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Branchenmeldungen 11.06.2018

DENTBOSS mit Marteria: „Wir sind Fans von ihm – und er von uns.“

DENTBOSS mit Marteria: „Wir sind Fans von ihm – und er von uns.“

Tausche Winkelstück gegen Kamera: In dem Kurzfilm „DENTBOSS“ mit Marteria zeigt eine Berliner Zahnarztpraxis, dass sie mehr als „nur“ Bohren kann. Im exklusiven ZWP online-Interview verrät Zahnarzt Mischa Ommid Steude, was hinter der Idee steckt.

Am 30. Mai ging der von DIE PRAXIS selbst produzierte Film der etwas anderen Art ans Netz. Langweilige Kamerafahrten durch leere Praxisräume und winkende Zahnärzte wurden schlichtweg durch Gangster, Action und eine gehörige Portion Humor ersetzt. Nicht nur das Praxisteam wurde für DENTBOSS eingespannt – auch Rapper Marteria stand für die Zahnarztpraxis vor der Kamera. Mischa Ommid Steude, einer der Praxiszahnärzte und Master of Science im Bereich der Implantologie kommt mächtig ins Schwärmen, als er der ZWP online-Redaktion von dem Projekt erzählt …

Wie ist es zu der Idee mit DENTBOSS gekommen? Wer war dabei die treibende Kraft?

Als Kind wollte ich lange Regisseur werden, hab alles darüber gelesen, Drehbücher für mich geschrieben und kleinere Projekte realisiert. Marten/Marteria bot mir an, wenn wir mal was mit ihm machen wollen, dann sollen wir ihm Bescheid geben. Ich sah darin die Möglichkeit, mir einen Kindheitstraum zu erfüllen. Also sagten wir: Wenn, dann aber richtig! Durch unsere Nähe zu Berliner Agenturen und der Filmbranche war der Cast schnell zusammengestellt. 90 Prozent der Leute, die sich an unserem kleinen Film beteiligten, sind Patienten oder Freunde von Patienten. Wir haben wirklich tolle, begeisterungsfähige Patienten und Mitarbeiter.

Hinter den Kulissen von DENTBOSS

Stimmt es, dass Marteria Patient bei Ihnen ist? Ist er auf dem Zahnarztstuhl auch so cool wie als Rapper?

Ja, ist er. Er schickt sogar seine ganze Familie aus Rostock und seine Musikkollegen zu uns. Er ist ein Fan von uns, und wir sind ein großer Fan von ihm. Er ist immer total entspannt. Den bringt nichts aus der Ruhe. Einer der angenehmsten Menschen, die ich kenne.

Ist er ein vorbildlicher Patient, oder könnte er sich ruhig öfter blicken lassen?

Es klappt durch seinen „Job“ dann doch nicht ganz regelmäßig mit den Zahnarztbesuchen. Der Mann hat viel zu tun. Obwohl das manche wundert: Die Patientin, die seine Patientin im Film spielt, fragte ihn ganz süß, was er beruflich macht und wo er herkomme. Da antwortete Marten, dass er Musiker aus Rostock sei. Sie erkundigte sich dann ganz besorgt nach seiner beruflichen Auslastung.

Nach nicht einmal einer Woche hat das Video bereits über 65.000 Aufrufe. Wurden damit Ihre Erwartungen erfüllt?

Wir hatten eigentlich keine Erwartungen. Ich wollte nur, dass das Ding möglichst viele Leute sehen, um vor allem den vielen fantastischen Menschen, die meistens kostenlos mitgemacht haben, eine möglichst große Plattform zu geben. Die meisten machen sowas ja beruflich, und ich wollte, dass sich das für sie durch die Reichweite lohnt. Wir finden es natürlich toll, dass so viele Leute unseren Film gesehen haben und sogar witzig fanden.

Läuft der Kurzfilm nun bei Ihnen im Wartezimmer? Was sagen Ihre Patienten zu dem Film?

Unsere Patienten finden es geil, dass ihre Zahnarztpraxis sowas macht. Wir haben zwar einen Beamer im Wartezimmer, der läuft aber momentan nicht, da es einfach zu hell draußen ist. Vielleicht dann im Winter, falls wir ihn dann überhaupt noch sehen wollen ...

Wie ist es um die Neugewinnung von Patienten bestellt? Wollen jetzt alle Berliner zu Ihnen in die Praxis wechseln?

Wir haben den Film nicht gemacht, um mehr Patienten zu bekommen. Unsere Praxis gibt es schon seit 40 Jahren und seit fast zehn Jahren in der jetzigen Form. Wir sind u.a. auch eine Überweiserpraxis für Endo und Implantologie, daher kriegen wir die meisten Neupatienten durch Mundpropaganda und Überweiser. Ich denke auch, dass bei so was Bundesweitem der Werbeeffekt gar nicht so groß ist. Aber klar, natürlich melden sich Patienten, weil sie den Film gesehen haben und uns kennenlernen wollen. Das liegt aber in einem überschaubaren Rahmen.

Wie schätzen Sie generell die Erfolgschancen mit DENTBOSS ein? Lohnt sich diese außergewöhnliche Form des Marketings?

Wir machen solche Dinge, weil sie uns Spaß machen, weil wir als Team Bock darauf haben! Weil wir uns hierbei kreativ ausleben können und keine Angst haben, Dinge aus einem Bauchgefühl heraus etwas anders anzupacken. Wir untersuchen das nicht nach ihrer Marketingtauglichkeit. Ich denke, viele konservative „Marketingprofis“ würden uns sogar von einigen Dingen abraten.

Einige Vorteile hat solch ein Marketing, wie Sie es nennen, schon:

  1. Wir haben keinerlei Probleme, Personal zu finden. Weder Zahnärzte, Zahnarzthelferinnen oder Techniker. Weil diese merken, dass wir authentisch sind und bei unserer Arbeit Spaß haben, weil wir uns unser Umfeld selbstständig kreieren.
  2. Ich bilde mir ein, dass Patienten und Überweiser die Liebe für die vielen kleinen Details sehen, ob es DENTBOSS, Website oder unsere Kommunikation ist. Wir machen diese Aktionen ja nicht statt guter Zahnmedizin oder gutem Service, sondern zusätzlich. Wir sind in unseren Behandlungen genauso detailverliebt. Ich glaube, das spüren die Leute.

Und durch die Klickzahlen und Kommentare in den sozialen Medien weiß man, dass viele Menschen diesen Kurzfilm sehen und gesehen haben. Für uns alle ist das ein riesiger Erfolg!

Vielen Dank für das Gespräch. Viel Erfolg und vor allem weiterhin Spaß bei Ihrer Arbeit!

Foto: DIE PRAXIS
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