Anzeige
Branchenmeldungen 20.08.2019

:beyli als Vermittler zwischen Patienten und Fachbehandlern

:beyli als Vermittler zwischen Patienten und Fachbehandlern

Das neu gegründete Start-up :beyli will den Markt der unsichtbaren Zahnschienen aufrollen und setzt dabei auf einen neuen Ansatz: „Anders als das Gros unserer Wettbewerber arbeiten wir aktiv und ausschließlich mit unabhängigen Zahnarztpraxen und Fachzahnärzten für Kieferorthopädie zusammen, um den hohen Qualitätsanspruch unserer Kunden zu erfüllen“, erklärt Philippe Dahmen, Geschäftsführer von :beyli. Neben dieser engen Kooperation setzt das junge Unternehmen auf die Kombination aus Online-Dialog und stationärer Beratung in Beratungszentren, den sogenannten :beyli Studios. Ein Kurz-Interviewmit Prof. em. Dr. Rainer-Reginald Miethke, international anerkannter Experte für Aligner-Behandlungen und wissenschaftlicher Berater des Start-Ups :beyli.

Aus welchen Gründen unterstützen Sie das Start-up :beyli?

„Die Idee und das Vorgehen von :beyli beeindrucken mich. :beyli tritt als Vermittler zwischen Patienten, behandelnden Kieferorthopäden und Zahnärzten auf und gibt so mehr Patienten die Möglichkeit einer Behandlung. Denn die Schwelle, mit einer Zahnfehlstellung direkt zum Kieferorthopäden zu gehen, ist aus meiner Sicht deutlich höher, als sich zunächst in einem modernen Beratungszentrum über die Möglichkeiten einer Zahnstellungskorrektur zu informieren. :beyli hat hier ein Konzept entwickelt, das allen hilft. Außerdem kenne ich die Personen, die hinter :beyli stehen, deren Arbeit ich schätze. Darüber hinaus freue ich mich über die Chance, als interessierter Berater auf die weitere Entwicklung von :beyli Einfluss zu nehmen.“

Wie beurteilen Sie den Markt der unsichtbaren Zahnschienen?

„Die Einstellung zur Aligner-Technik war in den ersten Jahren ausgesprochen negativ. Aber sowohl der Markt als auch die Technik, Software und Hardware, haben sich in den vergangenen Jahren unglaublich weiterentwickelt. Durch den Einsatz digitaler Behandlungsplanung wird sich der Markt auch in den kommenden Jahren weiter vergrößern. Ich bin mir sicher, dass wir immer mehr Indikationsbereiche erschließen werden.“

Inwiefern hebt sich :beyli vom Wettbewerb ab?

„Das Besondere ist, dass :beyli nicht selbst als Behandler auftritt, sondern vielmehr als kompetenter Vermittler zwischen Patienten und Fachbehandlern. Eine Tatsache, die das Unternehmen ganz klar von anderen Start-Ups unterscheidet, die ich in der Vergangenheit oft kritisiert habe. Bei :beyli werden die Patienten nicht mit der Online-Bestellung einer Zahnschiene allein gelassen. Vielmehr werden sie fachlich richtig und kompetent beraten und von erfahrenen Kieferorthopäden und Zahnärzten behandelt. Für mich ist das der entscheidende Grund, warum ich :beyli fachlich beratend unterstütze.“

Wie schätzen Sie die Zukunft von Zahnkorrekturen mit Aligner-Zahnschienen ein?

„Wir müssen die Aligner als Chance für unsere Patienten sehen. Die neue Technik kann in einigen Fällen herkömmliche Behandlungsmethoden ersetzen. Denn ältere Systeme waren für Erwachsene, im Berufsleben Stehende oft einfach nicht attraktiv: Lose Zahnspangen sind meist sehr klobig und kommen aufgrund der Sprachbehinderung und der Ästhetik im Grunde nicht in Frage. Die festen Zahnspangen sind zwar ausgesprochen effektiv, aber ästhetisch natürlich wenig überzeugend.

Dann gibt es noch die innenliegenden Zahnspangen, die man tatsächlich kaum sieht. Aber es gibt in Deutschland nicht so viele Behandler, die mit diesen Systemen perfekt umgehen können. Außerdem gehen diese Spangen mit erheblichen Gewöhnungsschwierigkeiten einher. Der ganze Mundraum ist ausgesprochen sensibel, und deshalb stört sich die Zunge sehr an den innenliegenden Zahnspangen-Brackets. Auch wenn sich der Patient natürlich mit der Zeit an den Störfaktor gewöhnt, sind diese Apparaturen erst einmal unangenehm. Und das ist eben der Vorteil an Aligner-Schienen. Man sieht sie nicht, sie behindern das Sprechen nicht, und man kann sie herausnehmen. Damit ist eine uneingeschränkte Mundhygiene möglich, und die Schiene behindert den Patienten auch nicht in Alltagssituationen, in denen er auch einmal ohne Schiene auftreten möchte.“

Können die Aligner eine feste Zahnspange immer ersetzen?

„Es gibt für jedes Behandlungsmittel eine Indikation. Bei manchen sehr komplizierten Zahnkorrekturen, bei denen Aligner-Schienen nicht weiterhelfen, muss man entsprechend auf eine feste Zahnspange zurückgreifen. Aber in zahlreichen Fällen führen durchsichtige Schienen zum gleichen Resultat wie eine feste Zahnspange. Die Beurteilung, welches Behandlungsmittel optimal für eine bestimmte Situation ist, trifft der Kieferorthopäde oder Zahnarzt. Erwachsene haben oft zwar einen korrekten Biss, aber altersbedingt kleinere Veränderungen an der Stellung ihrer Zähne. Da gibt es aus meiner Sicht kaum eine bessere Behandlungsmethode als Aligner-Schienen.

Klar ist: eine Aligner-Schiene braucht Disziplin – denn sie soll mindestens 20 Stunden am Tag getragen werden. Patienten, die sich bei :beyli beraten lassen, sind sich darüber im Klaren und wollen ein schnelles, sichtbares Ergebnis. Außerdem sind die Schienen nach einer kurzen Gewöhnungsphase komfortabel zu tragen. Daher ist die Tragedauer pro Tag aus meiner Sicht nur eine kleine Hürde.“

Foto Teaserbild: Dmitry – stock.adobe.com

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige