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Branchenmeldungen 10.07.2017

23. Dentalhygienikerinnen-Jahrestagung

23. Dentalhygienikerinnen-Jahrestagung

Bei gewohnt fantastischem Wetter trafen sich die Dentalhygienikerinnen zur nunmehr 23. Jahrestagung am 06. und 07. Juli in Ludwigsburg. In familiärer Atmosphäre aktualisierten knapp 200 Teilnehmerinnen ihr Wissen im Themenschwerpunkt „Prävention und Unterstützende PA-Therapie“.

Wie in jedem Jahr begrüßte Sylvia Fresmann, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieniker/Innen e.V. (DGDH) alle Mitglieder und Interessierten, die für die beiden Veranstaltungstage nach Ludwigsburg angereist waren.

Nach der Präsentation der aktuellen Informationen, Termine und Anliegen der Gesellschaft wandte sich Prof. Dr. Johannes Einwag, Direktor des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums (ZFZ), an das Podium. In einem einprägsamen und zugleich unterhaltsamen Vortrag stellte er die Studienergebnisse der Multizenterstudie „Prophylaxe periimplantärer Erkrankungen“ vor. „Was hilft mehr als Beten“ bei der Prophylaxe dieser Erkrankungen? Prof. Einwag bestätigte zunächst, dass Prophylaxe bis ins hohe Alter funktioniert (z.B. siehe DMS V). Erwiesen ist das für die natürlichen Zähne. Für die Prophylaxe bei Implantatpatienten gab es bisher keine evidenzbasierten Daten. Prophylaxe muss früh ansetzen, bevor der Biofilm in den Bereich der Rauigkeiten des Implantats gelangt, da war sich Prof. Einwag sicher.

Das Studienziel lag bei der Überprüfung der Effektivität verschiedener Prophylaxemaßnahmen auf die Entstehung periimplantärer Entzündungen. Die Autoren der Studie zogen das Fazit: Mechanisches Biofilmmanagement funktioniert auch bei Implantaten, CHX-Lack hingegen bringt keinen zusätzlichen Nutzen. Die periimplantäre Mukositis und periimplantärer Knochenabbau können so durch Prophylaxemaßnahmen letztendlich verhindert werden!

Im Anschluss nahmen sich Sylvia Fresmann und Prof. Einwag die Zeit, um allen an der Studie Beteiligten zu danken – von den Autoren über die Industrie bis zu den involvierten Dentalhygienikerinnen sowie deren Chefs für die Unterstützung dieses großen Projektes.

Nach einer kurzen Kaffeepause, bei welcher die Teilnehmerinnen frische Energie tankten und innerlich Platz für neue zahlreiche Fachinformationen schafften, übernahm Prof. Dr. Dr. Adrian Kasaj das Podium. Er setzte sich mit der Frage „Was tun bei Resttaschen?“ in einem zweiteiligen Vortrag auseinander. Mit einem kurzen Überblick über Neuigkeiten im Bereich der Prophylaxe von der IDS 2017 beendete die Dentalhygienikerin Miriam Heyne den ersten Veranstaltungstag.

Zur 23. Jahrestagung wurde, nach dem großen Erfolg im letzten Jahr, das Podium des zweiten Veranstaltungstages erneut auf Englisch abgehalten, dank Simultanübersetzung konnten jedoch alle Teilnehmerinnen problemlos den Vorträgen folgen. Zum Beginn des zweiten Tages entführte Prof. Mogens Kilian, DMD, D.Sc., D.Hc., aus Dänemark in die Welt des „Oral Microbiome“.

Den Kongressabschluss bildeten Mário Rui Araújo, RDH, Portugal, mit einem Vortrag zu „Innovations in oral self-care instruction“ und Grace Park, RDH, Neuseeland. Sie schilderte den interessierten Teilnehmerinnen „The Past, Present and Future of the Dental Hygiene Profession in New Zealand“ und gab somit einen internationalen Einblick.

Auch in diesem Jahr war die 23. Dentalhygienikerinnen-Jahrestagung ein voller Erfolg und punktete wie stets mit einem ausgewogenen und spannenden Programm sowie einer familiären Atmosphäre und dem Treffen vieler bekannter Gesichter. Im kommenden Jahr freut sich die DGDH, alle Interessierten am 5. und 6. Juli 2018 erneut in Ludwigsburg begrüßen zu dürfen.

Foto: OEMUS MEDIA AG

 

 

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