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Businessnews 13.09.2017

Aus global wird regional: Japanische Produktion, deutsches Lager

Stefan Thieme
Stefan Thieme
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Aus global wird regional: Japanische Produktion, deutsches Lager

Globalisierung hin oder her – Eine Firma, die nicht im Inland sitzt, kann den ortsansässigen Zahnarzt nicht kurzfristig beliefern. Soweit das Vorurteil. Dass das aber auch anders funktionieren kann, beweist der japanische Hersteller Takara Belmont Corporation mit seinem Zentralersatzteillager in Frankfurt am Main. Ein Einblick in das Lagermanagement.

Bereits 1969 errichtete die Belmont Takara Company Europe GmbH ihren Firmensitz in Frankfurt am Main, um von dieser zentralen Stelle aus die Fachhändler in Deutschland und ganz Europa zu betreuen. Neben einer umfassenden Geräteausstellung wird von hier auch der gesamte Support abgewickelt. Auf insgesamt 600 Quadratmetern Fläche lagern im Zentralersatzteilelager in Hessen rund 25.000 Ersatzteile und zahlreiche Geräte.

Das Zentralersatzteillager in Frankfurt am Main beliefert Kunden in Deutschland und 13 weiteren europäischen Ländern. © Belmont Takara

Schnell beim Kunden

„Ersatzteile für eine japanische Behandlungseinheit müssen nicht erst um die halbe Welt geschifft werden“, versichert Andreas Wilpert, Verkaufs- und Marketingleiter der Belmont Takara Company Europe GmbH. Immer wieder werde er von skeptischen Kunden angesprochen, ob solch ein global agierendes Unternehmen wie Belmont notwendige Ersatzteile schnell verfügbar machen kann. „Hier kann ich ein klares ‚Ja‘ zurückgeben. Innerhalb von nur ein bis zwei Tagen ist das Ersatzteil in der Regel beim Kunden“, so Andreas Wilpert. Oft kämen sogar die regionalen Vertriebspartner persönlich im Lager vorbei, um die Ersatzteile abzuholen. Das Unternehmen kann demnach nicht nur mit der Qualität seiner Behandlungseinheiten und Geräte überzeugen, sondern auch mit seinem Kundendienst – getreu dem Belmont-Leitspruch „Im Mittelpunkt unseres Handelns steht immer der Kunde“.

Zentraler Standort

Das Lager setzt sich aus einem Ersatzteillager bzw. Kleinteilelager und einem Freilager zusammen. Das Ersatzteillager erstreckt sich über rund 120 Quadratmeter mit einer Regalfläche von 276 laufenden Metern. Mit dem Freilager kommen noch einmal ca. 400 Quadratmeter Fläche dazu. Hier befinden sich derzeit 230 Geräte, davon 70 komplette Behandlungseinheiten, 60 Einzelstühle, 30 Röntgengeräte und 70 Lampen. „Mit dem Standort des Lagers in Frankfurt am Main liegen wir sowohl in Deutschland als auch in Europa relativ zentral. Deshalb beliefern wir von hier aus nicht nur unsere deutschen Kunden, sondern noch 13 weitere europäische Länder“, so Andreas Wilpert. Immerhin verschickt das Unternehmen jährlich etwa 1.500 Pakete und Päckchen.

Immer auf Lager

Im Zentralersatzteilelager sind stets die statistisch wichtigsten Teile (Top 100), welche wartungsintensiver sind oder nach einigen Jahren ersetzt werden müssen, für Wartungen auf Lager. Insgesamt lagern ca. 25.000 Teile und 1.900 verschiedene Artikel in Frankfurt am Main. Selbst für die Behandlungseinheiten Clesta I (1991–1998) und Progia (1998–2001) sowie das Röntgengerät Searcher 70 (1998–2003), immerhin teilweise 15 Jahre alt, gibt es immer noch Ersatzteile. „Selbst wenn einmal Teile auszutauschen sind, die sehr selten kaputtgehen und die wir deshalb nicht immer auf Lager haben, finden wir eine Lösung“, verspricht Verkaufsleiter Andreas Wilpert. Der technische Werkssupport ist telefonisch erreichbar und koordiniert den eigenen Werks-Außenservice. Der Reparaturservice ist an die bundesweite Depotstruktur angeschlossen.

Vorbeikommen lohnt sich

Neben dem klassischen Lager gibt es in Frankfurt am Main auch einen Polsterservice. Sollten also einmal ein Polster reißen oder neue Bezüge benötigt werden, können diese in kürzester Zeit erneuert oder repariert werden. Zudem befindet sich im Gebäude ein Belmont-Showroom. Hier können sich interessierte Kunden die Geräte genau ansehen und sich vom kompetenten Fachpersonal beraten lassen: „Gern lade ich jeden Interessierten ein, uns in Frankfurt zu besuchen und sich die Räumlichkeiten anzusehen. Es gibt dort viel zu entdecken. Zahnärzte, die diese Gelegenheit schon genutzt haben, waren stets positiv überrascht – auch von der Größe unseres Lagers“, resümiert Andreas Wilpert.

Foto: © RossHelen/Shutterstock.com
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