Wissenschaft und Forschung 07.10.2021

Zusammenhang von Medikamenten und Mundtrockenheit

Zusammenhang von Medikamenten und Mundtrockenheit

Foto: P&G – stock.adobe.com

Mundtrockenheit ist die häufigste Nebenwirkung von Medikamenten. Die Bewertung der Korrelation beider Parameter ist das Ziel einer neuen Studie aus den USA.

"Eine verminderte Speichelproduktion und Mundtrockenheit können von einer lästigen Angelegenheit bis hin zu etwas reichen, das erhebliche Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand, die Mundgesundheit, den Appetit und die Freude am Essen hat.", so Dr. Szilvia Arany, Assistenzprofessorin am Eastman Institute for Oral Health (EIOH) und Leiterin der neuen Studie. "Mundtrockenheit kann auch zu Weichteilschäden, Sprach- und Schluckproblemen, aggressiver bakterieller Besiedlung und Infektionen der oberen Atemwege führen“, so die Medizinerin weiter.Die Studie wurde vor dem Hintergrund angelegt, dass circa 500 verschiedene Medikamente die normale Funktion der Speicheldrüsen blockieren und 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in den USA gegenwärtig fünf oder mehr Medikamente einnehmen. "Während die Speichelsekretion sehr empfindlich auf diese Medikamente reagiert", erklärte Dr. Arany, "gibt es nur wenige Informationen über die Nebenwirkungen auf die Mundgesundheit. Der Speichel ist von grundlegender Bedeutung für die Mundgesundheit und ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität".

5-Jahres-Studie gestartet  

Die auf fünf Jahre angelegte Studie, die vom National Institute of Dental & Craniofacial Research (NIDCR), einem Teil der National Institutes for Health, finanziert wird, wird mögliche genetische Marker für Mundtrockenheit erforschen, indem bestimmte Leberenzyme zur Vorhersage von Mundgesundheitsschäden und verminderter Speichelsekretion genotypisiert werden.

Hochrisikopatienten im Fokus

Dr. Arany hofft, die Lücke bei der Identifizierung von Patienten mit hohem Xerostomierisiko in der Bevölkerung mittleren Alters zu schließen, bevor sie ein höheres Alter erreichen, in dem die Schäden an der Mundgesundheit irreversibel sind. "Hochrisikopatienten könnten ausgewählt werden, um Prävention und gezielte Behandlung zu erhalten. Darüber hinaus könnte ein besseres Verständnis Patienten helfen, die aufgrund anderer Krankheiten und Zustände unter Mundtrockenheit leiden, wie z. B. dem Sjogren-Syndrom, Autoimmunerkrankungen und Diabetes“, so die Ärztin.

Quelle: urmc.rochester.edu

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