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Lifestyle 27.09.2017

Dental Arctic Rallye: 8.000 km, 9 Tage, 10 Länder, minus 40 Grad

Dental Arctic Rallye: 8.000 km, 9 Tage, 10 Länder, minus 40 Grad

Mit der ersten „Dental Arctic Tour“ 2016 verwirklichte das Veranstalter- und Organisatorenteam Horst Weber und Bob Grutters die originelle Idee, eine faszinierende „Schnitzeljagd“ unter extremen Bedingungen mit einer Fortbildung für Zahnärzte zu kombinieren. 2018 geht das besondere Weiterbildungs­format für fortbildungswillige und zugleich abenteuerlustige Zahnärzte in die zweite Runde. Am 25. Januar 2018 startet die nächste „Dental Arctic Rallye 8.000“ in Hamburg. Zusammen mit dem wissenschaftlichen Leiter Prof. (Jiaoshou, Shandong University, China) Dr. med. Frank Liebaug, verrät Horst Weber, welche neuen und spannenden Herausforderungen auf die Teilnehmer warten.

Herr Weber, was hat sich zur ersten Tour geändert?

Es beginnt schon beim Namen. Wir haben aus der „Dental Arctic Tour“ jetzt die „Dental Arctic Rallye 8.000“ gemacht. Eine Rallye, bei der jeder Teil­nehmer mindestens 8.000 Kilome­ter zurücklegt und zahlreiche Aufgaben „neben der Straße“ lösen muss, um die nächsten Zielkoordinaten zu erhalten. Es gilt: 8.000 Kilometer in neun Tagen durch zehn Länder bei minus 40 Grad zu schaffen! Die gesamte Rallye, inklusive der einzelnen Aufgaben, kann zeitgleich auch im Internet live verfolgt werden und man sieht immer die aktuelle Platzierung der einzelnen Teams „rund um die Uhr“.

Es geht aber nicht um sinnlose Ra­serei, ganz im Gegenteil, jeder muss sich strikt an die jeweilige Straßen­verkehrsordnung des Landes halten. Alle Fahrzeuge werden von uns technisch so ausgestattet, dass die Tele­metriedaten und Ortung des Fahrzeu­-ges live verfolgt werden können. Es besteht somit eine „Rund-um-die-Uhr“-Live-Berichterstattung. Zu­dem haben Teams auf den unteren Tabellenplätzen selbst zum Ende hin noch die Möglichkeit, nach ganz oben zu rutschen, allerdings nur, wenn sie eine „Joker-Aufgabe“ lösen. Wir haben zahlreiche Aktivitäten und interessante Koordinaten zusammengestellt. Dazu gehören eine Motor­schlittentour, der Weihnachtsmann, ein Eisbrecher, die Lofoten sowie das Nordkap mit exklusiver Kolonnenfahrt bei Sonnenaufgang. Eine Hundeschlittensafari und Eiscarting – Cart mit Spikes auf zugefrorenem See – dürfen natür­lich auch nicht fehlen. Die tatsächliche Route ist jedoch geheim und keiner weiß, wann und wo und vor allem wie übernachtet wird.

Sie fahren also auch nachts?

Horst Weber: Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es gibt zwei große Etappen, wo wir auch nachts fahren und hoffentlich auch das Polarlicht erleben werden. Dafür gibt es auch einen Stopp von 2,5 Tagen, an denen keine Autos gefahren werden.

Startpunkt der Rallye 2018 ist Hamburg. Wo endet die Tour?

Horst Weber: Wir haben diese mobile Fortbildung so platziert, dass der Ziel­einlauf zum Fortbildungskongress in St. Anton (www.stanton-kongress.de) ist. So haben wir Synergien für die Ärzte und auch die Industrie geschaf­fen, da diese pünktlich dann in St. Anton eine „Verlängerungswoche“ haben.

Stichpunkt Sicherheit: Inwieweit ist dies ein wichtiges Kriterium bei der Rallye?

Horst Weber: Wir haben uns für diese Rallye etwas auf die Fahne geschrie­-ben, das vielleicht eher ungewöhnlich ist: Wir wollen ein Zeichen setzen gegen wilde Raserei, gegen mörderisches, zumindest aber rücksichts­loses Fahren. Dass illegale Straßen­rennen mit tödlichem Ausgang mittlerweile als Mord oder Mordversuch bewertet werden, befürworten wir, weil es gut und richtig ist. Aber auch außerhalb der Gerichtssäle kann man da etwas tun – bei Rallyes selbst zum Beispiel. Wir wollen vorangehen und zeigen, dass Rallyes wunderschöne Angelegenheiten sein können, ohne dass jemand zu Schaden kommt.

