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Branchenmeldungen 07.02.2014

ATLANTIS? Das hat nichts mit dem versunkenen Inselreich zu tun!

ATLANTIS? Das hat nichts mit dem versunkenen Inselreich zu tun!

Patienten implantat-prothetisch so zu versorgen, dass kein Unterschied zu „echten“ Zähnen erkennbar ist – und das kosteneffektiv und in möglichst kurzer Zeit: Das war vor 17 Jahren die Idee von Dr. Julian Osorio, der – kritisch gegenüber den damals verfügbaren Implantataufbauten – als Erfinder der ATLANTIS™ Abutments gilt. Der prothetisch tätige Zahnarzt hatte die Idee zur digitalen Herstellung patientenindividueller Abutments, die exakt zur Geometrie im Patientenmund passen. Viele glaubten bereits frühzeitig an die Idee „ATLANTIS“ – so wie Dr. James G. Hannoosh, der von Beginn an am Entwicklungsprozess beteiligt war. Über viele Jahre betreute er ATLANTIS™ und weiß daher aus erster Hand, welche Vorteile es bietet, welche Erfahrungen Anwender damit gemacht haben – und wie man auf die Idee kommt, ein Versorgungskonzept nach einem versunkenen Inselreich zu benennen.

Frage: Dr. Hannoosh, gleich zu Beginn eine Frage, die sich sicher viele stellen: Von wem stammt die Idee, patientenindividuelle Abutments nach einem versunkenen Inselreich zu benennen?

Antwort: Die Person, die dem damaligen Unternehmen ATLANTIS seinen Namen gab, war der Gründer und Inhaber des ersten Patents, Dr. Julian Osorio. Er benannte es jedoch nicht nach dem berühmten versunkenen Inselreich, sondern nach dem amerikanischen Roman „Atlas Shrugged“ von Ayn Rand – hier stellte der Autor Atlantis als einen fantastischen Ort für all jene dar, die vollendete Perfektion suchen. Der Name ATLANTIS blieb bestehen und entwickelte sich im Zuge zweier Akquisitionen von einem Unternehmensnamen hin zu einem globalen Markennamen.

Frage: Als Sie damals das erste Mal von der Idee der Abutments, die mittels digitaler Technologie hergestellt werden sollten, hörten – was war Ihr erster Gedanke?

Antwort: Ich dachte, dass das eine wirklich gute Idee ist und konnte mir das Konzept von der Entwicklung bis hin zur Vermarktung sehr gut vorstellen. Schließlich war ich so beeindruckt von dem Konzept und den persönlichen und unternehmerischen Entwicklungsmöglichkeiten, dass ich zusammen mit meinem Geschäftspartner als Investor in das Unternehmen „ATLANTIS Components Inc.“ einstieg und im Jahr 2000 der erste Geschäftsführer der Firma wurde. Damals wurde in den USA bereits erfolgreich in Medizinprodukte investiert, und ich sah meine Chance im Dentalbereich. Zu dieser Zeit profitierte die Dentalbranche übrigens kaum von den Vorteilen digitaler Technologien – das bot uns die Möglichkeit, mit dem Konzept in den wachsenden, profitablen Implantologie-Markt einzusteigen.

Frage: Wie muss man sich den Entwicklungsprozess vorstellen „von der Idee bis zum einsatzbereiten Versorgungskonzept“ – und wann in diesem Prozess wussten Sie: „ATLANTIS wird funktionieren“?

Antwort: Die Antwort auf diese Frage basiert auf der Geschichte amerikanischer Start-up-Unternehmen. Im Jahr 2000 gab es neben ATLANTIS nur eine Hand voll vergleichbarer naturwissenschaftlich orientierter Start-up-Unternehmen. Wir hatten ein junges und engagiertes Technologie-Team, waren kundenorientiert, hatten einen sinnvollen Businessplan, besaßen Patenrechte sowie einen technischen Umsetzungsplan. Zudem gab es bereits einen Markt für handgefertigte maßgeschneiderte Abutments. Wie bei vielen Start-up-Unternehmen, war auch es auch bei uns immer eine Herausforderung finanzielle Mittel aufzutreiben, wir haben aber immer einen Weg gefunden. Der Entwicklungsprozess von ATLANTIS erforderte ein harmonisches Zusammenarbeiten vieler Einzelpersonen mit ihren jeweiligen Talenten, um unser Ziel zu erreichen – eine aufregende Herausforderung. Zweifel, ob die technologische Umsetzung hinter ATLANTIS funktionieren würde, gab es zu keinem Zeitpunkt. Die Frage war vielmehr: Wie gut würde es funktionieren, wie schnell konnten wir es umsetzen – und wie würde der Markt die digital hergestellten maßgefertigten Abutments annehmen? Das Produkt auf den Markt zu bringen hat zwar länger gedauert als geplant, ich habe allerdings während meiner Karriere in vielen Unternehmen gearbeitet, die neue Technologien vermarkten und die Vermarktung dauert erfahrungsgemäß immer länger, in manchen Fällen sogar viel länger als erwartet.

Frage: Warum ist es generell so schwierig, aber auch so entscheidend für den langfristigen Erfolg, ein Abutment passgenau einzusetzen?

