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Branchenmeldungen 15.01.2013

21. Jahreskongress der SSE in Basel

21. Jahreskongress der SSE in Basel

Jemandem auf den Zahn zu fühlen, ist nicht nur Alltag endodontologisch tätiger Zahnärzte, das „Zahninnere“ war auch Gegenstand des 21. Jahreskongresses der SSE. Am 18. und 19. Januar 2013 lud die Schweizerische Gesellschaft für Endodontologie (SSE) ins Congress Center in Basel ein, um neuste Erkenntnisse auszutauschen.

Seit mehr als 20 Jahren bemüht sich die SSE um die Verbesserung der Qualität endodontischer Behandlungen und der endodontischer Versorgung des Patienten. Oberste Prämisse ist dabei der Erhalt und die Funktionalität eines Zahnes. Um dem gerecht zu werden, unterstützt die Schweizerische Gesellschaft für Endodontologie Forschungstätigkeiten und -programme, die neueste Erkenntnisse im zahnmedizinischen Fachbereich aufzeigen wollen.

Impressionen aus Basel

Für die diesjährige Jahrestagung der SSE, die unter dem Motto „Next Generation“ stand, stellte das Organisationskomitee ein vielfältiges Themenspektrum bereit. Weltweit anerkannte Referenten präsentierten ihre Vorträge während des zweitägigen Kongresses in Basel.

Den ersten Kongresstag eröffnete Prof. Paul Wesselink. Er betonte die Bedeutung der DVT-Röntgentechnologie im Vergleich zur zweidimensionalen Radiographie. Mit dem Anschlussvortrag „Der interessante Fall. Wie würden Sie entscheiden?“ wollte Prof. Roland Weiger das Fachpublikum dazu auffordern, Therapiemöglichkeiten einzubringen und die Diskussion zu suchen. Dr. Gabriel Krastl griff die Problematik der dichten Obturation und der stabilen koronalen Rekonstruktion auf. Weitere Referatsthemen waren die Vitaltherapie des Zahnmarkes mit kalziumhaltigen Zement (Prof. Saeed Asgary) sowie die Epidemiologie der apikalen Parodontitis: Prof. Lise-Lotte Kirkevang präsentiert die Entwicklung der Wurzelbehandlung in den letzten 20 Jahren. Als ein weiteres grosses Thema in der Endodontologie versuchte PD Dr. Clemens Walter die enge Verbindung zwischen Parodont und Endodont zu erörtern. Mit dem Beitrag von Dr. Maarten Meire zu Einsatzmöglichkeiten des Lasergerätes in der Endodontologie fand der erste Fortbildungstag schließlich sein Ende.

Am nächsten Tag widmete sich Dr. Luiz Chavez de Paz dem Problem eines geeigneten Biofilmmanagement bei Wurzelkanalinfektionen. Daran anschließend stellte sich Dr. Konrad Meyenberg der Herausforderung der Rekonstruktion von endodontisch versorgten Zähnen. Pro und Contra der Verwendung von Ein-Patienten-Instrumenten wägte Dr. David Sonntag ab und erläuterte die Bedeutung von Prionenerkrankungen für die Endodontie. Am Nachmittag rundeten die zwei letzten Beiträge das Fortbildungsprogramm ab: Während Dr. Isabelle Portenier den Nutzen neuester Materialien und Produkte in der Endontologie hinterfragte, schloss Prof. Michael Hülsmann den Kongress mit einem Überblick zu Neuentwicklungen in der Desinfektionstechnik ab.

Zweifelsohne konnten die Teilnehmer mit neuen Anregungen und klareren Vorstellungen über die Behandlungsmöglichkeiten in der Endodontologie in ihre Praxis zurückkehren.

Während der Pausen stand es den Teilnehmern frei, die Präsentationen der Aussteller zu besuchen. Ein Highlight der Dentalausstellung war unter anderem, dass den Teilnehmern zu den in den Vorlesungen vorgetragenen Themen Table Clinics für praktische Übungen zur Verfügung gestellt wurden.

Der zweitägige Kongress beinhaltete insgesamt 15 Fortbildungsstunden. Als Abwechslung zum Fortbildungsprogramm luden die Veranstalter zur Get-together-party ein. Diese fand nicht nur an einem Ort der besonderen Art statt, sondern liess den ersten Kongresstag in fröhlicher Atmosphäre ausklingen.

Quelle: SSE

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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