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Endodontologie 16.01.2012

Die Kompositfüllung mit Flow

Die Kompositfüllung mit Flow

Über Komposite in der täglichen zahnärztlichen Arbeit zu reden hieße eigentlich, Eulen nach Athen zu tragen. Sie haben ihren Platz gefunden. Manchmal aber habe ich doch etwas „Bauchschmerzen“ bei ihrer Anwendung.

Noch immer scheint folgende Meinung in Alltag vieler Dentalmediziner vorzuherrschen: Flows sollten nur bei seltenen, ausgewählten Indikationen angewendet werden. Dabei gibt es inzwischen einen Paradigmenwechsel, was Verarbeitung und Indikationen angeht. Was aber genau ist das „Neue“ daran? Die Verarbeitung von Komposit im Molarenbereich war bisher ziemlich „zäh“. Aber hochviskös soll und muss ein Komposit schließlich sein, um dem Kaudruck und der Abrasivität im Molarenbereich den Widerstand entgegenzusetzen, der es als echte Amalgamalternative einsetzbar macht. Ein Flow könnte das – so haben wir es gelernt – nicht. Für mehrflächige Molarenfüllungen sind diese Materialien eigentlich (leider) nicht zugelassen. Mittlerweile überzeugen Flowables als wahre „Allrounder“, werden jedoch oft noch abgelehnt – zu Unrecht! Flowables können in vielen Patientenfällen eingesetzt werden, so beispielsweise bei schwer erreichbaren Kavitätenarealen, unterminierender Karies, spitz auslaufenden Winkeln zwischen approximaler Kavitätenwand und Matrizenband oder zervikaler Anschrägung, die sich nur sehr schwer komplett mit einem pastösen Material ausfüllen lassen. Zwar ist der Viskositätsunterschied zu einem konventionellen Füllungsmaterial fulminant, der Füllergehalt aber keineswegs so gering, wie man eigentlich annehmen würde. Diese Tatsache allein genügt bereits, um den Einsatzrahmen von Flowables zu erweitern.

Füllergehalt hoch


Manchmal muss man einfach lesen, oder Fortbildungen besuchen. Vielleicht auch dem Außendienstmitarbeiter zuhören. Dentalmaterialien machen nämlich auch Fortschritte! Aber kann das von Ihnen derzeit eingesetzte Flow-Material den von Ihnen zu Recht erwarteten höchs­ten Ansprüchen genügen? Die Verarbeitung des (herkömmlichen) Kompositfüllungsmaterials ist ja sehr aufwendig. Ein weiteres Problem ist dann noch die „Farbe“. Was kann ich empfehlen? Ich verwende sehr erfolgreich Enamel plus HRi. Und nunmehr das Flow dazu. Der Komposithersteller Micerium hat bekanntlich mit seinem Material Enamel plus HRi eine neue Generation von hoch ästhetischen Restaurationsmaterialien entwickelt und – das halte ich für besonders wichtig – das bisherige Kompositsystem stark vereinfacht.

Zahlen im Detail


Micerium stellt nach dem großen Erfolg des neuen Komposits die logische Weiterentwicklung, das Enamel plusHRi FLOWHF, vor. Lassen Sie mich Ihnen zunächst einen kleinen Exkurs in das dazugehörige Zahlenmaterial geben. Da wären erst einmal die physikalischen Eigenschaften: Bei einer Viskosität von 145 Pa (Pascal) weist es eine Vickers-Härte von 770 Megapascal auf. Bei herkömmlichen Flowables werden nur etwa 270 MPa gemessen. Und da wären wir schon bei dem Grund, warum Sie meines Erachtens Enamel plusHRi FLOWHF auch über den bisherigen Tellerrand der Kompositindikationen einsetzen können. Auch die Röntgensichtbarkeit hebt sich mit einem Wert von 210 % Al deutlich von dem der Standard-Flows (nur etwa 30% Al) ab.
Ist das denn alles?

Wenn, ja wenn es nur die physikalischen Eigenschaften wären. Aber: Was wäre eine Kompositfüllung ohne Ästhetik? Ich erwähnte es bereits – mit dem ­Material Enamel plus HRi präsentiert sich eine neue Generation von hoch ästhetischen Restaurationsmaterialien und vereinfacht das bisherige Kompositsystem wesentlich. Mit welchem anderen Komposit können Sie dies erreichen, ohne dass seine einzelnen Komponenten einen eigenen Wandschrank füllen würden? Das neue Enamel plus HRi weist exakt den Lichtbrechungsindex von 1.62 auf. Verglichen mit den Mitbewerbern haben es die Italiener damit tatsächlich geschafft, das optimale Komposit zu erschaffen, was sowohl ästhetische Kriterien erfüllt als auch allen Eigenschaften der Belastbarkeit bestens standhält.

Doppelpack


Enamel plus HRi und Enamel plusHRi FLOWHF sind ein gutes Doppelpack. Vor allem die oben erläuterte Erleichterung mit dem Flow gefällt mir. Eine abschließende Politur mit dem Komposit-Poliersystem Enamel plus® SHINY macht Ihre Füllungen, auch ohne ein Meister des Komposits zu sein, perfekt. Wir haben das neue Enamel plusHRi FLOWH ausprobiert und waren sehr zufrieden. Zusammen mit dem „normalen“ Enamel plus HRi lässt es für uns, was Komposite angeht, keine Wünsche mehr offen. Fordern Sie sich doch einfach Informationen von Loser aus Leverkusen an. Oder „löchern“ Sie den Außendienstler!

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