Antwort: Es ist überhaupt nicht schwierig patientenspezifische Abutments von ATLANTIS zu verwenden. Die Handhabung ist relativ unkompliziert, weshalb viele Anwender von dem Konzept überzeugt sind. Dies bestätigt auch der Markterfolg von DENTSPLY Implants ATLANTIS Abutments und ATLANTIS Crown Abutments. Der Langzeiterfolg von implantatgetragenen Versorgungen hängt von dem Erhalt des Hart- und Weichgewebes ab. Langfristig erfolgreiche Ergebnisse erzielt man, wenn man erstklassige Implantate, wie die von DENTSPLY Implants, verwendet. Zu diesen Systemen gehören das ASTRA TECH Implant System genauso wie ANKYLOS: Beide Systeme sind darauf ausgelegt, Knochenabbau zu vermeiden und – vor allem in Kombination mit den ATLANTIS-Abutments und Kronen – das Einheilen des Weichgewebes zu unterstützen. Das Resultat ist ein verlässliches, langfristiges und ästhetisch hochwertiges Versorgungsergebnis. Wenn Sie mich fragen, gewinnen dabei alle: die Lieferkette, das ATLANTIS-Team bei DENTSPLY Implants, das Dentallabor und natürlich auch der Patient. 

Frage: Sie kennen ATLANTIS in- und auswendig – warum sollten Behandler und Labore aus Ihrer Sicht mit dem Konzept arbeiten?

Antwort: Behandler und Labore sollten mit dem Konzept arbeiten, weil es ihnen ökonomisch, logistisch sowie klinisch viele Vorteile bringt. Es ist ein grundlegender „Produktivitätssteigerer“, das heißt, Anwender können mit ATLANTIS – im Vergleich zu anderen Konzepten – wesentlich effizienter arbeiten. Außerdem ist es technologisch überlegen und bietet eine breitgefächerte Kompatibilität zu allen gängigen Systemen im Markt. Zudem ermöglicht der Service, der hinter solchen maßgeschneiderten Produkten steht, den engen Austausch zwischen Behandler und dem ATLANTIS-Team von DENTSPLY Implants – eine solche Beziehung verstärkt sich noch durch kontinuierliche Produktverbesserungen sowie der Einführung neuer Produkte, die noch auf der technologischen Basis von damals gründen. Übrigens wurden mittlerweile mehr als eine Million ATLANTIS-Abutments hergestellt und verkauft. Die Erfahrungen, die im Zuge dessen gesammelt wurden, sind ein Grund dafür, warum ATLANTIS heute als Marktführer auf diesem Gebiet agiert.

Frage: Was sind die Vorteile des Konzeptes: für den Behandler, den Zahntechniker, aber auch den Patienten?

Antwort: Wie Sie sich sicher vorstellen können, bringt die Behandlungsmethode viele Vorteile mit sich. Zunächst verschafft es unseren Kunden natürlich einen ökonomischen Nutzen. Zusätzlich bietet es das, was alle guten Konzepte versprechen: Qualität, Preis und eine zeitnahe Lieferung. Genauso wichtig sind allerdings auch die Beziehungen, die sich zwischen unserem Außendienst, Mitarbeitern und dem Kunden entwickeln und so eine maximale Kundezufriedenheit ermöglichen. Ich sollte auch erwähnen, dass diese Technologie die Möglichkeit bietet, die Subjektivität der Ergebnisse von Fall zu Fall einzugrenzen – in anderen Worten: Wir verbessern die Konsistenz unseres Produktdesigns. Insbesondere für den Behandler und seine Patienten bietet ATLANTIS die Möglichkeit, fortschrittliche und dem Original in Größe und Form gleichende Abutments gemäß den eigenen Anforderungen anfertigen zu lassen. Weiterhin gibt es für den Zahnarzt eine Reihe von Optionen zur Weichgewebsbehandlung sowie eine weitreichende Kompatibilität mit anderen Herstellern und Implantat-Größen. Das Dentallabor profitiert gleichermaßen von diesen Vorteilen, hinzukommen der Zugang zur derzeit in der Implantat-Industrie führenden Abutment-Technologie sowie fortschrittliche aktuelle und sich ständig weiterentwickelnde Materialien und die Option, Abutments herzustellen und nicht einzukaufen. Des Weiteren bieten wir wettbewerbsfähige Abwicklungszeiten und eine große Auswahl an modernsten Materialien. Der für den Patienten wichtigste Vorteil ist, dass er sich auf eine zuverlässige Funktion und ein hochästhetisches Ergebnis verlassen kann.

Frage: ATLANTIS wurde laut Erfinder Osorio für den breiten Einsatz in Zahnarztpraxen und Laboren entwickelt. Ist das Konzept für jeden anwendbar oder braucht man gewisse Voraussetzungen, um damit zu arbeiten?

Antwort: In diesem Punkt stimme ich Dr. Osorio zu. Die aktuellen Produkte sind, mit einem Schwerpunkt auf der Implantatversorgung, für den Einsatz in Dentallaboren und Zahnarztpraxen ausgelegt. Die auf diesem Fachgebiet kompetenten Kollegen werden in großem Maße vom Gebrauch der ATLANTIS-Komponenten profitieren.

Frage: Sehen Sie die Zukunft der Zahnmedizin generell in den digitalen Technologien?

Antwort: Der Dentalmarkt ist sehr breit gefächert, daher kann man zu diesem Gebiet keine verlässlichen allgemeingültigen Aussagen treffen. Jedoch kann man im Bereich der Implantologie davon ausgehen, dass man durch den Einsatz digitaler Technologien wie ATLANTIS Lösungen findet, die unseren heutigen Möglichkeiten überlegen sind. Ich gehe davon aus, dass diese Technologien – in Kombination mit modernen Materialen, fortschrittlicher Bildgebungstechnik und computerbasierter Implantat-Planungssoftware wie zum Beispiel SIMPLANT – in Zukunft vom globalen Markt gut angenommen werden.

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