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Statements 20.04.2017

Was Dentaltechnik von Smartphones lernen kann

Digitalisierung und smarte Technologien sind globale Top-Themen, die auch in der Zahnmedizin angekommen sind. Einige innovative Unternehmen haben sich vorgenommen, diese digitalen Entwicklungen voranzutreiben, um leistungsstarke und zugleich günstige Instrumente für die dentale Praxis zu entwickeln. Die koreanische Firma GoodDrs ist so eine Firma, die mit Technologien aus der Smartphone-Industrie die Arbeit in der Zahnarztpraxis optimieren will und dabei mit wachsendem Erfolg global agiert. Ihr EU-Repräsentant ist das Unternehmen Good Doctors Germany GmbH aus Bonn. Im Interview mit Geschäftsführer Jan Grunewald zeigt sich, welches Prinzip hinter dem internationalen Erfolg von GoodDrs steckt.

Herr Grunewald, wofür genau steht das Unternehmen GoodDrs?

2002 gründete der Zahnarzt Dr. Kim Young Woon in Südkorea das Unternehmen GoodDrs, mit dem Ziel, innovative und leistungsstarke Dental-Technologien zu entwickeln. Hightech-Instrumente, die sich an den täglichen Ansprüchen der dentalen Praxis orientieren und die es Zahnmedizinern erleichtern, bestmöglich zu arbeiten. Dass er dieses Ziel erreicht hat, zeigt heute der weltweite Erfolg der Marke GoodDrs. Seit 2013 sind wir in Bonn nun EU-Repräsentanz von Good Doctors Co., Ltd.

Sie sprachen im Vorfeld von Handys für die Mundhöhle. Wie meinen Sie das?

Damit will ich beschreiben, dass wir multifunktionale, smarte Technologien für die Zahnmedizin entwickeln und dabei auch Erkenntnisse und Komponenten aus der Kommunikationselektronik nutzen. In früheren Zeiten erfolgte die Entwicklung eines elektrischen Medizinproduktes meist komplett im Entwicklungszentrum des Herstellers. Heute können immer mehr Komponenten aus der Großserienfertigung in Medizinprodukte übernommen werden. Dadurch werden die Geräte leistungsfähiger, zuverlässiger und vor allem preiswerter. Unser Hersteller GoodDrs hat sein Entwicklungszentrum in Incheon – dem koreanischen Zentrum der Kommunikationsindustrie. GoodDrs verwendet daher etliche Bauteile und Sensoren aus der Handy-Entwicklung.

Weitgefächerte Innovationen – von intraoralen Kameras über hochwertige Polymerisationslampen bis hin zu präzisen Endodontie-Messinstrumenten.

Können Sie uns hier ein konkretes Beispiel nennen? 

Nehmen wir die Kamera WhicamStory3. Klassische Intraoralkameras sind kabelgebunden. Jedes moderne Handy hingegen bringt bewegte Bilder drahtlos aufs Display. Warum sollte der Zahnarzt seine Kamera an ein Kabel festbinden?

Moderne Handys machen hervorragende Bilder und Filme in HD-Qualität. Warum sollte eine Intraoralkamera mit aufwendigen Linsensystemen ausgestattet werden, wenn es exzellente Flüssiglinsen gibt? Mit dem Handy können Sie durch Bewegung ein Flugzeug steuern. Warum sollte der Zahnarzt die Bilder im Bildverarbeitungsprogramm nicht ähnlich intuitiv mit der Kamera steuern? All diese Smartphone-Features sind deshalb in die Whicam Story3 eingebaut. Sie arbeiten extrem zuverlässig und sind dabei absolut unschlagbar im Preis.

Gilt das auch für andere Produktklassen?

Polymerisationslampen werden schon seit einiger Zeit mit LED und Akku ausgerüstet. Mittlerweile können die LEDs auch alle für den Zahnarzt notwendigen Frequenzbereiche perfekt abdecken. Hochleistungslampen brauchen keine mechanische Kühlung mehr. Die Polymerisationslampe Dr’s Light G hat beispielsweise einen eingebauten Bewegungssensor. Liegt die Lampe auf dem Tisch, geht sie automatisch in den Ruhe-Modus. Wird sie in die Hand genommen, ist sie sofort betriebsbereit.

Kommunikationsgeräte werden generell immer leistungsfähiger und kleiner. Findet diese Entwicklung auch bei den Medizinprodukten statt?

Ja, diesen Trend treiben wir auch hier voran. GoodDrs baut beispielsweise den Apex Lokator Dr’s Finder NEO. Bisher musste der Zahnarzt zur Überprüfung der Arbeitslänge den Blick aus der Mundhöhle auf das Behandlungs-Tray richten, wo das Längenmessgerät stand. Im Dr’s Finder NEO ist die Elektronik dermaßen geschrumpft, dass das Messgerät an einem Fingerclip getragen werden kann. Der Blick muss nicht mehr vom Arbeitsfeld genommen werden, was die Ergonomie und die Behandlungsgeschwindigkeit deutlich verbessert. Die Einstellung des Apex Finders erfolgt genau wie beim Handy über das Touch-Display.

Was bedeutet diese Entwicklung für den Praxis-Alltag?

Genau genommen bringt sie zwei Vorteile: Die neuen Geräte sind zum einen außerordentlich praktisch und zum anderen erschwinglich. Denn das GoodDrs Prinzip bringt wichtige Kompetenzen zusammen: Die eigene Erfahrung aus der dentalen Praxis – sozusagen von Zahnärzten für Zahnärzte – und die neuesten Technologien für Smartphones, die für den Massenmarkt konzipiert und damit preiswert sind. Tatsächlich entwickeln wir so quasi Handys für die Mundhöhle.

Information:

Good Doctors Germany GmbH
Gerhard-Domagk-Straße 2
53121 Bonn
Tel.: 0228 53441465
www.gooddrs.de

Foto: Good Doctors Germany GmbH
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