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Branchenmeldungen 27.10.2020

Corona-Infektionen bei Zahnärzten unter einem Prozent

Corona-Infektionen bei Zahnärzten unter einem Prozent

Anfang des Jahres wurde ein Bericht veröffentlicht, der den Beruf des Zahnarztes, insbesondere aufgrund des hohen Infektionsrisikos, als „gesundheitsgefährdend“ einstufte. Aktuelle Infektionsraten mit dem Coronavirus sprechen jedoch eine andere Sprache.

Basierend auf den Daten von O * NET, einer Datenbank des US-Arbeitsministeriums, wurden Berufe und ihre Risiken auf die Gesundheit klassifiziert (ZWP online berichtete). Die Berufsgruppe der Zahnärzte landete auf dem ersten Rang – ausschlaggebend war das hohe Infektionsrisiko. Dem steht nun eine aktuelle Erhebung unter US-amerikanischen Zahnärzten entgegen, die belegt, dass die Zahl der Corona-Infektionen in dieser Berufsgruppe vergleichsweise gering ist. Grundlage der Untersuchung waren Daten von knapp 2.200 Zahnärzten aus dem Monat Juni 2020.

Anhand der Berichte errechneten die Forscher des American Dental Association (ADA) Science and Research Institutes und Health Policy Institute in Chicago die Prävalenz, welche bei unter einem Prozent (0,9 Prozent) lag. Die Fehlerquote wurde mit 0,5 Prozent ausgewiesen. Damit liegen die Infektionszahlen bei Zahnärzten deutlich unter denen des anderen medizinischen Personals.

Die Studie liefert damit klare Indizien, dass die verschärften Hygienebestimmungen seit der Corona-Pandemie funktionieren. Empfehlungen wie zusätzliche Schutzausrüstung (Schutzbrillen, Visiere) oder die Verwendung eines Kofferdams konnten, so die Autoren, das Risiko enorm minimieren – sowohl für das Praxisteam als auch den Patienten.

Die Untersuchung wurde im Journal of the American Dental Association veröffentlicht.

Foto Teaserbild: A_Bruno – stock.adobe.com

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