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Branchenmeldungen 14.05.2018

Belgier lassen sich nicht mit Geld zum Zahnarzt locken

Belgier lassen sich nicht mit Geld zum Zahnarzt locken

Im vergangenen Jahr hat jeder zweite Belgier seine jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt versäumt. Obwohl vorbildlichen Patienten eine erhöhte Kostenerstattung winkt, gehen die meisten erst zum Zahnarzt, wenn es akut wird.

Belgier sehen scheinbar keine Notwendigkeit, regelmäßig beim Zahnarzt vorzusprechen. Wie grenzecho.net berichtet, sind 2017 nur knapp die Hälfte der bei der Christlichen Krankenkasse Versicherten vorsorglich zum Zahnarzt gegangen. In Brüssel und Wallonie sind 18- bis 30-Jährige noch nachlässiger, gerade mal 42 Prozent haben das jährliche Check-up wahrgenommen.

Erst 2014 wurde eine erhöhte Kostenerstattung eingeführt, in der Hoffnung, ein finanzieller Anreiz könne sich positiv auswirken. Wie die aktuellen Zahlen jedoch zeigen, blieb eine Sensibilisierung für die Relevanz einer guten Mundgesundheit aus. Rund drei Viertel aller Belgier gehen erst zum Zahnarzt, wenn Schmerzen ins Spiel kommen oder eine Reparatur fällig ist.

Ob sich mit der geplanten Erweiterung des Kompetenzbereiches von Mundhygienikern daran etwas ändern wird, bleibt abzuwarten. Derzeit seien zumindest die Wartezeiten für einen Zahnarzttermin sehr lang. Diesem Umstand will die belgische Gesundheitsministerin Maggie De Block entgegenwirken, wie standaard.be berichtet. Sie plant – ähnlich wie die Niederlande – Mundhygienikern „leichte“ Aufgaben der Zahnärzte zu übertragen.

Foto: contrastwerkstatt – stock.adobe.com
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