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Recht 02.08.2016

Irreführende Schlussfolgerungen bei Derks-Studie

Irreführende Schlussfolgerungen bei Derks-Studie

Im vergangenen Jahr hat Straumann bundesweit mit der Auswertung einer Periimplantitis-Studie von Dr. Jan Derks und Kollegen geworben: Nach den Ergebnissen der Studie „Effectiveness of implant therapy analyzed in a Swedish population: Prevalence of peri-implantitis“ sei das Risiko für die Diagnose einer Periimplantitis bei der Verwendungvon Straumann-Implantaten niedriger als bei anderen in der Studie untersuchten Implantaten. Gegen diese Aussagen hat jetzt Dentsply Sirona Implants erfolgreich Rechtsmittel eingelegt.

In einer einstweiligen Verfügung (Az. 15 O 87/16) bestätigte das Landgericht Hamburg, dass die von Straumann verbreiteten Ergebnisse statistisch nicht signifikant und deshalb für die Implantatwahl als nicht wissenschaftlich relevant angesehen werden können. Das Gericht bezieht sich dabei auf die Stellungnahme von zwei renommierten Statistikern. Diese haben deutlich gemacht, dass es den anerkannten Maßstäben der Wissenschaft widerspricht, aus statistisch nicht signifikanten Unterschieden spezifische Produktempfehlungen herzuleiten.

Das Gericht hat daher der Straumann GmbH verboten, die irreführenden Aussagen und damit verbundene Grafiken imdeutschen Markt zu benutzen. So kann also aus der Studie keine höhere Erfolgsrate für Straumann-Implantate abgeleitet werden. Mittlerweile hat Straumann diese Verbotsverfügung als endgültige Regelung anerkannt.

Der Geschäftsführer von Dentsply Sirona Implants Deutschland, Dr. Karsten Wagner, kommentierte die Gerichtsentscheidung mit dem Hinweis: „Dies ist ein Etappensieg für die wissenschaftliche Redlichkeit in der Kommunikation über Studienergebnisse. Für uns ist in der Produktkommunikation Objektivität und Zuverlässigkeit verpflichtend und notwendige Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit implantierenden Zahnärzten.“

In einem Informationsschreiben an die Zahnärzte in Deutschland hat Dentsply Sirona Implants auf die irreführende Studienauswertung von Straumann aufmerksam gemacht, die über viele Fachmedien verbreitet wurde.

In dem Brief weist Dr. Wagner auch auf die klinischen Langzeit­dokumentationen von Dentsply Sirona Implants hin, die das Engagement und den Einsatz für eine solide Wissenschaft und klinische Forschung unter Beweis stellen: Das ANKYLOS-Implantatsystem wird seit über 25 Jahren klinisch eingesetzt und zeigt ausgezeichnete langfristige Ergebnisse bei bis zu 20 Jahren klinischer Überwachung. Für das ASTRA TECH Implant System liegen klinische Langzeitergebnisse bis zu 16 Jahren vor und für das Implantatsystem XiVE werden Langzeitergebnisse mit bis zu 10 Jahren klinischer Überwachung vorgestellt.

Die Broschüren mit den wissenschaftlichen Zusammenfassungen der wichtigsten Studien stehen in der Mediathek der Unternehmens-Website zur Verfügung:

 

Quelle: Dentsply Sirona Implants

Foto: © Dentsply Sirona Implants
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