Anzeige
Branchenmeldungen 27.11.2020

„Hoverboard-Zahnarzt“ wird zu 12 Jahren Haft verurteilt

„Hoverboard-Zahnarzt“ wird zu 12 Jahren Haft verurteilt

Wie heißt es doch so schön?! Hochmut kommt vor dem Fall: Gerade feierte er noch auf einem Hoverboard praktizierend sein Können – nun wurde der Zahnarzt zu 12 Jahren Haft verurteilt. Die Liste der Anklagen ging jedoch weit über sein rücksichtsloses Verhalten hinaus, auch wenn der Zahnarzt aus Alaska in erster Linie genau durch diese Dreistigkeit bekannt wurde.

Er hatte 2016 eine Patientin sediert und ihr auf einem Hoverboard einen Zahn extrahiert. Das selbstgedrehte Video dazu teilte er mit den Worten „der neue Standard“ mit Freunden (ZWP online berichtete).

Nun stand der Zahnarzt vor dem Anchorage Superior Court, einem Gericht in Alaska. Er wurde in 46 Anklagepunkten für schuldig befunden, das Urteil: eine Haftstrafe von 12 Jahren. Ihm wurden unter anderem Betrug, Unterschlagung, rechtswidrige zahnärztliche Behandlungen und damit die Gefährdung mehrerer Patienten zur Last gelegt. Er habe nicht nur ohne Erlaubnis von Patienten Zähne extrahiert, sondern in unzähligen Fällen unnötige Anästhesien durchgeführt. Das Ganze ohne entsprechende Schulung und Sachkenntnis, wie Anchorage Daily News berichtete.

Eine ehemalige Mitarbeiterin erkannte das Kalkül hinter diesem Vorgehen und meldete dies. Wie sich herausstellte, hatte er allein 2016 fast zwei Millionen US-Dollar ungerechtfertigter Sedierungskosten in Rechnung gestellt.

Neben der Haftstrafe verwehrt das Gericht dem verurteilten Zahnarzt die Ausübung eines medizinischen Berufs für die ersten zehn Jahre nach seiner Entlassung.

Foto Teaserbild:  memyjo – stock.adobe.com

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige