss von Sportgetränken oder Nahrungsergänzungsmitteln, wie sie im Spitzensport zum Einsatz kommen, auf die Mundgesundheit von Leistungssportlern. Dazu untersuchten Forscher des University College London 352 weibliche und männliche Profisportler aus unterschiedlichsten Disziplinen wie Rudern, Radfahren, Schwimmen, Rugby, Fußball oder Hockey. 

87 Prozent der Athleten gaben an, während eines intensiven Trainings oder Wettkampfes auf Energydrinks, 59 Prozent auf Energieriegel und 70 Prozent auf Energiegele zur Leistungssteigerung zurückzugreifen. Obwohl sich 94 Prozent der Untersuchten zweimal am Tag die Zähne putzen und regelmäßig den Zahnarzt aufsuchen, wiesen aller Zahnputz-Skills zum Trotz, 49 Prozent Karies und Zahnfleischentzündungen auf.

Neben der Veränderung der Speichelflüssigkeit während des Trainings (hohe Belastung führt zu Mundtrockenheit) zeichnen die Forscher den permanenten Konsum der genannten Lebensmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel verantwortlich für die schlechte Mundgesundheit. Der hohe Zuckeranteil in diesen Produkten führt bei dauerhafter Einnahme zu Erosionen und folglich zu Karies.

DOI https://doi.org/10.1038/s41415-019-0617-8

Foto Teaserbild: Maridav – stock.adobe.com

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