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Branchenmeldungen 10.02.2017

Der verlässliche Alleskönner

Der verlässliche Alleskönner

Klinische Evidenz, langjährige Erfahrung und eine umfassende Dokumentation sind die Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Implantatsystem. Dentsply Sirona Implants bietet mit dem Ankylos, Astra Tech Implant System und Xive gleich drei Implantatsysteme, die sich als Premiumsysteme etabliert haben. Das jüngste unter ihnen hat im letzten Jahr seinen 15-jährigen Geburtstag gefeiert: Xive ist ein Implantatsystem, das den Anwendern chirurgische Flexibilität und prothetische Vielfalt bietet. Das Implantologie Journal hat bei Björn Delin, Vice President Global Platform Implant Systems, und Dr. Karsten Wagner, Geschäftsführer von Dentsply Sirona Implants Deutschland, nachgefragt.

Herr Delin, Herr Wagner, was macht Xive so besonders?

Dr. Karsten Wagner: Xive bietet mit seinem spezifischen Implantat- und Gewindedesign eine hervorragende Primärstabilität in allen Knochenarten und ist somit eine solide Basis sowohl für Standardtherapien als auch für komplexe chirurgische Fälle.

Björn Delin: Ich finde es immer wieder faszinierend, wie durchdacht jedes kleinste Detail ist. Ein gutes Beispiel ist das multifunktionale TempBase-Konzept: Die TempBase ist bei allen Xive-S-Implantaten im Lieferumfang enthalten. Sie ist Implantateinbringpfosten, kann zur Indexregistrierung genutzt und zusammen mit der TempBase Cap zur Herstellung eines prothetischen Provisoriums verwendet werden. Oder nehmen wir die Kombination aus knochenspezifischem Aufbereitungsprotokoll und knochenkondensierendem Gewindedesign: Durch die patentierte Kombination kann eine hohe Primärstabilität bei allen Knochenarten erreicht werden.

Dr. Karsten Wagner: Für die Flexibilität des Systems mit der Flach-zu-Flach- und der tief innen liegenden Sechskant-Verbindung sorgt auch eine große Bandbreite an Implantatlängen und -durchmessern. Gerade das sehr schmale Xive 3,0-mm-Implantat eröffnet bei limitiertem Platzangebot – zum Beispiel im Frontzahnbereich – chirurgische Freiheiten auch ohne Augmentation. Ein wichtiger Teil des Erfolgs beruht natürlich auf der Friadent-plus-Oberfläche der Implantate: Die korundgestrahlte, hochtemperaturgeätzte und wachstumsaktivierende Mikrostruktur zeichnet sich durch schnelle Knochenbildung auf der Implantatoberfläche aus. Dies führt zu einer frühzeitigen Osseointegration und einem stabilen Implantat-Knochen-Verbund.

Dentsply Sirona Implants bietet in seinem Portfoliio drei Implantatsysteme an – welchen Stellenwert hat dabei Xive?

Björn Delin: Wir schauen jetzt auf 15 Jahre zurück, in denen Xive erfolgreich inseriert wird. Im Grunde sind es sogar 25 Jahre Erfahrung mit diesem System, weil es auf der Aufbauverbindung des bestehenden Frialit-2-Implantats basiert, die wir nochmals optimiert hatten. Als forschendes und entwickelndes Unternehmen stehen die Qualität, die Dokumentation und das Innovationspotenzial bei uns an erster Stelle. Alle unsere Implantatsysteme sind langzeitdokumentiert und müssen sich hier beweisen. Xive zeigt in allen Studien hervorragende und zuverlässige Ergebnisse.

Dr. Karsten Wagner: Dentsply Sirona Implants ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Wir können uns damit auf dem Implantatmarkt besser positionieren und Synergien nutzen, von denen unsere Anwender profitieren. In diesem Prozess sind drei Implantatsysteme unter einem Dach vereint worden, die sich hervorragend ergänzen. Eines unserer Versprechen als Premiumanbieter ist es, die implantologische Versorgung auch langfristig sicherzustellen. Das können nicht viele von sich behaupten, dass Implantate auch nach 20 oder mehr Jahren neu versorgt werden können. Das können nur zukunftsfähige Implantatsysteme leisten, zu denen Xive mit Sicherheit gehört.

