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Branchenmeldungen 07.04.2016

Zahnärztin nach Betrügereien zu Bewährungsstrafe verurteilt

Zahnärztin nach Betrügereien zu Bewährungsstrafe verurteilt

Die Berliner Ärztin ist hoch verschuldet, als sie eine Praxis in Österreich eröffnen will. Sie bestellt Möbel, aber die Rechnungen bleiben offen. Das war Betrug, urteilte nun das Gericht.

Eine Berliner Zahnärztin hatte auf Betrug gebaut, als sie in Österreich eine Praxis eröffnen wollte. Nach einem Geständnis der 60-Jährigen hat das Landgericht der Hauptstadt eine Strafe von zwei Jahren Haft auf Bewährung verhängt. Die einschlägig vorbestrafte Angeklagte habe einen Schaden von rund 230.000 Euro verursacht, befanden die Richter am Donnerstag. Gegen den damaligen Lebensgefährten der Frau ergingen zehn Monate Haft auf Bewährung. Das Urteil entsprach dem Antrag des Staatsanwalts.

Die Zahnärztin sei bereits hoch verschuldet gewesen, als sie und der 74-jährige Mitangeklagte eine Praxis in Österreich aufbauen wollten, hieß es im Urteil. Unter Vorspiegelung von Zahlungsbereitschaft seien 2008 und 2009 Verträge geschlossen und Einrichtungsgegenstände sowie ein teures Auto bestellt worden, obwohl klar war, dass die Rechnungen nicht beglichen werden konnten.

Die Angeklagte war in Berlin mit einer Praxis in Insolvenz geraten und wollte sich deshalb in Österreich eine neue Existenz aufbauen. Im Fall der 60-Jährigen sahen die Richter sieben einzelne Betrugsfälle als erwiesen an. Der 74-Jährige habe sich in einem Fall schuldig gemacht. Die Verteidiger hatten zuvor erklärt, die Möbel sowie das Fahrzeug im Wert von 46.000 Euro seien an die Firmen zurückgegangen. Die Zahnärztin hatte erklärt, sie arbeite derzeit als Vertretung und wolle keine eigene Praxis mehr aufbauen.

Quelle: dpa

 

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Foto: © reeel– Fotolia
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