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Branchenmeldungen 23.02.2018

Anwenderinterview: Die Telematikinfrastruktur im Test

Anwenderinterview: Die Telematikinfrastruktur im Test

Durch die Telematikinfrastruktur profitieren alle Beteiligtem von einem sicheren papierlosen Datenaustausch in einem abgeschirmten Netz, Zeitersparnis durch eine optimierte Kommunikation und dem sicheren Einbezug des Patienten und seiner selbsterfassten Gesundheitswerte. Im Interview berichtet ZA Udo von den Hoff, Duisburg, von seinen Erfahrungen während der Testphase.

Sie haben sich am Testlauf der Telematik in der Region Nordwest beteiligt - was war ihr Antrieb?

von den Hoff: Mein Antrieb war relativ einfach: ich bin sehr EDV-affin, benutze viele Computerprogramme im Moment schon in meiner Praxis und bin seit Jahren Pilotkunde der Firma CGM. Da bot sich natürlich an, auch in so einem etwas heikleren Bereich tätig zu werden ­– weil ich gerne auch immer jemand bin, der etwas mit testet, um es danach gegebenenfalls zu verbessern.

Der Aufbau der Telematikinfrastruktur ist laut Bundesgesundheitsministerium das größte IT-Projekt der Welt. Hatten Sie trotzdem Bedenken, dass es bei der Installation der zusätzlichen Technik und Anbindung an die TI etwas schiefgehen könnte?

von den Hoff: Sorgen bei einer EDV-Umstellung hat man eigentlich immer. Gerade wir Ärzte sind natürlich auf unsere EDV sehr stark angewiesen. Die größte Sorge war sicher, dass das ganze System stehen würde, oder – wenn es wie bei uns kurz vor der Quartalsabrechnung war – dass man gar keine Karten mehr einlesen könnte. Das hat sich gottseidank nicht bewahrheitet – alles lief relativ reibungslos, so dass wir da gar keine Probleme hatten.

Wie lief die Installation tatsächlich ab?

von den Hoff: Der Techniker der CGM hat alles erst technisch installiert und dann meine Mitarbeiterinnen und mich sehr gut eingewiesen – so dass wir relativ schnell auch in den Probebetrieb übergehen konnten. Wir hatten dann die Möglichkeit, auch die Hotline anzurufen, die extra für uns Pilotkunden geschaltet war, damit wir uns da auch immer Hilfe holen konnten.

Würden Sie die TI mit dem Konnektor für weitere Anwendungen nutzen?

von den Hoff: Die TI bietet sicher Möglichkeiten, von denen wir auf Dauer nutzen haben können. Für den zahnärztlichen Bereich sehe ich im Moment die digitale Signatur und gegebenenfalls das digitale Rezept als mögliche Anbindung. Ob weitere Anbindungen, die die Allgemeinmediziner nutzen werden, für uns Zahnärzte von Vorteil sind, bezweifle ich – aber wir werden es sehen.

Was würde Sie anderen Praxen für den Rollout-Start mit auf den Weg geben?

von den Hoff: Das sinnvollste ist sicher eine optimale Vorbereitung. Hier ist von großem Nutzen, wenn der EDV-Betreuer, den eine Praxis gegebenenfalls hat, mit dabei sein würde, damit alle Kennwörter, Passwörter und alles, was noch im Hardware Bereich in der Praxis geändert werden müsste, an dem Tag nochmal konzipiert und auf Vordermann gebracht werden kann.

Quelle: CompuGroup

Foto: CompuGroup
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