Letztes Jahr haben Sie 15 Jahre Xive gefeiert. Wenn Sie zurückschauen: Was ist konstant geblieben, was hat sich weiterentwickelt?

Björn Delin: Das Implantatdesign von Xive ist trotz vieler Weiterentwicklungen an sich immer noch das gleiche mit den bereits erwähnten Stärken. Dazu gehören zum Beispiel das transgingivale Xive-TG-Implantat für den Einsatz mit Atlantis-Suprastrukturen und das Xive 3,0-mm-Implantat. Andere Entwicklungen betreffen den digitalen Workflow und die prothetischen Optionen. So haben wir 2009 die patientenindividuellen CAD/CAM-Implantat-Suprastrukturen (damals noch unter dem Namen ISUS) für Xive eingeführt, ein Jahr später auch die CAD/CAM-Abutments von Atlantis. Mit der zweiteiligen TitaniumBase haben wir ein zweiteiliges patientenindividuelles Abutment, das den Anwendern im digitalen Workflow viele weitere Freiheiten bietet.

Dr. Karsten Wagner: Alle unsere Implantatsysteme unterliegen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verbesserung. Das können kleinere Details sein, die „nur“ die Anwendung vereinfachen oder sicherer machen, oder ganz neue Konzepte. Zu den wichtigen Neuerungen der letzten Zeit gehört sicher die Einführung des SmartFix-Konzeptes für Xive, eine im Handling sehr einfache Prothetiklösung auf anguliert gesetzten Implantaten für die Versorgung zahnloser Kiefer. Eine andere Neuerung war die Etablierung von WeldOne, dem intraoralen Widerstandspunktschweißen. Dieses weltweit einzigartige Konzept ermöglicht die Erstellung einer spannungsfrei sitzenden und dauerhaften Gerüstkonstruktion als Chairside-Lösung. Aber auch die Platform-Switch-Option für Xive haben wir kontinuierlich erweitert. Mit den durchmesserreduzierten Aufbauten wird das Weichgewebe optimal gestützt und krestale Knochenstabilität erreicht. All diese Entwicklungen fügen sich perfekt in das große Xive-Motto „Freiheit“ ein: Die Freiheit, die individuell bevorzugte Behandlung ohne Abstriche durchzuführen.

Bei den Anwendern gilt Xive als Allrounder. Ist es wirklich ein Implantatsystem für alle Fälle?

Dr. Karsten Wagner: Auf jeden Fall. Schon die Konzeption des Implantatsystems hatte den Anspruch eines verlässlichen Standardimplantats. Die Entwickler kreierten damals den Begriff des „Brot-und-Butter-Implantats“. Das Design sollte allen Indikationen und Knochenklassen gerecht werden können, sowohl in der Sofort- als auch der Spätversorgung. Seine hohe Variabilität ermöglicht auch, dass aus einem Einzelzahnimplantat Jahre oder Jahrzehnte später – wenn weitere Zähne verloren gegangen sind – eine Versorgung mit einer Suprastruktur wird.

Bei jeder Behandlungsplanung kommt es unweigerlich zu dem Zeitpunkt, bei dem es um die Kosten geht. Wie gestaltet sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei Xive?

Björn Delin: Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist sehr gut, eben weil es durchdacht ist. So ist beispielsweise die TempBase ein 3-in-1-Konzept, bei dem weitere Aufbauten bis zur finalen prothetischen Versorgung nicht mehr nötig sind. Das ist auch ein Zeitfaktor, wenn ohne großen Aufwand oder Material Provisorien erstellt werden können. Entsprechendes gilt für die gute Weichgewebsausformung auf Xive-Implantaten, die eine Weichgewebechirurgie oft unnötig machen. Besonders kosteneffizient sind die einteiligen transgingivalen Xive-TG-Implantate, deren einzeitiges chirurgisches Protokoll ebenfalls Zeit und zusätzliche Komponenten spart.

