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Branchenmeldungen 05.02.2014

6. Digitale Dentale Technologien 2014 in Hagen

Georg Isbaner
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Carolin Gersin
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6. Digitale Dentale Technologien 2014 in Hagen

Zum sechsten Mal lud das Dentale Fortbildungszentrum Hagen in Kooperation mit der OEMUS MEDIA AG am 7. und 8. Februar 2014 zum Kongress „Digitale Dentale Technologien“.

Mehr als 220 Teilnehmer versammelten sich in Hagen, um sich unter dem Leitthema „Kunststoffe und Keramiken im digitalen dentalen Workflow“ fortbilden zu lassen. Begleitet wurden die Workshops am Freitag und das Vortragsprogramm am Samstag von einer umfangreichen Industrieausstellung.

Workshops am Freitag

Den Auftakt der zweitägigen Veranstaltung bildeten sechs voll besetzte Workshops am Freitagnachmittag. ZTM Martin Liebel referierte im Workshop „Efficient esthetics“ der Firma Amann Girrbach und zeigte den Zuhörern u. a. bereits einen ersten Blick auf das neue Material Ceramill Zolid. Live-Designen mit 3Shape stand im Mittelpunkt des DeguDent-Workshops von ZTM Hans-Ulrich Meier und ZTM Niels Püschner. Dr. Tom Barthel und ZTM Christian Wagner sprachen im theratecc-Workshop über die digitale Kieferrelationsbestimmung und stellten den Teilnehmer den Centric Guide® vor.

In der zweiten Workshopstaffel konnten sich die Teilnehmer im Kurs der Firma Roland DG von Alexander Fink über neue Frästechniken und Materialien informieren. Hierbei wurde vor allem auf einen mehrfarbigen Fräsrohling eingegangen, der den natürlichen Zahnfarbverlauf wiedergibt. „CAD/CAM zwischen Labor und Praxis“ stand im Mittelpunkt des Workshops des DDT-Hauptsponsors NWD Gruppe, bei dem Dr. Karl-Heinz Schnieder, Michael Poth, Axel Appel (VITA Zahnfabrik) und Kirsten Karau (Ivoclar Vivadent) zur neuen Hybridkeramik VITA ENAMIC sowie zu IPS e.max, Ivoclar Vivadent, referierten. Weiterhin ging es um Strategien, um sowohl für Praxis als auch Labor Win-win-Situationen zu erzielen. ZTM Silke Lehmann und Reiner Thomas zeigten im WIELAND Dental-Workshop Vorteile monolithischen Zirkonoxids auf und demonstrierten praktisch die Möglichkeiten in der farblichen Individualität.

Impressionen vom 6. Kongress „Digitale Dentale Technologien“ in Hagen

Vortragsprogramm am Samstag

Die Eröffnung des Kongresses erfolgte traditionell durch den wissenschaftlichen Leiter ZTM Jürgen Sieger. Neben der Vorstellung des Jahrbuches Digitale Dentale Technologien 2014 lobte er die Veranstaltung: „Zur IDS müssen Sie viele Kilometer zurücklegen, um an die Informationen zu gelangen, die Sie zur DDT in Hagen konzentriert vorfinden.“ Alexander Fink stellte im ersten Vortrag des Tages die Vorteile und Möglichkeiten von Mehrschichtzirkon im Laboralltag vor. Über zahnfarbene CAD/CAM-Materialien und was es im Einzelnen zu berücksichtigen gilt, sprach Prof. Dr. Dr. Andree Piwowarczyk.

„Analoges Denken lenkt digitales Handeln“ war das Thema bei ZTM Markus Stork, der in seinem Vortrag u.a. auf wichtige Kriterien bei der Wahl der optimalen Maschine einging.

Sind neue Materialien Fluch oder Segen? Dieser Frage stellte sich ZTM Marko Bähr als nächstes und ging näher auf neue Werkstoffe wie Nanozirkon und PEEK im digitalen Workflow ein. In seinem Vortrag „Vollkeramik – Ästhetik in jedem Fall“ thematisierte Dr. Jörg Reinshagen die natürlichen optischen Eigenschaften der Zähne und erläuterte, welche Möglichkeiten sich durch Zirkonoxid bieten.

Was kann die digitale Technik bei der Funktionsanalyse leisten? Dazu sprach ZA Gerd Christiansen in seinem Referat über die „Computergestützte Bewegungsaufzeichnung – Was können wir sehen?“. Vincent Fehmer gab im Anschluss einen Überblick zur „Rekonstruktiven Materialwahl im Zeitalter der Digitalisierung“ und verdeutlichte dies mithilfe von Patientenfällen.

Wie sich Hochleistungskunststoffe in den digitalen Workflow einfügen können, demonstrierte ZTM Markus Strobel. Er verglich u. a. die Werkstoffe PEEK, Zikonoxid und NEM miteinander. Auch im Vortrag von Prof. Dr. Gerwin Arnetzl standen neue Materialien, wie Hybridkeramiken, im Fokus. Grundlegende Kriterien bei der Wahl des Werkstoffes sind neben Ästhetik auch Angebot und Funktion. Besonders bei den Zu- und Selbstzahlertherapien wird die Patientenkommunikation immer wichtiger. Hier können „Moderne Möglichkeiten der digitalen Kommunikation“, insbesondere die Fotodokumentation, ganz überzeugende Dienste leisten, wie Wolfgang Weisser ausführte. Das Team um ZA Muzafar M. Bajwar, M.Sc. und ZTM Jürgen Freitag sprach über das Hochleistungspolymer BioHPP und zeigte anhand einiger Patientenfälle die Einsatzmöglichkeiten des neuen Werkstoffs auf. Dass neben Kunststoffen und Keramiken auch CoCr im digitalen Workflow nicht fehlen sollte, der Zahntechniker bei der Wahl des Materials jedoch einige Details beachten sollte, verdeutlichte Dr.-Ing. Jürgen Lindigkeit in seinemVortrag. Den Abschluss des Kongresses bildete Enrico Steger mit einem dynamischen Vortrag zum Thema „Fräsen, Schleifen, Pressen, Gießen – Die Vielfalt unserer Handwerkskunst“. Er begeisterte in gewohnt lockerer Art und Weise das Publikum und gab hin und wieder sogar einige seiner Erfolgsgeheimnisse preis. Alle Teilnehmer erhielten auch in diesem Jahr das überarbeitete Jahrbuch Digitale Dentale Technologien 2014 mit umfangreichen Fachartikeln zum Thema Digitale Zahnmedizin und Zahntechnik sowie Produkt- und Anbieterübersichten. Das Kompendium ist ab sofort im Verlagsprogramm der OEMUS MEDIA AG erhältlich. 2015 wird die erfahrene Serie der DDT in Hagen in siebter Auflage am 6./7. Februar fortgesetzt. 

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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