Branchenmeldungen 12.10.2020

Erst Zahnarzt, dann Drogenkurier, bald Strafvollzug

Erst Zahnarzt, dann Drogenkurier, bald Strafvollzug

Jüngst ist in München der Prozess gegen einen Zahnarzt gestartet, der mehrere Kilogramm Marihuana nach Deutschland geschmuggelt haben soll. Angeblich ein einmaliger Ausrutscher aus der Not heraus, wie der Angeklagte versichert.

Dass der Zahnarzt eines Tages wegen Drogenschmuggel vor Gericht stehen würde, hätte er vor zwei Jahren mit Sicherheit nicht gedacht. Der 36-jährige Serbe führte eigentlich ein geregeltes Leben. Er praktizierte in der Praxis seines Vaters in Belgrad, hatte eine Freundin – die Hochzeit war bereits beschlossene Sache.

Doch dann kam der tiefe Fall: Er wurde von seiner Zukünftigen betrogen, tobte sich daraufhin in München mit Freunden aus, verzockte sich und machte Schulden. Der Deal: Schuldenerlass gegen Drogenschmuggel. So lautet zumindest die Geschichte seiner Anwälte, wie abendzeitung-muenchen.de berichtet.

Bei dieser Fahrt soll der Zahnarzt ca. zehn Kilogramm Marihuana nach München gebracht haben. Kurz darauf setzte er sich nach London ab, wurde dort allerdings gefasst und nach Deutschland ausgeliefert. Ersten Einschätzungen zufolge drohen ihm mehr als drei Jahre Gefängnis.

Foto Teaserbild: Tinnakorn – stock.adobe.com

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