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Branchenmeldungen 19.07.2017

180'000 Schweizer meiden Zahnarzt aus Kostengründen

180'000 Schweizer meiden Zahnarzt aus Kostengründen

Lieber Schmerzmittel nehmen, als zum Zahnarzt gehen: Dieser Devise folgen jährlich 180’000 Schweizer Bürger. Da Zahnbehandlungen in der Schweiz zum Grossteil selbst getragen werden müssen, ist es vielen einfach zu teuer, und so verzichten sie auf notwendige Termine.

Es ist eine teuflische Abwärtsspirale: Wer die regelmässigen Kontrolltermine versäumt, riskiert Langzeitschäden am Gebiss und einen negativen Einfluss auf die Allgemeingesundheit sowie ein noch viel grösseres Loch im Geldbeutel, da die Behandlungen mit zunehmender Schädigung immer kostenintensiver werden.

Wie die SonntagsZeitung berichtete, sind 55’000 sozial Schwache unter den 180’000 Zahnarzt-Meidern. Weiter heisst es, dass die Zahnarzt-Verzichtquote in der Schweiz bei 20,7 Prozent liegt, womit sie nach den USA mit einer Quote von 33,6 Prozent die meisten Menschen aufweist, die aus Kostengründen nicht zum Zahnarzt gehen. In der Westschweiz ist diese Quote sogar noch höher: Hier gehen 35 Prozent der Bevölkerung nicht zum Zahnarzt.

Menschen, denen das Geld für den Besuch beim Zahnarzt fehlt, wird geraten, dass sie bevorzugt Zahnärzte aufsuchen, die Ratenzahlungen und einen Sozialtarif anbieten.

Quelle: Aargauer Zeitung

Foto: anoli – stock.adobe.com
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