Branchenmeldungen 09.07.2012

Carestream diskutiert „DVT heute – DVT morgen“

Claudia Jahn
Claudia Jahn
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Carestream diskutiert „DVT heute – DVT morgen“

Foto: Carestream

Nach Paris und Oslo beherbergte vom 6. bis 8. Juli eine weitere europäische Metropole das jährliche Presseevent des Anbieters für dentale Imaging-Lösungen. Vertreter aus Wirtschaft, Praxis und Fachpresse fanden sich in Hamburg zusammen, um den aktuellen Stand der digitalen Röntgentechnologien zu diskutieren.

Unter dem Motto „DVT heute – DVT morgen“ wagten Frank Bartsch, Trade Marketing Manager bei Carestream Dental, sowie Teilnehmer führender Fachmedien eine Einschätzung von gegenwärtigem Stand und Zukunft des digitalen Röntgens im dentalen Bereich. Der Hamburger Implantologe Dr. Andreas Hartleb gab seine Erfahrungen mit dem digitalen Röntgen wieder. Er arbeitet in seiner Praxis mit Spezialisten für die Bereiche Endodontie, Parodontologie und CMD zusammen und sieht sich inzwischen mehr als Manager als Behandler. Vielleicht auch deswegen hat er sich vor der Anschaffung digitaler Röntgentechnik durchaus kritisch mit dieser auseinandergesetzt.

Nicht nur durch ein zielorientiertes Miteinander seiner Spezialisten, sondern auch durch die Auswahl der technischen Ausstattung wolle er das tun, was der Patient benötigt, und nicht das, was der Zahnarzt gerade gut kann. Mit Hinblick auf eine möglichst freie und lösungsorientierte Therapiewahl entschloss er sich schließlich im Jahr 2011, vom Dental-CT auf einen digitalen Röntgensensor sowie digitale Panoramaschichtaufnahmen und Speicherfolientechnik umzurüsten. Nach einem Jahr Praxiserfahrung mit digitalen Röntgentechnologien kommt er zu dem Schluss, dass diese eine gute Aussagekraft mit einer geringen Strahlenbelastung verbinden.

„Man muss in der heutigen Zeit abwägen, was wir investieren, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch vom Behandlungsaufwand“

Während neben technischen Anforderungen wie einer hohen Auflösung und dem geeigneten Field of View auch die Wirtschaftlichkeit ein Kriterium für die Anschaffung eines digitalen Röntgengeräts war, präsentiert sich die verbesserte Diagnostik als ein klarer Vorteil dieser Technologie. Die digitale Volumentomografie helfe bei der Einschätzung schwieriger endodontischer und implantologischer Fälle und trage damit nicht zuletzt auch dazu bei, häufiger eine Entscheidung zum Erhalt des natürlichen Zahns zu treffen. Somit erfolgt der Wechsel zu digitalen Bildgebungstechnologien ganz im Sinne des Patienten, der nun ebenfalls seine Therapieentscheidung auf einer gesicherten Informationsbasis gründen kann. Die Behandlungsabsprache erfolge daher nicht spekulativ, sondern faktenorientiert, was letztendlich auch die Bindung zwischen Patient und Arzt erhöhe, ergänzte Frank Bartsch.

Mehr als nur Diagnostik

Das Fazit zur digitalen Röntgentechnik beim abschließenden Round-Table-Gespräch am Samstag fiel deshalb positiv aus: DVT kann heute bereits zu einer präziseren Diagnostik und damit zu einer souverän getroffenen Therapieentscheidung, einer anschaulichen Patientenaufklärung und damit letztendlich auch zu einer Imageverbesserung für den Zahnarzt beitragen. In die Zukunft geblickt, kann DVT morgen mehr als nur Diagnostik sein und beispielsweise zunehmend bisher mechanische Arbeitsschritte wie die Abdrucknahme zur Anfertigung einer prothetischen Versorgung ersetzen.

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