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Branchenmeldungen 20.05.2015

BVD-Tagung: Verbandskompetenz in der Yachtresidenz

Christin Bunn
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BVD-Tagung: Verbandskompetenz in der Yachtresidenz

Vorbeiziehende Fähr- und Kreuzfahrtschiffe beim Blick nach Westen, die Liaison von weitläufigem Meer und Hafenpromenade im Osten – anlässlich der diesjährigen Fortbildungstage vom 18. bis 19. Mai 2015 setzte der BVD seine Segel im Norden Deutschlands und zeigte Flagge in Rostock-Warnemünde.

Eine Hotelanlage in maritimen Stil sowie ein Kongresszentrum mit Blick auf die Warnowmündung und die Ostsee – rund 150 Teilnehmer folgten der Einladung des Bundesverband Dentalhandel e.V. und erfuhren während der beiden Veranstaltungstage auf der Halbinsel Hohe Düne vielschichtige Impulse.

Traditionell wurden die Fortbildungstage durch Präsident Lutz Müller eröffnet, gefolgt von Grußworten der Repräsentanten benachbarter Verbände. Dabei sprach Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK, über die guten Entwicklungen im Bereich Prävention, die in keinem anderen medizinischen Segment so gut gefruchtet hätten, wie in der Zahnmedizin. Dies sei laut Oesterreich ein Verdienst aller – Handel, Industrie, Kammern und Verbände – aber besonders auch auf die Initiative proDente e.V. zurückzuführen, die maßgeblich zur Verbesserung der Außenwahrnehmung des Themas Zahnmedizin beigetragen habe.

Impressionen

Als Vizevorsitzender des FVDZ und Vorstandsvorsitzender der Initiative proDente e.V. war es anschließend an Joachim Hoffmann einen aktuellen Einblick zu geben. Dieser betrachtete gegenwärtige dentale Entwicklungen aus seinem Fokus des niedergelassenen Zahnarztes und verwies auf aktuelle, in hoher Frequenz wahrnehmbare Fusionen des Handels, welche ihm Sorge bereiten. Hoffmann betonte die Wichtigkeit des Dentaldepots vor Ort und regte dazu an, einen fairen und vernünftigen Wettbewerb zu führen.

Als Präsident des VDZI übernahm Uwe Breuer das Wort und resümierte die zurückliegende Internationale Dental-Schau als einen guten Ort für die neue Kursbestimmung der gesamten Branche. Dabei seien Neu- und Weiterentwicklungen in den Bereichen Materialien und Technologien zwar elementar, aber auch die zahnärztlichen sowie zahntechnischen Möglichkeiten dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Diese Kompetenzen seien besonders auch auf die Nähe der Depots und die persönlichen Gespräche zurückzuführen, weshalb laut Breuer ein reiner digitaler Bestellvorgang eine qualitative Vor-Ort-Betreuung auch im digitalen Zeitalter nicht ersetzen könne.

BVD-Tagung erstmals mit Motto

„Handel im Wandel“ – Unter diesem Thema standen die diesjährigen Fortbildungstage – ein Novum, wie Präsident Lutz Müller betonte. Damit bestätigte Müller seine These, dass der BVD trotz seines Alters von 102 Jahren „weder dement noch verkalkt ist, sondern so agil wie lange nicht mehr“ und bereit, aktuelle Entwicklungen erfolgreich zu beschreiten. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Neugründung eines qualitativen Beirates aus Handel und Industrie, welcher ein zukunftsweisendes Messekonzept entwickelt habe, dessen Maßnahmen bereits in der diesjährigen Messesaison greifen werden. Als weitere aktuelle Aktivitäten stellte Müller die Erstellung einer Gebrauchtgeräteliste, eine Datenbank zur Pflege der Sicherheitsdatenblätter sowie die erfolgreiche Übernahme des von NWD ins Leben gerufenen Studienganges „Dental-Betriebswirt/-in“ vor.

Visionen, Werte und Ziele: Anschließend war es an den BVD-Vizepräsidenten Uwe Jerathe und Andreas Meldau, über gegenwärtige Entwicklungen innerhalb der einzelnen Arbeitsgruppen zu informieren. So bezogen sich Jerathe und Meldau u.a. auf die GDP-Thematik kühlpflichtiger temperaturempfindlicher Arzneimittel und verwiesen darauf, dass in mehreren Schritten eine Branchenempfehlung erarbeitet worden sei, über den BVD hinaus.

Zudem wurde der Marken-Relaunch des BVD bekanntgegeben, der den Verband als Institution stärken soll und in aufeinander aufbauenden Etappen erfolgen werde.

Manpower im Referententeam

Nach den verbandspolitischen Themen war es an den Referenten, dem Thema „Handel im Wandel“ einen individuellen Blick über den Tellerrand in benachbarte Disziplinen zu geben.

Innerhalb der allgegenwärtigen Wandlungsprozesse stelle besonders die „Generation Y“ eine besondere Herausforderung für die Arbeitswelt dar, wie Prof. Dr. Christian Schmidt als erster Referent des Tages in seinem Vortrag mittels Studien, persönlicher Anekdoten und Beispiele verdeutlichte.

Über die Herausforderungen und Chancen des Themas „Handel im digitalen Zeitalter“ sprach im Anschluss Dr. Jens Rothenstein. Dabei stand ein Cross-Channel-Verhalten im Fokus seiner Ausführungen, das hinsichtlich des sich grundlegend ändernden und dabei kanalübergreifenden Informations- und Kaufverhaltens elementar für Handelsstrukturen sei.

Über die Rolle vom Empathie und emotionaler Kompetenz innerhalb unserer sich wandelnden Gesellschaft referierte Bodo Lorenzen und zeigte Möglichkeiten auf, die emotionale Kraft effektiver zu nutzen.

Dr. David Bosshart hinterfragte in seinem Vortrag persönliche Entscheidungsprozesse in einem zunehmend automatisierten Umfeld, gefolgt von Ausführungen von Darwinist Karl-Heinz Land, der Schlüsseltechnologien im Zeitalter der Digitalisierung von Produkten und Services aufzeigte.

Maritimer Abend

Zwischen den beiden Fortbildungstagen gab es auch in diesem Jahr ausreichend Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung der Tagungsteilnehmer. So lud am Montagabend die Bootshalle der Hohen Düne zum geselligen Verweilen ein und bildete den stilvollen Rahmen für maritime Speisen und Getränke.

Meeresluft, Hafenpanorama, ein gelungenes Fortbildungsprogramm und gute Gespräche – die Stimmung unter den Teilnehmern hätte besser nicht sein können und die BVD-Fortbildungstage werden sicherlich in guter Erinnerung bleiben.

Bereits in 11 Monaten gehen die BVD-Fortbildungstage in ihre neue Edition: diese finden voraussichtlich am 25. und 26. April 2016 im Großraum Frankfurt statt.

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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