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Kieferorthopädie 28.02.2011

bredent verstärkt Präsenz im KFO-Markt

bredent verstärkt Präsenz im KFO-Markt

Dem aufmerksamen Besucher kieferorthopädischer Fachtagungen wird nicht entgangen sein, dass die bredent GmbH & Co. KG im letzten Jahr verstärkt mit KFO-Produkten aufwartete. KN sprach mit Karin Henn-Greiner, der Leiterin des Geschäftsbereichs Kieferorthopädie bei bredent.


Auch wenn erste Bemühungen um einen eigenständi­gen Produktbereich Kiefer­or­thopädie bereits einige Jah­re zurückliegen, macht bredent im Bereich KFO vor allem seit 2009 auf sich aufmerksam. Wie kam es zu diesem etwas verzögerten Start?
Eigenentwicklungen dauern seine Zeit. Und natürlich muss entsprechendes Fachwissen aufgebaut und kompetente Mitarbeiter gefunden werden. bredent ist ja schon über 35 Jahre mit zahntechnischen Produkten erfolgreich und in vielen Praxislaboren werden z.B. bredent-Poliermittel oder -Fräsen gern benutzt. Meine Erfahrungen und Kontakte aus 20 Jahren Entwicklung, Marketing und Vertrieb vorwiegend im KFO-Bereich haben sicherlich geholfen, bredent-Produkte bei den Kieferorthopäden im letzten Jahr bekannter zu machen.

Neben dem von Prof. Dr. Dr. Wilfried Engelke entwickelten Vakuumaktivator silencos (für die biofunktionelle Therapie in der Kinderfrühbehandlung sowie zur Rhonchopathie) sorgt derzeit insbesondere der Elasto-Harmonizer für rege Nachfragen. Und das, obwohl die­se von Prof. Dr. Franz-Günter Sander und Priv.-Doz. Dr. Christian Sander entwickel­te Apparatur bereits seit Jahren erhältlich ist und jüngst weitere Konkurrenz durch vergleichbare Klasse II-Geräte anderer Anbieter erhalten hat. Wie erklären Sie sich dieses Phänomen?

Es ist richtig, dass viele verschiedene Non-Compliance-Geräte für die Klasse II-
Therapie angeboten werden. Meine Gespräche mit Inte­ressenten auf Fachtagungen lassen sich jedoch auf einen Punkt bringen: die meisten haben noch nicht das optimale Produkt gefunden. Entweder ist es nicht funktionell, umständlich in der Handhabung, zu starr oder es bricht. So ist das Interesse sehr groß an einem Produkt wie dem Elasto-Harmonizer. Denn er bietet tatsächlich eine Lö-sung der genannten Anfor­derungen. Dies, wie auch der Aspekt „made in Germany“, rechtfertigt, dass er nicht billig, sondern „seinen Preis wert“ ist. Verschiedene „Kinderkrankheiten“ aus der ers­ten Charge konnten im letzten Jahr gelöst werden und seitdem läuft es richtig gut und die Anwender sind sehr zufrieden. Mit steigendem Bekanntheitsgrad und Erweiterung der Produktpalette wird bredent mit seinen kieferorthopädischen Produkten auch stärker wahrgenommen. Wir haben bereits zur DGKFO in Mainz viel Erfolg und große Resonanz am Ausstellungsstand gehabt.

Schaut man sich Ihre Produktpalette für den Bereich KFO an, komplettierte bredent diese zum EOS-Kongress in Helsinki z.B. durch das Standard-Metallbracket mini universal. Ist perspektivisch denn auch mit einer ästhetischen Bracketvariante bzw. zahnfarbenen Bögen zu rechnen?
Definitiv ja – denn ästhetische Brackets und ein Bogenprogramm sind wichtig für die Programmabrundung.

Im Bereich der zahnärztlichen Implantologie ist Ihr Unternehmen bereits erfolgreich mit dem Implantatsystem SKY präsent. Im KFO-Bereich hingegen wird aktuell kein Minischraubensystem an­geboten. Inwieweit wäre es vorstellbar, dass z.B. die mini-Variante des SKY-Systems zum kieferorthopädischen Mi­niimplantat weiterentwickelt würde?
Wir werden immer wieder von Implantologen gefragt, ob das mini SKY für die KFO weiterentwickelt wird. Für uns stellt sich eher die Frage, ob die Kieferorthopädie das dann wohl 25. KFO-Implantat braucht. Der Bedarf dafür ist ja recht überschaubar und es gibt verschiedene Einschätzungen, ob der Markt sich nach oben oder unten entwickeln wird. Wir haben den Gedanken noch nicht endgültig abgeschlossen. Unser Fokus liegt allerdings eher auf Projekten, die Innovationen und einen Mehrwert für unsere Kunden bringen. Hier liegen uns verschiedene äußerst interessante Ideen vor, die es zu entwickeln und zu realisieren gilt.

Wird das Lieferprogramm für das kieferorthopädische Labor auch erweitert?
bredent hat bereits schon einige Produkte für die KFO-Technik. Der Streukunststoff „Dentaplast KFO“ ist ein unglaublich standfestes und prä­zises Material. Die Labialbogen- und Adamsklammer-Bie­gezangen erleichtern schon heu­te den Alltag vieler Zahntechniker und sind ausgesprochen beliebt. Ansonsten sind Fräsen und Poliermittel zum Ausarbeiten und Polieren sowie Desinfektions- und Rei­nigungsmittel für Zahnspangen im Liefer­programm. Es fehlen Dehnschrauben, Dräh­te und farbi­ge Monome­re zur Ab­rundung des Laborprogramms. Als nächstes wird auf jeden Fall buntes Monomer kommen, denn bunte Zahnspangen sind ja wichtig in der KFO-Praxis.

Im Rahmen des Kursprogramms werden momentan vor allem Seminare zur biofunktionellen Therapie und Schnarchtherapie mithilfe von Protrusionsschienen angeboten. Welche Fortbildungsveranstaltungen für Kieferorthopäden plant bredent im nächs­ten Jahr anzubieten?
Es ist nicht geplant, Fortbildungsveranstaltungen zu kopieren, die andere Hersteller bereits durchführen. Sobald wir mit unseren Ideengebern neue Produkte vermarkten, werden dazu auch Kurse angeboten. Lassen Sie sich überraschen.

Zum Fortbildungskurs „Biofunktionelle Therapie“ von Prof. Engelke lässt sich sagen, dass das Interesse – gerade auch von Logopäden – sehr groß ist. Wir werden sicherlich Zusatztermine anbieten, um den Nachfragen gerecht zu werden.

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