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Branchenmeldungen 19.03.2020

Steiermark steht kurz vor zahnmedizinischem Kollaps

Steiermark steht kurz vor zahnmedizinischem Kollaps

Bereits vor Wochen warnten Experten, der Mangel an Schutzmitteln infolge der Corona-Krise könnte die zahnmedizinische Versorgung in Europa ernsthaft bedrohen. Jetzt ist der Ernstfall in Österreich, in der Steiermark, eingetroffen.

Viele Patienten, die dieser Tage in der Steiermark einen Zahnarzttermin wahrnehmen wollten, werden sich wohl einige Wochen gedulden müssen. Das sich weiter ausbreitende Coronavirus hat die Zahnärzteschaft des Bundeslandes an seine Grenzen gebracht. Vielerorts mussten Praxen schließen, wie die Zahnärztekammer verlauten ließ. Patienten werden nur noch in äußersten Notfällen behandelt.

Grund sei aber keineswegs eine große Zahl an Infektionen beim zahnmedizinischen Personal. Vielmehr ist dies eine Schutzmaßnahme für die Mitarbeiter, wie krone.at berichtete. So können Zahnarztpraxen derzeit die Hygienestandards nicht aufrechterhalten, da sie nicht über ausreichend Schutzausrüstung verfügen.

Die Landeszahnärztekammer sieht die Schuld für die kritische Lage bei der Landessanitätsdirektion der Steiermark. Diese habe es versäumt, vorausschauend zu handeln und eine adäquate Ausrüstung bereitzustellen. Die Kammer hat sich bereits mit einem dringenden Aufruf an die Direktion gewandt, in der Hoffnung, die Situation entschärfen zu können.

Foto Teaserbild: LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com

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