Anzeige
Businessnews 04.06.2018

Spezialist für Regenerative Medizin

Spezialist für Regenerative Medizin

Die curasan AG, die zur Jahrtausendwende aus der 1988 gegründeten curasan Pharma GmbH hervorging und im Juli 2000 ihren Börsengang feiern konnte, wird heute innovativ und durchdacht von einem erfahrenen Managementteam um CEO Michael Schlenk geführt. Dabei produziert das Unternehmen am Standort Frankfurt am Main hochwertige Medizinprodukte zur Knochen- und Geweberegeneration und fühlt sich in besonderer Weise der Nachhaltigkeit ihrer Herstellung und Entwicklungen verpflichtet. Michael Schlenk (CEO) und Gregor Siebert (Leiter Marketing und Vertrieb) erläutern im Gespräch, was curasan und das aktuelle Portfolio antreiben und wohin die weitere Reise gehen wird.

Herr Schlenk, können Sie uns bitte kurz etwas zur Historie von curasan sagen?

curasan wurde 1988 ursprünglich als Pharma-Unternehmen gegründet. Doch kurz vor der Jahrtausendwende rückte ein vielversprechendes Medizinprodukt namens CERASORB® immer mehr in den Mittelpunkt der Firmenaktivitäten. Nach der CE-Zulassung des ersten Granulats 1997 für den Einsatz im Dentalbereich und der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie folgten 1999 die ersten klinischen Ergebnisse aus Anwendungsbeobachtungen. Damit steht curasan für nunmehr 30 Jahre Innovation, Qualität und Internationalität. Seit der Gründung des Unternehmens finden curasan-Produkte bis heute in mehr als 50 Ländern rund um den Globus erfolgreich Anwendung. Die besonders hohe Phasenreinheit des in curasan-Produkten verwendeten Beta-Tricalciumphosphats (b-TCP) gilt weltweit als Referenzstandard und wurde als solcher auch in die Kartei der ICDD (International Centre for Diffraction Data, Pennsylvania, USA) aufgenommen. Mittlerweile haben wir mehr als 1,8 Millionen Einheiten Biokeramik produziert und in den Verkehr gebracht. Bis heute wurden uns für keinen einzigen medizinischen Eingriff materialbedingte medizinische Vorkommnisse gemeldet. Das heißt, unsere Knochenregenerationsmaterialien bieten konkurrenzlose Sicherheit für den Patienten und damit auch Risikofreiheit für den Arzt und die Klinik.

Das CERASORB®-Sortiment bietet indikationsgerechte Produktvarianten.

Was genau treibt Ihre Entwicklungen an?

Seitdem wir Ende der Neunzigerjahre mit einer einzigen CERASORB®-Granulat-Variante in den Markt gestartet sind, haben wir unser Sortiment an innovativen Knochenersatz- und Regenerationsmaterialien erheblich erweitert. Dabei lag unser Augenmerk stets auf solchen Innovationen, die auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten sind. Um hier immer auf dem neuesten Stand, oder vielmehr, der Zeit voraus zu sein, kooperiert curasan mit verschiedenen internationalen Forschungsgruppen, teilweise auch im Rahmen von Förderprojekten. Ein fünfköpfiges Expertenteam im Advisory Board berät uns als ein zusätzliches „Ohr am Markt“ schon im Vorfeld über die Anforderungen an mögliche Produktentwicklungen.

Und wie verteilt sich das wachsende Unternehmen auf die verschiedenen Standorte?

Neben der Hauptniederlassung des Unternehmens in Kleinostheim bei Aschaffenburg unterhält curasan eigene Produktionsanlagen auf modernstem technischen Niveau in Frankfurt am Main sowie eine Niederlassung im Wake Forest, North Carolina, USA. Der Vertrieb erfolgt größtenteils über regionale Vertriebspartner sowie für den nordamerikanischen Markt über die US-Tochtergesellschaft curasan Inc. In Deutschland arbeiten wir seit Jahren mit einem starken Partner im Dentalbereich zusammen. Hier ist die Firma mds Medical & Dental Service exklusiver Vertriebs- und damit Ansprechpartner für die Anwender und Käufer der curasan-Produktpalette.

Herr Schlenk, mit über 20 Jahren im klinischen Einsatz ist CERASORB® von curasan das am längsten dokumentierte Knochenregenerationsmaterial. Was hebt das Material von der Masse ab?

Zum einen beinhaltet die umfangreiche Literaturliste zum Produkt erste Fallbeschreibungen aus dem Jahr 1997 und beeindruckt so mit über 200 klinischen Anwendungsbeobachtungen und Meta-Studien. Dabei finden sich unter den Autoren namhafte Anwender im Bereich der dentalen Implantologie, Oralchirurgie und der MKG-Chirurgie, die ihre Patienten im Lauf vieler Jahre erfolgreich mit CERASORB® behandelt haben. In den letzten Jahren, aufgrund der wachsenden Präsenz in Ländern außerhalb des Heimatmarktes, nimmt auch der Anteil internationaler Experten als Fürsprecher zu. Damit sind wir in puncto wissenschaftlicher Dokumentation erwiesenermaßen das führende Unternehmen am Markt. Für das Produkt liegen klinische Ergebnisse vor, die sonst für kein anderes synthetisches Knochenregenerationsmaterial für diesen langen Zeitraum erhoben wurden. Zum anderen hat curasan auf Basis des ursprünglichen Granulats im Lauf der Jahre die Weiterentwicklung vorangetrieben, kontinuierlich neue CERASORB®-Varianten entwickelt und auf den Markt gebracht. Als besonders erfolgreich zeigen sich hierbei CERASORB® Foam und CERASORB® M.

