Wissenschaft und Forschung 16.06.2021

Zahnmedizinische Ausbildung: Könnte Twitter dabei helfen?

Zahnmedizinische Ausbildung: Könnte Twitter dabei helfen?

Foto: Kaspars Grinvalds – stock.adobe.com

Twitter könnte ein sehr nützliches Lernwerkzeug für Studierende und Auszubildende im Dentalsektor sein – dies fand jetzt eine australische Studie heraus.

Soziale Netzwerke – ein Werkzeug zur Verbesserung der zahnmedizinischen Ausbildung? Die aus sieben Studien bestehende Analyse, die im Journal of Dental Education veröffentlicht wurde, berichtet über die Vorteile des Einsatzes von Twitter im dentalen Bildungsumfeld und legt überraschende Fakten offen. 

"Wir leben in einer dynamischen Welt, in der die Nutzung sozialer Medien wie Twitter zu einem Teil unseres täglichen Lebens geworden ist", stellt Forscher Omar Kujan von der University of Western Australia fest. "Es ist erstaunlich, dass viele Zahnärzte und Zahnmedizinstudenten auf der ganzen Welt Twitter als Plattform nutzen, um klinische Fälle zu diskutieren und Informationen, Wissen und Erfahrungen zu teilen."

Ein Netzwerk, das sich bereits bewährt hat

Twitters "… Interface macht Spaß und die Informationen sind vielfältig …", heißt es in der Studie. Kurzer Text, 280 Zeichen, Fotos, Videos, Hyperlinks – es gäbe so viele Möglichkeiten, Informationen zu übermitteln. "All diese Eigenschaften machen Twitter zu einem der effektivsten sozialen Netzwerke für aktives Lernen", wird von Kujan erklärt.

Twitter wurde bereits als Mittel zum Teilen von wissenschaftlichen Inhalten getestet. So nutzen Forscher Twitter, um Links von Reviews zu veröffentlichen. Die Studie fand außerdem heraus, dass das Twittern die Anzahl der Zugriffe auf die Reviews erhöhte.

In Bezug auf die zahnmedizinische Ausbildung betonen die Forscher, dass die anonyme Art, Fragen auf Twitter zu stellen, den Studenten helfen kann, ihre Meinung zu äußern, ohne dass sie sich Gedanken darüber machen müssen, was ihre Kollegen denken könnten. Twitter kann auch dazu beitragen, den Unterricht für die Studenten interessanter zu gestalten.

Kein Wundermittel

"Unsere Ergebnisse bestätigen das Potenzial von Twitter als nützliches Lernwerkzeug in der zahnmedizinischen Ausbildung, aber es gibt einige Barrieren", sagt Omar Kujan. Schon das Medium des sozialen Netzwerks ist ein Hindernis für die Professionalität, so die Analyse. Auch die Gefahr von Fehlinformationen ist bei diesem Medium immer noch gegeben. "Zukünftige Forschung würde helfen, den Einsatz von Twitter zu verfeinern und die Effektivität in der zahnmedizinischen Ausbildung zu verbessern", schlussfolgert Kujan.

Quelle: thestar.com

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