Das klingt nach einem besonderen, auch persönlichen Anliegen.

Horst Weber: Ja, das ist es auch. Wir sammeln für die Hinterbliebenen einer betroffenen Familie, die ein Familien­mitglied verloren haben, das schuldlos beim illegalen Straßenrennen ums Leben kam. Wichtiger als das Geld ist jedoch die übermittelte Botschaft.

Prof. (Jiaoshou, Shandong University, China) Dr. Liebaug, Sie organisieren und leiten den Fortbildungsteil der Veranstaltung und waren schon bei der ersten Dental Arctic Tour 2016 als Teilnehmer dabei. Was interessiert sie an diesem Schulungsformat der ja doch etwas anderen Art?

Die dentale Fortbildungslandschaft hat in den letzten Jahren einige Verände­rungen erfahren. Während bis heute die meisten Fortbildungen in Tagungs- hotels oder Kliniken durchgeführt werden, hat sich eine Trendwende dahin­gehend ergeben, dass man aus dem wissenschaftlichen Programm heraus ein Event organisiert. Dies hat verschiedene Hintergründe. Wenn Menschen durch das Erleben unserer grandiosen Natur, aber auch durch das Erreichen oder überschreiten körperlicher Grenzen, ihre Sinne schärfen, so spiegelt sich das auch für die Aufnahme von Wissen wider. Bei einer Weiterbil­dungstour dieser Art kommt es nach meinen Erfahrungen im Laufe von wenigen Tagen bereits zu der Heraus­bildung eines Gemeinschaftsgefühls unter den Teilnehmern und es bilden sich unter extremen Bedingungen in sehr kurzer Zeit Freundschaften. Diese Gruppen- und Freundschaftsbildung wiederum führt dazu, dass das ange­botene wissenschaftliche Programm in kleiner Runde offen diskutiert wird und kreative Ideen geboren werden.

Was können die gemachten Erfahrungen in der Praxis bewirken?

Prof. (Jiaoshou, Shandong University, China) Dr. Liebaug: Kollegen, die sol­-che Wege gehen, bei denen man nicht von vorneherein sagen kann, was einen alles im Detail erwartet, sind meist auch in ihrer Praxis innovativ. Das heißt, die­ser Kollegentyp geht nicht nach dem alten Leitspruch: „Das haben wir schon immer so gemacht!“ und „Wir brau­chen nichts zu ändern, es geht doch so“, sondern ist offen für neue Ideen, Methoden und Materialien. Wenn diese Pioniere dann über ihre neuen Erfah­rungen berichten, so bin ich sicher, werden sie auch andere Kollegen durch ihre Begeisterung im wissenschaftlichen oder Praxisleben begeistern. Letztendlich sind alle Kollegen auf der Suche nach noch effektiveren und minimalinvasiven Behandlungsmethoden für ihre Patienten.

Ab wann kann man sich für die Tour 2018 anmelden und wie hoch sind die Kosten für die Teilnehmer?

Horst Weber: Die Anmeldungen laufen schon! Derzeit liegen uns 20 Team­registrierungen vor. Damit wären noch zehn weitere Anmeldungen möglich. Wir können leider die Zahl nicht erweitern, da für einen Tag eine Huskytour vorgesehen ist und für jedes Team circa sieben Hunde dafür benötigt werden. Das sind dann 210 Hunde ins­gesamt!

Die Startgebühr von 2.499 Euro pro Person im Doppelzimmer beinhaltet alle Hotelübernachtungen zwischen Start und Ziel sowie auch die gesamte Pa­lette an Aktivitäten und Abenteuern. Jedes Team hat zudem die Möglich­­keit, Sponsoren zu suchen, wobei jeder zweite Euro für einen guten Zweck eingesetzt wird.

Bleibt noch zu fragen: Benötigt man ein spezielles Auto für die Teilnahme?

Hort Weber: Nein. Jeder kann mit ei­nem ganz normalen Pkw und genügend Frostschutz sowie einem Reserve­kanister aus Blech starten. Natürlich ist eine Standheizung von Vorteil. Ein Team besteht aus mindestens zwei Personen im Pkw. Hauptsache, der Pkw hat noch TÜV bis Februar 2018 und es besteht eine ADAC-Plus-Mitgliedschaft, denn diese gilt bei einer Panne auch genau bis zum Nordkap.

Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen und den Teilnehmern 2018 eine erlebnisreiche Tour.

Bilder, soweit nicht anders vermerkt: Dental Arctic Rallye, Mehrwert Beratung GmbH

Foto: Dental Arctic Rallye, Mehrwert Beratung GmbH
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