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Branchenmeldungen 22.07.2020

Dreister Corona-Schwindel: Erst PZR, sonst keine Behandlung

Dreister Corona-Schwindel: Erst PZR, sonst keine Behandlung

Eine Wiener Zahnarztpraxis nutzt das Coronavirus als Vorwand, um bei den Patienten ordentlich abzukassieren. Wer sich den absurden Bestimmungen nicht beugt, wird schlichtweg nicht behandelt.

Seit dem Coronavirus steht die Welt kopf: diverse Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben sowie Hygienebestimmungen, die nicht nur zwischen den Staaten, sondern sogar zwischen Bundesländern ganz unterschiedlich ausfallen. Die Unsicherheit in der Bevölkerung ist dementsprechend groß.

Und genau das nutzt derzeit ein Wiener Zahnarzt schamlos aus. Natürlich wurden seit der Corona-Pandemie auch in Österreich besondere Hygienemaßnahmen im Gesundheitssektor ergriffen, um Patienten und medizinisches Personal gleichermaßen zu schützen. Allerdings nicht in der Form, wie es der Zahnarzt behauptet. Er lässt Patienten glauben, dass Zahnarztpraxen Corona-bedingt dazu angehalten sind, vor jeder Behandlung eine professionelle Zahnreinigung durchzuführen. Die Kosten dafür müssen die Patienten natürlich selbst tragen. Patienten, die sich nicht dazu bereiterklären, auf diese Bedingungen einzugehen, wird die Behandlung verwehrt, wie heute.at berichtete. Dabei scheint völlig irrelevant, ob es sich um langjährige oder Neupatienten handelt oder ob diese erst vor Kurzem eine PZR haben durchführen lassen.

Dass die Verknüpfung von Mundhygiene und Behandlung völlig an den Haaren herbeigezogen ist, bestätigt auch die Wiener Zahnärztekammer. Eine Vorschrift dieser Art gibt es nicht.

Foto Teaserbild: Alexander Limbach – stock.adobe.com

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