Kompromisslose Reinheit durch Herstellung unter kontrollierten Reinraumbedingungen.

Herr Siebert, curasan empfiehlt CERASORB® Foam für intelligentes Alveolarmanagement. Was zeichnet das Produkt aus und warum ist es für diese Indikation so gut geeignet?

CERASORB® Foam ist eine hochporöse Materialkombination aus porcinem Kollagen und phasenreinem Beta-Tricalciumphosphat-Granulaten (CERASORB®). Diese Kombination führt zu einer Zweifachwirkung. So unterstützt Kollagen die Knochenregeneration bereits in der frühen Phase, während der hohe Anteil an CERASORB®-Granulat eine längerfristige Volumenstabilität sichert. Langfristig wird das Material vollständig abgebaut, durch autologen Knochen ersetzt und schafft damit die erforderliche Stabilität für eine spätere Implantatversorgung. Die Beschaffenheit und der Zuschnitt von CERASORB® Foam ermöglichen eine einfache Handhabung in der Praxis durch defektgerechte Modellierung und komfortable Positionierung. Zudem bringt CERASORB® Foam klare Vorteile, wenn es zur Alveolardefektfüllung eingesetzt wird. Eine optimierte Versorgung mithilfe dieser innovativen Therapie dient der Beibehaltung des ästhetischen Erscheinungsbildes und der Zufriedenheit der Patienten. Die Praxis profitiert von dem sich daraus eröffnenden Imagegewinn und Wettbewerbsvorteil. Und nicht zuletzt trägt intelligentes Alveolenmanagement als sinnvolle Ergänzung eines alltäglichen Eingriffs auch zum betriebswirtschaftlichen Erfolg der Praxis bei. Verschiedene GOZ-Berechnungsbeispiele sind in der Anwenderbroschüre zum intelligenten Alveolenmanagement mit CERASORB® Foam aufgeführt.

Sie sind auch um Fortbildungsveranstaltungen bemüht, wie die „Frankfurter Implantologie Tage (FIT)“ zeigten, die mit Unterstützung von curasan Ende April bereits zum 13. Mal stattfanden. Auch hier war natürlich CERASORB® zentrales Thema.

In dieser CME-zertifizierten Veranstaltungsreihe präsentieren namhafte Referenten ebenso wie aufstrebende junge Wissenschaftler und Kliniker die aktuellen Ergebnisse ihrer Arbeit. Wie Dr. Jeggle und Dr. Ludwig bei den aktuellen FIT erneut eindrucksvoll belegen konnten, hat sich der Einsatz von CERASORB® in den unterschiedlichsten Indikationen über lange Beobachtungszeiträume erfolgreich bewährt. Es zeigt sich: Einem Großteil der Patienten sind durch den Einsatz von CERASORB® schmerzhafte Knochenentnahmen erspart geblieben. Dank des synthetischen Herstellprozesses können Behandler auf zusätzliche Patientenaufklärung hinsichtlich eventueller materialbedingter Risiken verzichten, was bei xenogenen oder allogenen Knochenersatzmaterialien aufgrund ihres biologischen Ursprungs zwingend erforderlich ist. Wer als Anwender einen hohen Wert auf Patientenschutz legt, wird vermutlich ohnehin auf den Einsatz dieser Materialien verzichten. Es geht darum, den Patienten das mögliche Risiko der Prionenübertragung oder die Ansteckung mit anderen Infektionskrankheiten wie Enzephalitis, Hepatitis oder HIV zu ersparen. In verschiedenen Studien wurde aufgezeigt, dass das Übertragungsrisiko durch biologische Materialien nach wie vor nicht vollkommen ausgeschlossen werden kann. Untersuchungen haben auch ergeben, dass nach der Verwendung xenogener Materialien oftmals deren Entfernung und damit eine Re-Implantation erforderlich werden.

Herr Siebert, mit welchen neuen Produkten können die Anwender in naher Zukunft rechnen und was sind Ihre zukünftigen Unternehmensziele?

Wir bereiten derzeit die Markteinführung eines neuen revolutionären Knochenregenerationsmaterials vor. Osseolive® ist eine synthetische, poröse biokompatible Glaskeramik, die eine offenzellige Porosität von bis zu 80 Prozent vorweist. Dadurch verkürzt sich die Regenerationszeit nochmals deutlich gegenüber anderen Materialien. Damit ist es uns gelungen, einen häufig geäußerten Wunsch der Anwender zu erfüllen. Denn auf diese Weise kann nicht nur wesentlich früher ein Implantat gesetzt, sondern die Behandlung auch wirtschaftlich schneller abgeschlossen werden. Das Produkt wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres in Deutschland an den Start gehen. Und als Unternehmen? Da verfolgen wir das nächste Jahrzehnt unseres Bestehens das Ziel, unser internationales Geschäft noch weiter auszubauen und nachhaltige Profitabilität zu erreichen. Dabei werden wir den Dialog mit dem Markt über unterschiedliche Kommunikationswege intensivieren. Wer sich über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden halten möchte, kann uns gerne in den sozialen Medien folgen. Neuigkeiten finden sich jeweils auf Facebook, LinkedIn sowie auf YouTube. Wir freuen uns über Follower und natürlich konstruktive Kommentare!

Vielen Dank für das Gespräch.

Foto: curasan
Mehr News aus Businessnews

ePaper

Anzeige