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Branchenmeldungen 12.05.2015

Die Implementierung von digitalen Techniken

Georg Isbaner
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Die Implementierung von digitalen Techniken

Über 750 Teilnehmer besuchten Ende April den 4. CAMLOG Zahntechnik-Kongress. Nach den großen Erfolgen in den vergangenen Jahren wurde die „Faszination Implantatprothetik“ in der Hauptstadt fortgesetzt.

„Die Labore befinden sich in einer außerordentlichen Umbruchphase. Durch die vielfältigen Optionen sowohl bei den Materialien als auch bei den konventionellen und digitalen Techniken sind die Labore gefordert, sich mehr denn je klar am Markt zu positionieren und ihr unternehmerisches Profil zu schärfen,“ eröffnete der Geschäftsführer der CAMLOG GmbH, Michael Ludwig, den mit über 750 Teilnehmern ausverkauften 4. CAMLOG Zahntechnik-Kongress. Kurzweilig und prägnant moderiert von ZTM Gerhard Neuendorf und Dr. S. Marcus Beschnidt, präsentierten erfahrene Referenten ihre eigenen individuellen Erfolgsmodelle in unterschiedlichen digitalen Ausbaustufen. Für das dicht gedrängte Publikum griffen sie in ihren Vorträgen je drei zentrale Fragen auf, mit denen sie sich im Zuge der Implementierung der digitalen Techniken auseinandersetzten.

Impressionen aus Berlin

So beantwortete ZTM Jan Langner Fragen zum Thema „Was in der Zahntechnik wirklich zählt“. Er verwies darauf, dass eine Grundlage für den Erfolg jeglicher prothetischer Therapie ein gut abgestimmtes Team aus Zahnärzten, Praxispersonal und den Zahntechnikern sei. Hinzu kämen die richtige Materialwahl der prothetischen Aufbauten (vorzugsweise Zirkon, da Titan Plaque-affiner sei), eine gute Abformung insbesondere der Präparationsgrenzen und ein hygieneorientiertes Prothetikdesign.

Ein Heimspiel hatte diesmal ZTM Andreas Kunz. Der in Berlin ansässige Zahntechniker und Laborbetreiber ist ein Freund analoger Arbeitsschritte, die er aber so gut es geht mit digitalen Verfahren kombiniert und optimiert. Für den Einstieg in die digitale Welt empfiehlt er jeden Arbeitsschritt im Labor darauf zu prüfen, inwiefern bestimmte Aspekte sich durch digitale Prozesse ersetzen lassen. So könne man z.B. ohne eigenen Modelscanner auf die Digitalisierung setzen, indem man sich einen geeigneten Digitalpartner suche. Ein aus seiner Sicht empfehlenswerter Partner ist DEDICAM. Mit DEDICAM ist CAMLOG Partner der Zahntechnik für digitale Arbeitsabläufe und versteht sich als Dienstleister und verlängerte Werkbank. über einen entscheidenden Aspekt auf dem Weg zur vollständigen digitalen Prozesskette referierte Prof. Dr. Sven Reich – sein Thema war „Die digitale Abformung zwischen technisch machbar und praktisch sinnvoll“. Die neueste Genration der Intraoralscanner kann hinsichtlich der Präzision in vielen Bereichen mit der konventionellen Abformung mithalten. Einen klaren Vorteil sieht Reich aber vor allem in der Möglichkeit der Live-Analyse der Scandaten am Bildschirm. Insbesondere die sofortige überprüfung der Präparationsgrenzen geben dem Behandler unmittelbare Korrekturmöglichkeiten.

Dass es aber viele Wege zum „digitalen Glück“ gibt, bewiesen auch die übrigen Experten wie ZTM Kurt Reichel, ZTM Christian Hannker, ZTM Hans-Frieder Eisenmann, ZT Martin Steiner und ZTM Sascha Hein. Allen Vorträgen konnten unterschiedlichste und schon heute umsetzbare Ansätze entnommen werden. Dem Veranstalter ist es gelungen, diesen Möglichkeiten ein außerordentliches Forum zu geben.

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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