Dr. Karsten Wagner: Die Kostendiskussion spielt immer eine Rolle, das wissen wir. In der Konsequenz ist sie aber schwer bezifferbar. Viele Variablen sind zum Zeitpunkt der Planung noch nicht absehbar, zum Beispiel, ob die Implantate später einmal neu versorgt werden müssen. Auch spielen die Qualitätssicherung und unsere Langzeitgarantien eine entscheidende Rolle. Und die Nachsorge gestaltet sich mit der Hexagon-Verbindung von Xive besonders einfach. Auch das ist ein Kostenfaktor, der erst im Laufe der Jahre erkennbar wird.

Im Herbst letzten Jahres haben Sie in Deutschland eine Xive-Roadshow in mehreren Städten organisiert. Was stand dort im Mittelpunkt und was ist Ihr Resümée aus den Veranstaltungen?

Dr. Karsten Wagner: Die Veranstaltungen standen unter dem Motto „15 Jahre XiVE live – Implantology unlimited“ und waren gut besucht. Der Fokus lag auf der Praxisrelevanz des Implantatsystems: Neben den Entwicklern kamen viele Anwender zu Wort, die bereits seit dem ersten Tag mit Xive arbeiten. Einer der Referenten hat schon über 8.000 Xive-Implantate gesetzt! Dieser Erfahrungsschatz ist unglaublich wertvoll für uns. Thematisch schlug die Roadshow den Bogen von den neuesten Studien über aktuelle Augmentationsverfahren bis hin zu Lösungsansätzen bei chirurgisch schwierigen Situationen. Die Resonanz war so erfreulich, dass wir das Konzept von Veranstaltungen, die sich auf ein Implantatsystem konzentrieren, weiterführen werden.

Fortbildung spielt seit jeher eine große Rolle bei Dentsply Sirona Implants. Jetzt naht die World Summit Tour, die am 23. und 24. Juni 2017 in Nizza haltmacht. Gibt es auch hier spezielle Angebote für Anwender von Xive?

Björn Delin: Wir halten Fortbildung für elementar wichtig. Wir wollen nicht nur hervorragende Produkte bieten, wir wollen ein Gesamtpaket schnüren, in dem sich die Anwender wirklich aufgehoben fühlen. Unsere klinische Schulungsplattform ist sehr umfassend und wirklich einmalig. Die World Summit Tour wird einer der Höhepunkte des Jahres 2017 sein. Die europäischen Anwender treffen sich in Nizza, das in jedem Fall eine Reise wert ist. Am ersten Kongresstag wird es am Nachmittag ein eigenes Xive-Symposium geben, das unter dem Motto „Focus on Xive Implant System – ease of use for long-term success“ steht. Hier können die Anwender passgenau und hochaktuell die Informationen zu ihrem Implantatsystem abrufen. Das Symposium wird simultan ins Deutsche übersetzt.

Im März ist wieder IDS-Zeit. Traditionell stellen die Unternehmen hier ihre Neuerungen vor. Was dürfen wir von Ihnen erwarten?

Dr. Karsten Wagner: 2017 wird die erste IDS sein, bei der wir unter dem Dach von Dentsply Sirona auftreten. Wer uns besuchen möchte, findet uns in Halle 10.2 und Halle 11.2, es lohnt sich auf jeden Fall. Wir werden dort zeigen, welches Innovationspotenzial in dem neu entstandenen Unternehmen steckt. Das ist Ansporn wie Verpflichtung für uns. Es werden Neuerungen vorgestellt, von denen ich glaube, dass sie einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden. Der Vorhang dafür wird sich aber erst in Köln heben!

Das Interview ist im Implantolgie Journal 1+2/17 erschienen.

Foto: © Dentsply Sirona Implants
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