Branchenmeldungen 24.10.2016

Ausbildungsreport 2016: Miese Noten für die Ausbildung zur ZFA

Jana Schikora
Jana Schikora
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Ausbildungsreport 2016: Miese Noten für die Ausbildung zur ZFA

Foto: © highwaystarz – fotolia.com

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat eine Umfrage unter 13.603 Auszubildenden aus 25 Berufen durchgeführt und im „Ausbildungsreport 2016“ veröffentlicht. Das erschreckende Ergebnisse: Die Ausbildung zum/zur Zahnmedizinischen Fachangestellten ist in der Gesamtbewertung auf dem letzten Platz gelandet und somit der schlechteste Ausbildungsberuf in Deutschland.

Die Ergebnisse der Umfrage mögen überraschen, angesichts der Tatsache, dass die Bundeszahnärztekammer kürzlich erst einen Anstieg um durchschnittlich 4,1 Prozent auf knapp 13.000 Lehrlinge im neuen Ausbildungsjahr vermelden konnte. Dennoch schätzen Azubis die Lehre zur ZFA durchweg schlecht ein. Auch ZWP online-Autorin Patricia Hoppe hatte kürzlich nur wenig Gutes zu berichten.

Im „Ausbildungsreport 2016“ landete der Lehrberuf „Zahnmedizinische/-r Fachangestellte/-r“ auf dem letzten Platz. Damit reiht er sich unter die ebenfalls als unattraktiv bewerteten Ausbildungsberufe zum Koch, Maler und Lackierer, Hotelfachmann/-frau und Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk. Bei der Bewertung der fachlichen Qualität der Ausbildung landete der Lehrberuf immerhin im Mittelfeld. Auch was Arbeitszeiten und Überstunden betrifft, gab es durchschnittlich nur mittlere Bewertungen. Bei der persönlichen Beurteilung der Ausbildungsqualität wurde jedoch nur noch der/die Verkäufer/-in schlechter eingestuft.

Zur Unzufriedenheit beitragen dürfte auch, dass immerhin 21,9 Prozent immer bzw. häufig auch ausbildungsfremde Tätigkeiten in der Zahnarztpraxis verrichten müssen. Außerdem müssen über die Hälfte (51,3 Prozent) der angehenden Zahnmedizinischen Fachangestellten ihr Berichtsheft außerhalb der Ausbildungszeit führen, obwohl dies laut Regelung während der Arbeitszeit erfolgen soll. Ebenfalls nur knapp die Hälfte (45,3 Prozent) gab an, dass Überstunden bezahlt oder durch Freizeit ausgeglichen werden.

Nicht nur die Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes macht deutlich, dass die Ausbildung zur/zum ZFA wieder attraktiver werden muss, damit auch in Zukunft kein Fachkräftemangel in deutschen Zahnarztpraxen herrscht und Patienten weiterhin von zufriedenen Mitarbeitern behandelt werden.

Den vollständigen „Ausbildungsreport 2016“ gibt es hier.

Quelle: DGB – Deutscher Gewerkschaftsbund

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