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Branchenmeldungen 13.02.2019

Bohne statt Erbse: Viele Kinder putzen mit zu viel Zahnpasta

Bohne statt Erbse: Viele Kinder putzen mit zu viel Zahnpasta

Fluorid ist ein wichtiger Bestandteil der Kariesprophylaxe. Die Empfehlung für Kinder lautet „erbsengroße“ Zahnpastamengen, um Störungen der Schmelzbildung zu vermeiden. Wie eine aktuelle Studie belegt, halten sich zu wenige daran.

Fluoride sind schon seit Langem aus Zahnpflegeprodukten nicht mehr wegzudenken. So haben sie nachweislich zum Rückgang von Karies, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, beigetragen. Aber: Eine zu hohe Fluoridkonzentration über einen langen Zeitraum während der Zahnentwicklung birgt das Risiko von Dentalfluorose. Je nach Schweregrad können Schmelzoberflächen von weißen Linien bis hin zu massiven Defekten mit Schmelzverlust betroffen sein. Das richtige Maß der Fluoridzufuhr ist demnach überaus wichtig.

Laut einer von der US-Behörde des Gesundheitsministeriums Centers for Disease Control and Prevention (CDC) durchgeführten Studie finden von Fachgesellschaften herausgegebene Empfehlungen im Alltag zu wenig Berücksichtigung. Die Umfrage mit Eltern von 5.000 Kindern zeigte, dass rund 40 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren eindeutig zu viel Zahnpasta verwenden. Sie gaben an, die Zahnbürste halb oder ganz mit Zahnpasta zu bestreichen, wie dailymail.uk.com berichtet. Viele Kinder hätten im wahrsten Sinne Geschmack an ihrer Zahncreme gefunden, daher werde sie auch häufig heruntergeschluckt.

Die Studie hinterfragte jedoch weder, ob Fluoridzahnpasta verwendet wurde noch begutachtete sie die Zahngesundheit der Kinder. Dennoch sei, so die Wissenschaftler, von einem erhöhten Fluoroserisiko auszugehen.

Foto: itardiusz – stock.adobe.com

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